Byward Market ist ein lebendiges Geschäfts- und trendiges Ausgehviertel. Es erstreckt sich rund um die Markthallen zwischen Byward und William Street. Tagsüber bieten hier Bauern ihre Erzeugnisse an, abends laden Kneipen und Restaurants zum Verweilen ein.
Eine kühne Glaskuppel ist das architektonische Ausrufezeichen der ansonsten sehr nüchtern wirkenden National Gallery of Canada. In ihrem Inneren ist die reichhaltigste Sammlung kanadischer bildender Kunst überhaupt versammelt. Werke der stark von indianischer Kunst beeinflussten Malerin Emily Carr hängen neben den Arbeiten der ›Group of Seven‹. Diesen Künstlern gelang es, die Großartigkeit der kanadischen Landschaft in farbenfrohen Bildern einzufangen.
In prominenter Lage am Ufer des Ottawa River reihen sich die Regierungsgebäude Kanadas. Markanter Blickfang ist der neogotische Centre Block, in dem das Parlament tagt. Vom 92 m hohen Peace Tower in der Mitte des Gebäudes reicht der Blick weit über Ottawa hinaus. Vor dem Eingang erinnert die Centennial Flame seit 1967 an den 100. Geburtstag des Landes. Im Sommer kann man täglich ab 9.45 Uhr dem Wachwechsel nach britischer Tradition zusehen.
Die charmante Hauptstadt Kanadas erstreckt sich südlich des Ottawa River. Parlament und Museen machen hier mit Kultur und Geschichte der jungen Nation vertraut. Im Jahr 1613 erreichte der Franzose Samuel de Champlain als erster Europäer die Gegend von Ottawa. Ihm folgten Pelzhändler, die den örtlichen indigenen Stämmen Biberfelle abkauften. Erst Anfang des 19. Jh. entstand eine dauerhafte Siedlung am Ottawa River. Auf diesem Fluss verschiffte man Holz nach Montréal. 1867 erklärte Queen Victoria Ottawa zur Hauptstadt Kanadas. Einer der Gründe für diese Entscheidung war die Lage der Stadt an der englisch-französischen Sprachgrenze. Denn schon damals achteten die frankophonen Einwohner Québecs sehr auf ihre Gleichberechtigung.