Zamość liegt in der Provinz Lublin im südöstlichen Polen, etwa 90 km von Lublin und 110 km von Lemberg entfernt. Die Stadt ist auch unter der Bezeichnung „Perle der Renaissance“ bekannt und zeichnet sich durch ihre wunderschöne Altstadt aus. Mit ihren zahlreichen Attraktionen, den vielseitigen kulturellen Angeboten und der wunderschönen Naturlandschaft ringsum ist Zamość ein Reisetipp für Städtereisende und Erholungssuchende.
Zwischen Polen und Italien: ein Bummel durch die Altstadt
Der historische Stadtkern von Zamość gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er wurde 1580 von dem Adligen und Staatsmann Jan Zamoyski als Idealstadt gegründet. Er beauftragte den italienischen Architekten Bernardo Morando mit der Stadtplanung. Daher stammt die faszinierende Mischung aus venezianischen und mitteleuropäischen Stilrichtungen. Interessierte planen die Route für die Besichtigungstour am besten mit dem Startpunkt Marktplatz, der mit bunten Armenischen Häusern und dem Rathaus aufwartet. Dann geht es zur Kathedrale, die auch als Kollegiatkirche bekannt ist. Dort ruhen die Gebeine des Stadtgründers und seiner Familie.
Die etwas andere Stadtführung im Untergrund
Im Stadtplan gut zu erkennen sind die Festungsanlagen, die das Urlaubsziel umgeben. Zu der Anlage gehört die Stadtmauer mit sieben Bastionen, drei Stadttoren sowie dem Arsenal und dem ehemaligen Munitionsdepot in der Rotunde. Unser Tipp: eine unterirdische Führung durch die Kasematten und Schanzen zur mächtigen Bastion VII. Zu den Sehenswürdigkeiten in der Renaissancestadt zählen darüber hinaus der Palast und die Akademie mit der großen Aula Magna, die Bibliothek und die Ausstellungen zur Stadtgeschichte.
Kunst und Kultur in der Renaissancestadt
Kulturliebhaberinnen und Kulturliebhaber zieht es in Zamość ins renommierte Theater oder zu den Opernaufführungen in der Musikakademie. Dort finden in der Aula Magna regelmäßig Konzerte statt. Bei schlechtem Wetter ist es Zeit für einen Besuch im Zamojskie Museum, um sich über die Stadtgeschichte zu informieren. Dagegen behandeln die Exponate im Diozesan-Museum sakrale Kunst und Religion. Ein Schmuckstück ist außerdem das kleine Museum über die Geschichte der Fotografie.