In der Altstadt von Mostar gibt es noch – oder jetzt wieder – eine ganze Reihe von Wohnhäusern in osmanischer Bauweise und Stil mit den typischen Erkern und Balkonen. Eines von ihnen ist das Biščević-Haus am östlichen Steilufer hoch über der Neretva, das 1635 erbaut und während des Bosnienkrieges zwar beschädigt, aber glücklicherweise nicht vollständig zerstört wurde. Der Gebäudekomplex rund um einen großen Innenhof, den Selamluk, ist öffentlich zugänglich und präsentiert die gehobene Wohnkultur des 16. Jh. Drei möblierte Räume im Obergeschoss gewähren Einblicke. Der prächtigste Raum des Hauses in einem von Säulen gestützten Balkon ist die Musafirhana, die mit Sitzpolstern und Teppichen ausgelegt ist. Sie diente einst der Bewirtung von Gästen und bietet einen schönen Blick auf die Neretva.