216.000 Einwohner zählt die nordfinnische Universitätsstadt an der Mündung des Oulujoki in den Bottnischen Meerbusen. Ihre Keimzelle war eine Ende des 15. Jh. vom schwedischen König Johann III. errichtete Burg, deren spärliche Reste auf der kleinen Flussinsel Linnansaari zu sehen sind. Einen Großteil der bald zu einem bedeutenden Seehandelszentrum gewachsenen Stadt zerstörte 1822 eine verheerende Feuersbrunst. Der Wiederaufbau erfolgte auf schachbrettartigem Grundriss. Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind der 1828–32 nach Plänen von Carl Ludwig Engel an der Stelle des zerstörten Vorgängerbaus errichtete Dom mit einem mehrfach abgestuften Glockenturm über säulengeschmücktem Eingang sowie das prachtvoll gestaltete Rathaus im Stil der Neorenaissance. Größte Attraktion Oulus ist das Wissenschaftszentrum Tietomaa mit Observatorium, Kino und vielen Experimentiermöglichkeiten.