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Griechenland

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Beim Zeus! Die Götter meinen es gut mit Griechenland und den Urlaubern, die beim Wein vor der Taverne sitzen, dahinter schier endlose Olivenhaine, davor der goldene Sandstrand und das türkisblaue Meer. Am Horizont erscheinen Inseln im Dunst der Sonne. Tausende Inseln liegen in der Ägäis und im Ionischen Meer, darunter die Kykladen, Sporaden und die Ionischen Inseln. Im Süden erstreckt sich Kreta, die größte griechische Insel. Überall locken paradiesische Strände und Klippen, unberührte Naturlandschaften, historische Orte und herzliche Gastfreundschaft und machen Sonnenanbeter, Wassersportler, Wanderer und Kulturinteressierte glücklich. Und was wäre Griechenland ohne Antike – ohne Athen und die Akropolis, Olympia, Mykene und Delphi?

Griechenlands Inselwelten in der Ägäis

Ein Fotomotiv hat das Bild von Griechenland nachhaltig geprägt: weiß getünchte Häuser mit blauen Türen und Fensterrahmen, Kirchen und Klöster, gekrönt von blauen Kuppeln. Das ist typisch für Santorin (Thira), das zudem mit malerischen Steilküsten begeistert. Santorin gehört wie Mykonos mit seinen Windmühlen zur Inselgruppe der Kykladen in der südlichen Ägäis. Beliebt bei Urlaubern sind aber auch Skiathos, eine Insel der Nördlichen Sporaden, sowie die Highlights der Südlichen Sporaden: Samos, Kos und Rhodos. Die Top-Sehenswürdigkeiten in Rhodos-Stadt, der Großmeisterpalast der Johanniter und die alten Stadtmauern, sind UNESCO-Welterbe. All die griechischen Inseln bieten so viele schöne Reiseziele, dass Urlauber Jahr für Jahr wiederkommen und doch immer neue Orte und Badeparadiese entdecken können.

Noch mehr griechische Inseln

Die Ionischen Inseln bezaubern mit ihrem venezianischen Charme, denn die jahrhundertelange Herrschaft der Seerepublik Venedig merkt man der Küche und Architektur bis heute an. Kaiserin Sisi liebte Korfu mit seinen Hafenstädtchen und Bergdörfern so sehr, dass sie sich hier ihren Traumpalast, das Achilleion, erbauen ließ. Kulturinteressierte schlendern außerdem gern durch die Altstadt von Korfu-Stadt, über der zwei venezianische Festungen thronen und die zum UNESCO Welterbe zählt. Die Insel Kefalonia beeindruckt vor allem mit dem Melissani-Höhlensee und der Tropfsteinhöhle Drogarati, während es auf Zakynthos die von Klippen geschützte bildschöne Schmugglerbucht zu entdecken gilt.

Und die größte griechische Insel

Die schönste Insel Griechenlands lässt sich bei solcher Vielfalt kaum bestimmen, die größte ist auf jeden Fall Kreta. Die geschäftige Inselhauptstadt Iraklion, die per Direktflug aus Deutschland zu erreichen ist, liegt wie die meisten Hotels an der von Sandstränden gesäumten Nordküste. Aber auch die Fischerdörfer an der zerklüfteten Südküste freuen sich auf Urlauber. Zu den Attraktionen gehören eine Wanderung durch die 17 Kilometer lange Samaria-Schlucht zum Meer sowie der weiße Sandstrand auf der kleinen Insel Elafonisi im Südwesten oder der Palmenstrand von Vai im Nordosten Kretas. Und Kulturinteressierte finden reichlich Abwechslung zu den Strandtagen, wenn sie im bergigen Inselinnern einsame Klöster, Ausgrabungen minoischer Paläste, dorischer und römischer Siedlungen erkunden.

Das klassische Griechenland der Antike

Faszinierende Reiseziele für kulturinteressierte Griechenlandurlauber sind die UNESCO-Welterbe- und antiken Stätten, vor allem auf der Akropolis in der Hauptstadt Athen sowie von Korinth, Olympia und Sparta auf der Halbinsel Peloponnes. Die Akropolis hoch über und mitten in der Metropole Athen beeindruckt als antiker Tempelberg mit Propyläen, Niketempel und dem der Athena geweihten Parthenon. Das Akropolismuseum und weitere antike Sehenswürdigkeiten befinden sich ringsum im Stadtzentrum, darunter das Odeon, Olympieion und Hadrianstor. Viele Reisende machen auch Abstecher zum Kap Sounion mit den fotogenen Resten eines Poseidontempels und zum größten Amphitheater Griechenlands, dem Theater von Epidauros.

Highlights & Sehenswertes

Unterkunft Aktivitäten Architektur & Denkmal Veranstaltungen Gastronomie Gesundheit & Wellness Landschaft & Natur Museen & Ausstellungen Service Ladestation Tour Stadtbild & Ortsbild & Ensemble
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Dio Dio
Im 5. und 4. Jh. v. Chr. war die Stadt Dio ein bedeutendes kulturelles Zentrum Makedoniens. Heute sind u.a. ein Isis-Tempel, die Reste eines römischen und eines griechischen Theaters sowie von Wohnhäusern, einer Therme und einer frühchristlichen Basilika zu sehen. Eine Besonderheit sind die in einen Mauerzug integrierten Reliefs von Schilden und Brustpanzern, die Alexander der Große 333 v. Chr. nach der Schlacht von Issos erhalten haben soll. Weitere Exponate zeigt das Archäologische Museum.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Nikitas Nikitas
Nikitas, die historische Hauptort der Halbinsel Sithonia, bietet einen großartigen Blick über den Toroneischen Golf. Den alten Ortskern prägen aus dem 19. Jh. stammende Häuser und die Friedhofskirche. An deren Außenwand sind verblasste Fresken aus dem 16. Jh. zu erkennen.
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft & Natur Lendas Lendas
Viele Jeep-Pisten ziehen sich durch das bis zu 1231 m hohe und noch wenig besuchte Asteroussia-Gebirge. In seinem Südwesten liegt das im Winter fast ausgestorbene Dorf Lendas, ein Ort des Individualtourismus. In griechisch-römischer Zeit soll er als Hafen von Gortys fungiert haben; heute noch zu erkennen sind die Reste eines Heiligtums für den antiken Heilgott Asklipios aus dem 4. Jh. v. Chr. Erhalten ist ein Fußbodenmosaik mit Seepferdchen.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Knossos Knossos
Knossos, die größte der minoischen Palastanlagen Kretas, liegt 5 km südlich von Iraklio. Arthur Evans, der den Palast zwischen 1900 und 1931 freilegte, hat bei der Rekonstruktion auch einen Thronsaal und Prunkgemächer von König und Königin ausgemacht. Teile des einst bis zu fünf Etagen hohen, über 1000 Räume umfassenden und verschachtelten Ensembles, das auf das 2. Jahrtausend v. Chr. datiert wird, ließ Evans nach seiner Sichtweise restaurieren und farbig fassen, so die einst hölzernen roten Säulen und die nur in Bruchstücken aufgefundenen Wandmalereien, deren Originale im Archäologischen Museum in Iraklio bewahrt werden. Zu den schönsten Wandbildern zählen die Greifen und die wagemutigen Stierspringern. Mit dem Palast von Knossos wird der Mythos vom Minotaurus in Verbindung gebracht. König Minos ließ vom Baumeister Dädalus ein Labyrinth für den Minotaurus bauen, ein Ungeheuer halb Mensch, halb Stier, dem alle neun Jahre sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen aus Athen geopfert werden mussten. Der Athener Theseus aber entschloss sich, den Minotaurus zu töten. Bevor er ins Labyrinth ging, gab die Königstochter Ardiadne, die sich in ihn verliebt hatte, ihm ein Fadenknäuel, das er abspulen ließ, um seinen Weg zurück aus dem Labyrinth zu finden. Nachdem er den Minotaurus getötet und die anderen Athener befreit hatte, flohen sie gemeinsam mit Ariadne Richtung Athen. Bei einem Ziwschenhalt auf Naxos ließ Theseus Ariadne  zurück. Der Weingott Dionysos fand sie noch immer schlafend am Strand und erkor sie zu seiner Braut.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Nemea Nemea
Am Rand des kleinen Weinbauerndorfes Archea Nemea wird antike Sportgeschichte lebendig. Im Stadion fanden Panhellenische Spiele statt. Der überwölbte Zugang für die Athleten, die Rillen und Löcher der Startvorrichtungen, steinerne Bänke für die Schiedsrichter und die Grundmauern der Umkleideräume blieben erhalten. Vom mächtigen Zeustempel aus dem 4. Jh. v. Chr. sind der Unterbau und neun dorische Säulen mit Gebälk erhalten. Sie wurden in den vergangenen Jahren wieder aufgerichtet.
Tipp der ADAC Redaktion
Aktivitäten Elafonissi Elafonissi
Elafonissi ist eine Halbinsel 76 km westlich von Chania und 5 km südlich des Kloster Panagia Chrysoskalitissa, an der Südwestspitze von Kreta. Manchmal wird Elafonissi durch eindrigendes Wasser vom Festland getrennt, sodass es wie eine Insel wirkt. Es ist ein Naturschutzgebiet mit Sanddünen, seltenen Pflanzen und Tieren, darunter Meeresschildkröten. Das Meer ist hier türkisblau und der Sand so weiß, dass man meint an einem Karibikstrand zu sein. Von Chania kommt man per Bus hierher.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Vergina Vergina
Die bedeutendste archäologische Stätte Nordgriechenlands wurde 1977 unter einem 13 m hohen Erdhügel mit 100 m Durchmesser entdeckt: vier intakte Grabbauten aus dem späten 4. Jh. v. Chr. sowie ein Heiligtum, Heroon genannt. In einem Grab stand eine goldene Kiste (Larnax) mit den sterblichen Überresten des Bestatteten. Perfekt gearbeitete Grabbeigaben aus Gold und Elfenbein sowie ein elfenbeinernes Porträt wiesen darauf hin, dass es sich um das Grab des makedonischen Königs Philipp II. handelte. Den Deckel der Larnax, mit anderen Grabbeigaben im unterirdischen Museum zu sehen, ziert ein 16-zackiger Stern, heute das Symbol Makedoniens.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Agios Georgios Agios Georgios
Agios Georgios, einer der Hauptorte der Lasithi-Hochebene, präsentiert sich bis heute sehr ursprünglich. Es gibt ein paar Tavernen und Pensionen, doch über Nacht bleibt kaum ein Tourist. Das kleine Volkskundemuseum in einem restaurierten Gehöft neben der Kirche gibt Einblicke in das einfache kretische Leben des 19. und 20. Jh. Ein weiteres Museum informiert über den Politiker Eleftherios Venizelos.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Dafni Dafni
Hinter zinnenbekrönten Mauern steht das Kloster Dafni am Stadtrand von Athen. Die Mosaike aus dem 11. Jh. sind wahre Meisterwerke byzantinischer Kunst und zeigen auf Goldgrund Szenen aus dem Leben Christi. Seit 1990 ist das Kloster UNESCO-Welterbe. Nach einem schweren Erdbeben 1999 wurde es umfassend restauriert.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Akropolis Athen
Schon in der Jungsteinzeit war die Akropolis Burgberg, später Sitz der mykenischen Könige, dann Tempelbezirk. 480 v. Chr. hatten die Perser die Akropolis verwüstet, doch im selben Jahr errangen die Griechen unter der Führung Athens bei der Seeschlacht von Salamis den Sieg. Jahre später ließ Perikles die Heiligtümer erneuern. Bauleiter war der Bildhauer Phidias. Die Propyläen, ein 21 m hohes Torhaus mit Säulenportikus und vorspringenden Flügelbauten, wurden 437-432 v. Chr. errichtet. Die lange Wirkungsgeschichte dieses innovativen Baukomplexes bezeugen Monumente wie das Brandenburger Tor in Berlin und die Propyläen am Münchner Königsplatz. 447-432 v. Chr. entstand der Parthenon, Gipfelpunkt der Klassik. Der dorische Tempel war der Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos geweiht. Für Kultbild und Baudekor war Phidias verantwortlich. 1801 ließ Lord Elgin einen Großteil der Giebelfiguren, Friese und Reliefs nach London bringen, die als Elgin Marbles im British Museum zu sehen sind. Um ihre Rückgabe wird seit Jahrzehnten gestritten. Das Erechteion, ein ionischer Tempel, wurde 421-406 v. Chr. als Kultort für Athena Pollias erbaut. Er umfasst auch ein Heiligtum des Poseidon, Gräber der Könige Kekrops und Erechtheus. Berühmt ist das Erechteion wegen seiner Vorhalle, deren Dach von sechs Frauenfiguren, den Karyatiden, getragen wird. Der ionische Tempel der Athena Nike, der Siegreichen, wird auf 410 v. Chr. datiert. Den Fries mit Götterversammlung und Kampfszenen bewahrt das British Museum. Das Akropolis-Museum zeigt ein Relief von der Balustrade mit der Siegesgöttin Nike. Sie beugt sich herab, um ihre Sandale zu lösen. Das Dionysos-Theater zu Füßen der Akropolis gilt als Geburtsstätte des Schauspiels. Hier feierten im 5. Jh. v. Chr. Stücke von Aischylos, Aristophanes, Sophokles und Euripides ihre Uraufführung. Das Odeion des Herodes Atticus, ein Musiktheater mit überdachtem Zuschauerraum, wurde 161 n. Chr. von einem römischen Philosophen gestiftet. Das einst skulpturengeschmückte Bühnenhaus blieb erhalten. Heute ist das Odeion Schauplatz der Athener Festspiele.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Loutro Loutro
In Loutro, das nicht über geteerte Straßen, sondern nur vom Meer aus zu erreichen ist, sprengt kein Neubau den vorgegebenen Rahmen bescheidener Häuser; Weiß und Blau sind die vorherrschenden Farben fast aller Hotels, Pensionen und Tavernen. Gebadet wird entweder am winzigen Kiesstrand direkt am Ort oder am Glika Nera. Diese Kiesbucht ist über einen Trampelpfad und per Badeboot oder Kanu zu erreichen. Per Linienschiff oder Bootstaxi ist Loutro von Chora Sfakion am besten anzusteuern, per Linienschiff auch ab Sougia und Paleochora.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Koroni Koroni
Die Umgebung Koronis mit ihren Zitronen- und Ölbäumen, Weingärten und Palmen gleicht einem Paradiesgarten. Sogar die venezianische Burg auf dem von alten Häusern umringten Hügelkamm wirkt friedlich. Innerhalb der Burgmauern stehen ein Kloster, Reste einer Basilika und einer Moschee sowie einfache Wohnhäuser. Im Fischerviertel hängen die Netze zum Trocknen aus. Ganz in der Nähe lockt der rötlich schimmernde Zaga-Strand zum Baden.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Falasarna Falasarna
Weißer Sand und niedrige Dünen säumen den Küstenstreifen von Falasarna mit seinen fünf herrlichen Stränden, die auch bei Sonnenuntergang schöne Ausblicke bieten. Einige Pensionen und Tavernen sind locker in der Landschaft verstreut, ein Ortszentrum gibt es nicht. Drum herum wird in Gewächshäusern Frühgemüse, Tomaten, Gurken und Bananen angebaut.  In der Antike befand sich am Nordrand der Ebene eine befestigte Hafenstadt, deren Reste Archäologen freilegten. Die Steinbrüche, in denen das Baumaterial für Mauern und Türme gewonnen wurde, sind dort noch deutlich zu sehen. Allerdings liegt der antike Hafen, durch Landhebung verursacht, heute mehrere hundert Meter landeinwärts.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Chora Sfakion Hora Sfakio
Von Chora Sfakion verkehrt im Sommer eine Schiffslinie über Loutro und Agia Roumeli am Ausgang der Samaria-Schlucht nach Paleochora. Am kleinen alten Hafenbecken versuchen familiäre Fischtavernen sich gegenseitig in der ansprechenden Präsentation ihres Angebots in den Schautresen zu übertreffen. 100 m westlich des Orts wird am winzigen Kieselsteinstrand Vrisi Beach gebadet, 1 km weiter liegt der etwas längere Ilingas Beach.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Platamonas Platamon
200m hoch über dem Meer bewacht die Kreuzfahrerburg von Platamonas seit über 800 Jahren den Übergang von Makedonien nach Thessalien. Zinnenbekrönte Mauern umschließen eine Zitadelle mit achteckigem Bergfried.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Tiryns Tiryns
Tiryns wurde der Sage nach von König Eurystheus regiert, in dessen Dienst Herakles seine zwölf Heldentaten vollbrachte. Vom einstigen Glanz zeugen die Ruinen der Oberburg aus dem 14. Jh. v. Chr., deren Zyklopenmauerwerk aus gewaltigen, ohne Mörtel aneinandergefügten Steinen besteht. Am besten erhalten ist die 30 m lange Ostgalerie, deren Decke einem spitzbogigen Gewölbe ähnelt.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Methoni Methoni
Zusammen mit Koroni war der kleine Fischerort Methoni für die Venezianer ein Eckpfeiler zur Kontrolle des Seewegs zwischen der Ägäis und der Lagunenstadt. Die auf einer ganz flachen, weit ins Meer vorspringenden Halbinsel erbaute Burg zählt zu den größten Griechenlands. Das imposante Bollwerk zeigt neben den unterirdischen Gängen der dicken Befestigungsmauern ein türkisches Bad, eine Zisterne und ein Pulvermagazin. Noch zu Beginn des 19. Jh. verkauften hier die Türken griechische Gefangene auf einem Sklavenmarkt wie zuvor schon die Venezianer islamische Gefangene an Christen verhökerten.
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft & Natur Imbros-Schlucht Imbros
Die am Dorf Imbros beginnende Klamm ist familien- und seniorenfreundlich (allerdings nicht kinderwagen- oder gehhilfentauglich) und fast ganzjährig passierbar. Ihre Wände steigen zwar nur 300 m hoch auf, rücken aber streckenweise ebenso eng zusammen wie in Samaria. Nach 2–3 Stunden und 650 m Höhenunterschied endet die Wanderung im Dorf Komitades. Dessen Tavernenwirte chauffieren ihre Gäste auch zurück zum Fahrzeug im Dorf Imbros, allerdings unversichert und zu überhöhten Preisen. Günstiger ist die Busfahrt von Chora Sfakion aus, das jedoch eine anstrengende, da schattenlose Wanderstunde auf Asphalt entfernt liegt.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Kalavryta Kalavryta
Ein Erlebnis ist die Fahrt mit der Zahnradbahn zwischen Diakofto am Korinthischen Golf und Kalavryta in 700 m Höhe. Der kurze Triebwagenzug ruckelt drei- bis fünfmal täglich über die 1896 eingeweihte, 22 km lange Strecke, für die er je nach Beladung 60 bis 70 Minuten braucht. Er fährt durch urwüchsige Tunnel und unter natürlichen Felsüberhängen entlang, kreuzt mehrmals auf geländerlosen Brücken den wild rauschenden Vouraikos, passiert Wasserfälle und steile Felswände. Am besten unternimmt man die Tour von Kalavryta aus (frühzeitiger Kartenkauf empfohlen), denn für die anderen Attraktionen der Region ist ein Auto erforderlich. Als Nationalheiligtum im Hochtal von Kalavryta gilt das Kloster Agia Lavra. Hier gab Bischof Germanos von Patras am 25. März 1821 das Signal zum griechischen Freiheitskrieg. Eine Gedenkstätte am Ortsrand von Kalavryta erinnert an eine Vergeltungsaktion der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, als deutsche und österreichische Soldaten 696 Männer und männliche Jugendliche aus Kalavryta erschossen, weil Partisanen in dieser Region zuvor 97 Wehrmachtssoldaten grausam getötet hatten. Auf dem Rasen ist zu lesen: »Nein zu Kriegen - Frieden«. Wer wollte sich dem nicht anschließen? Dokumentiert werden die Geschehnisse des Jahres 1943 im Holocaust-Museum an der Fußgängerstraße zwischen Bahnhof und Platía. Es ist in der Schule untergebracht, in der die Frauen und Kinder Kalavrytas während der Vergeltungsaktion der Wehrmacht eingesperrt waren.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Didima Didima
Als Wunder der Natur gelten die beiden Dolinen am Rand von Didima. Durch den Einbruch von Karsthöhlendecken entstanden in der hinter dem Dorf aufragenden Bergflanke Krater von 100 m Durchmesser und 40 m Tiefe. In einen von ihnen führt ein kurzer Tunnel. Eremiten bauten in die Steilwände zwei kleine Kapellen hinein.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Elefsina Elefsina
Steht man zwischen den Ruinen des antiken Demeter-Tempels in Elefsina, blickt man statt auf fruchtbare Natur auf Hafenkräne, Fabrikschlote und Ölraffinerien. Fast könnte man glauben, dies sei die Hölle, zu der nach antikem Glauben von Elefsina aus ein Eingang führte und vor dem die geheimnisvollen Kulthandlungen der Mysterien vollzogen wurden. Ein Besuch hier lohnt nur für archäologisch besonders Interessierte.
Tipp der ADAC Redaktion
Aktivitäten Psili Ammos Beach Psili Ammos
Vom feinsandigen, etwa 15 m breiten und 120 m langem Strand schweift der Blick zum Berg Athos hinüber. Trotz Taverne, Pension und Beach Bar geht es hier für thassische Verhältnisse noch recht ruhig zu.
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft & Natur Kournas-See Kournas
Der Kournas-See, Kretas größter Binnensee an der Nordküste in der Nähe von Georgioupoli, füllt eine Talmulde mit 1,5 km Durchmesser zwischen Hügeln und Bergen, die nur 2 km von der Ägäis entfernt ist. Ein wenig fühlt man sich hier wie in den Alpen. Zum Schwimmen ist der bis zu 64 m tiefe See kaum geeignet, aber man kann Tretboote mieten. Am Ufer und im Dorf Kournás gibt es Tavernen.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Parthenon Athen
447-432 v. Chr. entstand der Parthenon, Gipfelpunkt der Klassik. Der dorische Tempel war der Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos geweiht. Für Kultbild und Baudekor war Phidias verantwortlich. 1801 ließ Lord Elgin einen Großteil der Giebelfiguren, Friese und Reliefs nach London bringen, die als Elgin Marbles im British Museum zu sehen sind. Um ihre Rückgabe wird seit Jahrzehnten gestritten.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Kritsa Kritsa
Am unteren Dorfrand von Kritsa versteckt sich die Kirche Panagia I Kera zwischen Zypressen, Oliven- und Mandelbäumen. Ihre gut erhaltenen Wandmalereien aus dem 13./14. Jh. gleichen einer Bilderbibel. Einer der wohlhabenden Stifter ließ sich samt Frau und Kind an der Nordwand des Nordschiffs in der untersten Reihe abbilden.
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Beliebte Ziele in Griechenland

Wissenswertes

Athos, die autonome Mönchsrepublik, liegt auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki. Das Gebiet umfasst 335 Quadratkilometer und hat etwa 3000 Bewohner, ausschließlich orthodoxe Mönche. Einige leben als Eremiten in den steilen Berghängen. Ihre Einsiedeleien unterstehen wie Mönchsdörfer und Kleinklöster den 20 Großklöstern. Der Besuch ist nur Männern erlaubt. Dies müssen ihre Aufenthaltsgenehmigung in Thessaloniki bei der Vertretung der Mönchrepublik besorgen. Frauen ist der Zutritt verboten, für sie sind der Heilige Berg, die Klöster und ihre Schätze seit dem Jahr 1045 tabu. Die Mönche halten auch am Julianischen Kalender fest, obwohl Griechenland 1923 den allgemein verbreiteten Gregorianischen Kalender eingeführt hat.

Häufig gestellte Fragen

Wer nach Wärme und Sonne sucht, findet in Griechenland von Frühjahr bis Spätherbst eine breite Auswahl an Reisezielen mit Badestränden, sowohl auf dem griechischen Festland und der Peloponnes als auch auf den Mittelmeerinseln. Selbst heiße Sommertage lassen sich am Meer gut aushalten. Baden kann man bis in den Herbst hinein, das von der Sommersonne noch aufgeheizte Wasser ist wärmer als im Frühjahr. Für Athen ist das Frühjahr die beste Reisezeit, im Sommer staut sich die Hitze in der Stadt. Sogar im Winter lassen sich die Sonnenstunden im Freien vor einer Taverne genießen. Auch wenn das mediterrane Klima im Winterhalbjahr am meisten Niederschlag bringt.