Mystras oder Mistras (griechisch: Μυστρᾶς/Μιστρᾶς), in der Chronik der Morea auch als Myzethras oder Myzithras (Μυζηθρᾶς) bekannt, ist eine befestigte Stadt und eine ehemalige Gemeinde in Lakonien, Peloponnes, Griechenland. Sie liegt auf dem Taygetus-Berg oberhalb des antiken Sparta und unterhalb einer fränkischen Burg und diente im 14. und 15. Jahrhundert als Hauptstadt des byzantinischen Despotats von Morea. Während der paläologischen Renaissance erlebte sie eine Zeit des Wohlstands und der kulturellen Blüte, unter anderem durch die Lehren von Gemistos Plethon. Die Stadt zog auch Künstler und Architekten von höchster Qualität an.
Mystras blieb auch während der osmanischen Zeit bewohnt, als westliche Reisende die Stadt mit dem antiken Sparta verwechselten. In den 1830er Jahren wurde die Stadt verlassen und die neue Stadt Sparti etwa acht Kilometer weiter östlich errichtet. Seit der Kommunalreform von 2011 ist sie Teil der Gemeinde Sparti. Als außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel einer byzantinischen Stadt und wegen ihres Zeugnisses für die Entwicklung der spätbyzantinischen und postbyzantinischen Kunst wurde Mystras 1989 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
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