Das Berliner U-Bahn-Netz umfasst 10 Linien. Das Erkennungszeichen der U-Bahn ist ein weißes ›U‹ auf blauem Grund.
Die meisten Linien der U-Bahn verkehren tgl. ca. 4-1 Uhr im 5-10-Min.-Takt. In den Nächten auf Sa/So/Fei fährt die U-Bahn auf fast allen Strecken durchgängig etwa alle 15 Minuten.
Das Netz der Berliner S-Bahn umfasst derzeit insgesamt über 150 Haltestellen, die von 15 verschiedenen Linien bedient werden. Eine Besonderheit sind die Linien S41 und S42, die gegenläufig als Ringbahn um die Berliner Innenstadt verkehren.
Das Erkennungszeichen der S-Bahn ist ein weißes ›S‹ in einem grünen Kreis. Zusätzlich verbinden Zuglinien als Regional-Bahn (RB) und Regional-Express (RE) Berlin mit dem Umland.
Die meisten S-Bahn-Linien verkehren tgl. 4.30-1.30 Uhr meist im 10-Min.-Takt. In den Nächten auf Sa/So/Fei fahren sie durchgängig alle 30 Minuten. Je nach Linie verkehren die Regionalzüge tgl. ca. 5-0.30 Uhr.
Zahlreiche Gebiete, die in Berlin nicht vollständig von U- oder S-Bahn erschlossen sind, werden von den rund 200 Buslinien bedient. Zwischen großen Verkehrsknotenpunkten verschiedener Stadtteile verkehren rund um die Uhr sogenannte Metrobusse, Stadtbusse bedienen tagsüber kleinere Haltestellen in den einzelnen Vierteln. Expressbusse verbinden ohne oder mit nur wenigen Zwischenstopps wichtigen Haltestellen.
Stadtbusse und Expressbusse fahren tgl. ca. 4.30-0.30 Uhr im 10-20-Min.-Takt, die Metrobus-Linien tagsüber im 10-Min.-Takt und nachts alle 30 Minuten. Nachtbusse verkehren mind. im 30-Min.-Takt Mo-Fr 0.30-4.30, Sa 0.30-5.30 und So/Fei 0.30-7 Uhr.
Straßenbahnen verkehren vor allem im Osten Berlins, wo das U-Bahn-Netz weniger stark ausgebaut ist. Auf wichtigen Hauptachsen fahren 9 der 22 Straßenbahnlinien als Metro-Trams.
Die meisten Linien fahren tgl. ca. 4.30-0.30 Uhr im 10-Min.-Takt. Die Metro-Trams verkehren tagsüber öfter und nachts zusätzlich durchgängig alle 30 Minuten.
Fähren sind in Berlin ein wichtiges Verkehrsmittel und teilweise in das Tarifsystem des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg eingebunden, d.h. es können die gleichen Fahrkarten genutzt werden. Insgesamt werden sechs Linien im Auftrag der BVG betrieben:
Die Linie F10 verkehrt ganzjährig über den Großen Wannsee, die Linien F11, F12, F21 und F23 auf den Flüssen Dahme und Spree. Bei der F24 handelt es sich um eine traditionsreiche Ruderfähre, die im Sommer Gäste per Muskelkraft von einem Ufer der Müggelspree zum anderen übersetzt.
Tipp: Bei Einheimischen wie Touristen besonders beliebt ist die Fähre F10, da sie ganzjährig kostengünstig eines der schönsten Ausflugsgebiete Berlins erschließt. Sie gehört zur BVG und kann mit einem Einzelfahrschein der Zonen AB (4 €, ermäßigt 2,50 €) genutzt werden.
Weitere Fähren in und um Berlin, die allerdings nicht zum Tarifsystem des BVG gehören, sind die Autofähre Hakenfelde-Tegelort und die Fähren zu den Inseln Lindwerder, Scharfenberg, Valentinswerder, Maienwerder und auf die Pfaueninsel.
https://www.berlin.de/tourismus/dampferfahrten/faehren/ *
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Die Fähren F10, F11 und F12 legen ganzjährig tagsüber im 60-Min.- (F10) bzw. 10-20-Min.-Takt (F11, F12) ab. Die Saison-Fähren F21 und F23 sind April-Okt. tgl. mehrmals im Betrieb, F24 nur Mai-Okt. Sa, So und Fei 11-19 Uhr ca. alle 60 Min. und auf Zuruf.
Taxis stehen fast überall und jederzeit zur Verfügung. Standplätze und Rufsäulen finden sich in der Nähe nahezu aller Bahnhöfe und Sehenswürdigkeiten. Geordert werden können diese auch durch Heranwinken, per Telefon und mit Apps wie ›Taxi Berlin‹.
| Taxi Funk Berlin | Tel.: +49 30 44 33 22 |
| Funk Taxi Berlin | Tel.: +49 30 26 10 26 |
| Quality Taxi | Tel.: +49 30 26 30 00 |
| Würfelfunk | Tel.: +49 30 21 01 01 |
| City Funk |
Tel.: +49 30 21 02 02 |
Beispieltarife
Der Wartezeitentarif liegt bei 39 € je Stunde. Individuelle Preisabsprachen und Fixpreise sind nur bei Fahrten über das Stadtgebiet hinaus erlaubt, innerhalb der Stadt gelten zu jeder Zeit die verbindlichen Tarife. Einzige Ausnahme hiervon ist der ›Winketarif‹, ein Kurzstreckentarif, der nur gilt, wenn ein Taxi an der Straße angehalten wird.
Fahrscheine müssen vor dem Fahrtantritt gekauft werden. Sie sind an Fahrscheinautomaten an allen S-Bahn- und U-Bahn-Stationen, in den Bussen (nur kontaktlose Kartenzahlung) sowie online und per App erhältlich und gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Die Tickets sind vor Beginn der Fahrt durch Abstempeln an der Station oder, wie bei Bus und Tram, im Fahrzeug beim Einsteigen zu entwerten. Die Fahrscheine müssen bis zum Verlassen des Stationsbereichs aufbewahrt und im Falle einer Kontrolle vorgezeigt werden.
Als Kurzstrecke zählen innerhalb Berlins S- und U-Bahn-Fahrten, bei denen drei oder weniger Haltestellen, bei Bus und Tram sechs oder weniger Stationen passiert werden. Das Umsteigen ist hier nur bei S- und U-Bahn erlaubt.
Mit Einzelfahrscheinen kann innerhalb von 2 Stunden mehrmals gefahren werden, solange man sich dabei in nur eine Richtung bewegt.
Tageskarten sind ebenfalls beim ersten Gebrauch zu entwerten und ermöglichen innerhalb des angegebenen Zeitraums beliebig viele Fahrten.
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Kinder bis einschließlich 5 Jahren fahren kostenlos. Für Kinder von 6-14 Jahren gibt es ermäßigte Einzel- und Tageskarten. Menschen mit Behinderung fahren kostenlos, wenn sie einen amtlichen Schwerbehindertenausweis mit gültiger Marke besitzen.
Die Berlin CityTourCard bietet freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und bis zu 40 % Rabatt für Stadtführungen und bei rund einem Dutzend Berliner Attraktionen, wie Madame Tussauds oder dem Museum Fotografiska. Die Karte ist für 5 verschiedene Zeiträume und 2 verschiedene Tarifzonen erhältlich und gilt für einen Erwachsenen inkl. 3 Kindern bis 14 Jahren. Sie kann in Touristeninformationen, an Fahrscheinautomaten, in den Bussen der BVG sowie am Flughafen gekauft werden. Online gekaufte Tickets müssen ausgedruckt mitgeführt werden.
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Die Berlin WelcomeCard gewährt je nach Ticketoption freie Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie bis zu 50 % Ermäßigung auf über 170 Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Stadtführungen. Die Karte ist für 5 verschiedene Zeiträume, 2 verschiedene Tarifzonen und auch als 72-Std.-Paket mit freiem Eintritt zur Museumsinsel erhältlich.
Die Karten sind online, vor Ort an den Verkaufsautomaten der BVG, in Touristeninformationen, vielen Hotels sowie am Flughafen erhältlich.
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Hinweis: Überlegen Sie, wie viele Sehenswürdigkeiten Sie während Ihres Aufenthalts sehen möchten und auch zeitlich bewältigen können, um zu entscheiden, ob sich der Erwerb eines Passes für Sie persönlich rechnet.
Berlins größte Anlaufstelle für Züge aus dem Um- und Ausland ist der zentral gelegene Hauptbahnhof, gefolgt vom Ostbahnhof und den Stationen Gesundbrunnen, Ostkreuz, Südkreuz und Spandau. Alle Stationen sind bestens an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden und die Innenstadt von dort aus leicht zu erreichen.
Die Fahrten mit Fern- und Reisebussen enden in Berlin meist am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Messezentrum. Ab hier verkehren S- und U-Bahnen sowie verschiedene Buslinien in das Stadtzentrum.
Die klassische Hop-on-Hop-off-Sightseeingtour ist beliebt bei Individualisten, die gerne selbst entscheiden, was sie wo wann anschauen wollen, aber zu den Sehenswürdigkeiten gefahren werden möchten. Mit dem Ticket kann man an jeder beliebigen Haltestelle zu- oder aussteigen. Es stehen nicht nur verschiedene kommentierte Touren und Kombi-Pakete zur Auswahl, sondern auch verschiedene Anbieter:
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Die Innenstadt Berlins kann auch mit dem Schiff erkundet werden. Mehrere Reedereien bieten unterschiedliche Touren auf dem Wasser an:
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Die Buslinien 100 und 200 erlauben tolle Ausblicke auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Die gelben Doppeldeckerbusse des 100ers starten am Alexanderplatz, passieren u.a. den Berliner Dom, das Brandenburger Tor, den Reichstag, Schloss Bellevue und den Kurfürstendamm und enden am Bahnhof Zoologischer Garten. Die Linie 200 nimmt einen ähnlichen Weg, fährt aber ab dem Bahnhof Zoologischer Garten u.a. auch durch das Botschaftsviertel, zur Philharmonie und dem Potsdamer Platz.
Die Fahrt kostet mit einem Tagesticket Zone AB (Ausstiegsoption!) 11,20 €, der Preis für den Einzelfahrschein beträgt 4 €.
Potsdam ist mit S-Bahn und Regionalzügen von Berlin aus leicht zu erreichen. Den Berliner Hauptbahnhof verbinden die Linien S7 in 40 Min. und RE1 in 25 Min. mit dem Potsdamer Hauptbahnhof. Von dort gelangt man in nur 5 Min. mit den Linien RB21, 22 und 23 oder RE1 zum Schloss Sanssouci mit seiner wunderschönen Parkanlage. Die einfache Fahrt (Zone ABC) kostet 5 €.
Seit 2008 ist der gesamte innerstädtische Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings Umweltzone. Diese ist beschildert und darf nur noch von Fahrzeugen mit gültiger grüner Umweltplakette befahren werden. Autos, Busse, LKW und Wohnmobile mit roter, gelber und ohne Plakette sind verboten. Bei Nichtbeachtung des Verbots drohen Bußgelder. Ausgenommen von dieser Regelung sind u.a. Oldtimer mit rotem Kennzeichen beginnend mit den Ziffern 07 oder H-Kennzeichen sowie Fahrzeuge schwerbehinderter Personen.
In Berlins Innenstadt sind Parkplätze generell gebührenpflichtig. Parkscheine müssen am Automaten gelöst und gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert werden. Alternativ kann auch, nach vorheriger Anmeldung, per App wie z.B. ›EasyPark‹ oder ›PayByPhone‹ bezahlt werden.
Berlin verfügt über zahlreiche Parkhäuser, deren Preise allerdings stark variieren (10-40 € am Tag). An vielen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs gibt es auch die Möglichkeit des ›Park+Ride‹: hier stehen kostenlose Parkplätze mit direkter Anbindung zu Zug, S-Bahn oder U-Bahn zur Verfügung. Diese können aber schon in den frühen Morgenstunden gänzlich von Berufspendlern belegt sein. Eine Übersicht über die Parkhäuser in Berlin findet sich unter:
viz.berlin.de/verkehr-in-berlin/parken/parkhauser-und-parkplatze *
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Nextbike bietet an hunderten Stationen Leihfahrräder an, die über die gleichnamige App jederzeit ausgeliehen und an jeder Station innerhalb Berlins wieder zurückgegeben werden können. Die Fahrt kostet mit dem Basis-Tarif 1,50 €/15 Min. und höchstens 15 € am Tag. Es werden auch Tages-, Wochen- und Jahrestarife angeboten.
Die Deutsche Bahn stellt an über 500 Stationen in Berlin Fahrräder zur Verfügung, die per ›Call a Bike‹-App ausgeliehen werden können. Die Ausleihe kostet mit dem Starter-Tarif 1€/15 Minuten und höchstens 12 € am Tag. Nach dem Ende der Fahrt muss das Fahrrad an einer der zahlreichen Call-a-Bike-Stationen zurückgegeben werden.
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In der Berliner Innenstadt finden sich auch zahlreiche Elektro-Scooter, die jederzeit mit der passenden App ausgeliehen werden können. Diese werden von verschiedenen Anbietern zur Verfügung gestellt, darunter Dott und Lime. Mit den Rollern ist das Fahren auf Gehsteigen verboten, und beim Abstellen sollte darauf geachtet werden, Durchgänge und Fußwege nicht zu blockieren. Nach dem Bezahlen einer Grundgebühr wird minutengenau abgerechnet.
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Beim Fahrradverleih fahrradstation gibt es neben einer großen Auswahl klassischer Fahrräder auch außergewöhnliche Fortbewegungsmittel wie Lastenräder oder das 7-sitzige Conference-Bike. Verleih je nach Modell ab 25 € pro Tag. Tel.: +49 180 510 8000, www.fahrradstation.com *
Berlin on Bike bietet neben dem günstigen Verleih von Fahrrädern (ab 15 € pro Tag) auch verschiedene geführte Radtouren zu Berlins Stadtgeschichte. Knaackstraße 97, Tel.: +49 30 43 73 99 99, www.berlinonbike.de *
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Die Internetseite Broken Lifts gibt aktuelle Auskunft über Störungen und Ausfälle öffentlicher Aufzüge im gesamten Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.
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Die meisten Sehenswürdigkeiten Berlins sind mit dem Rollstuhl frei zugänglich. Ausführliche Informationen über einzelne Attraktionen und aktuelle Events finden sich auf den Internetseiten der Berlin Tourismus & Kongresse GmbH.
www.visitberlin.de/de/barrierefrei-berlin *
Der Reiseveranstalter von ›Humboldt Tours‹ bietet eine große Auswahl verschiedener, speziell auf Menschen mit Behinderung zugeschnittene Sightseeing-Touren durch Berlin an.
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Auch sogenannte InklusionsTaxis – komplett barrierefrei gestaltete Taxis – gehören zur Taxi-Flotte in Berlin. Eine Fahrt kostet nicht mehr als mit einem regulären Taxi und kann über die Vermittlungszentrale ›Hauptstadt Taxi‹ gebucht werden. Tel.: +49 30 20 84 84 222
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