Bauwerke

Freiheitsdenkmal

Riga

Das Freiheitsdenkmal (lettisch: Brīvības piemineklis) ist ein Denkmal in Riga, Lettland, zu Ehren der im lettischen Unabhängigkeitskrieg (1918-1920) gefallenen Soldaten. Es gilt als ein wichtiges Symbol für die Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität Lettlands. Das 1935 enthüllte, 42 Meter hohe Denkmal aus Granit, Travertin und Kupfer dient oft als Mittelpunkt öffentlicher Versammlungen und offizieller Zeremonien in Riga. Die Skulpturen und Flachreliefs des Denkmals, die in dreizehn Gruppen angeordnet sind, stellen die lettische Kultur und Geschichte dar. Das Herzstück des Denkmals besteht aus übereinander liegenden viereckigen Formen, die nach oben hin immer kleiner werden. Den Abschluss bildet eine 19 Meter hohe Travertinsäule mit der kupfernen Figur der Freiheit, die drei vergoldete Sterne hebt. Das Konzept für das Denkmal entstand Anfang der 1920er Jahre, als die lettische Ministerpräsidentin Zigfrīds Anna Meierovics Regeln für einen Wettbewerb für den Entwurf einer "Gedenksäule" aufstellen ließ. Nach mehreren Wettbewerben wurde das Denkmal schließlich zu Beginn der 1930er Jahre nach dem Schema "Mirdzi kā zvaigzne!" ("Glänze wie ein Stern!") errichtet, der von dem lettischen Bildhauer Kārlis Zāle eingereicht wurde. Die Bauarbeiten wurden durch private Spenden finanziert. Nach der sowjetischen Besetzung Lettlands im Jahr 1940 wurde Lettland von der Sowjetunion annektiert, und das Freiheitsdenkmal sollte abgerissen werden, was jedoch nicht geschah. Der sowjetischen Bildhauerin Vera Muchina wird manchmal das Verdienst zugeschrieben, das Denkmal gerettet zu haben, da sie es für künstlerisch wertvoll hielt. Als 1963 die Frage des Abrisses erneut aufkam, wurde sie von den sowjetischen Behörden zurückgewiesen, da die Zerstörung des Denkmals zu großer Empörung und Spannungen in der Gesellschaft geführt hätte. Während der Sowjetzeit blieb das Denkmal für die Öffentlichkeit ein Symbol der nationalen Unabhängigkeit. So versammelten sich am 14. Juni 1987 etwa 5 000 Menschen am Denkmal, um Blumen niederzulegen. Diese Kundgebung gab der nationalen Unabhängigkeitsbewegung neuen Auftrieb, die drei Jahre später in der Wiedererlangung der lettischen Souveränität nach der Auflösung der Sowjetunion gipfelte. Die weibliche Figur an der Spitze des Freiheitsdenkmals wird liebevoll Milda genannt, denn nach Angaben des litauischen Schriftstellers Arvydas Juozaitis war das Modell für die Skulptur eine Litauerin namens Milda Jasikienė, die in Riga lebte. Laut der Rigaer Denkmalbehörde gibt es jedoch keine historischen Aufzeichnungen, die diese Behauptung stützen.

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LV-1050 Riga, Lettland

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