Vom Bahnhof Noiraigue folgt man der Allee Richtung Osten, zweigt danach Richtung Süden ab und gelangt nach Überquerung der Bahngeleise auf einem asphaltierten Strässchen zum Wald. Im Schatten der Bäume gewinnt man auf dem Schotterweg zügig an Höhe. Auf einer Lichtung liegt der Bauernhof "Les Oeuillons". Steil windet sich nun ein schmaler Pfad den Hang hinauf. Plötzlich lichten sich die Bäume, und der Blick schweift über eine eindrückliche Felsen-Arena. Der Creux du Van ist ein von der Natur geschaffenes gigantisches Amphitheater. An der höchsten Stelle des Halbrunds fallen die Kalkwände gegen 200 Meter praktisch senkrecht in die Tiefe ab. Auf schmalem Weg folgt man dem Rand des Abgrunds. Der Blick auf die grossartige Szenerie ist schlichtweg überwältigend. Jene, die es vor der gewaltigen Tiefe schaudert, können den Weg jenseits des Steinmäuerchens auf der Weide fortsetzen. Bei Le Soliat zweigt der Weg rechts ab. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede wandert man genussreich über anmutige Weiden und Hügel. Danach gehts in den Wald und abwärts. Nach einer Weile kommen der Neuenburgersee, das Freiburger Mittelland und die Freiburger Alpen ins Blickfeld. Bald schon erreicht man die ersten Häuser von St-Aubin und schliesslich die Bahnstation Gorgier-St-Aubin. Dass man nach den windigen Jurahöhen in geradezu südlichem Klima angekommen ist, zeigen die Rebhänge dem Ufer des Sees entlang.