Rosia Montana ist eine Bergwerkstadt in Rumänien etwa 85 km nördlich der etwa in der Mitte zwischen Arad und Sibiu gelegenen Stadt Deva. Schon 131 n. Ch. förderten die Daker unter römischer Herrschaft im damaligen Alburnus Maior Gold. Der antike Bergbaukomplex umfasst Galerien und Schächte auf 400 m Länge. Zuletzt wurden auch Tempel, ein Doppelgrab mit Mausoleum und eine antike Heizung entdeckt. Die Anlage gehört heute zum Goldbergbau-Museum, in dem die Fundstücke ausgestellt sind.
Die Goldvorkommen von Rosia Montana sind seit zwei Jahrzehnten auch ein Politikum und Fall für einen internationalen Rechtsstreit Umweltschutz versus Investitionsrecht. Der Widerstand der Gemeinde gegen eine Errichtung der größten Goldmine Europas durch ein kanadisch-britisches Bergbauunternehmen aufgrund der Umweltrisiken und des Verlusts des kulturellen Erbes war bislang erfolgreich.
Seit dem Jahr 2021 ist die Bergbaulandschaft von Roșia Montană in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.