Die Basilika Saint-Eutrope in Saintes ist eine der wichtigsten katholischen Wallfahrtsstätten der Stadt Saintes im französischen Departement Charente-Maritime und in der Diözese La Rochelle und Saintes. Am 11. Mai 1886 erhob Papst Leo XIII. die Kirche durch einen Apostolischen Brief zur Basilika minor.
Sie wurde 1081 auf Betreiben des Herzogs von Aquitanien und Grafen von Poitou, Wilhelm VIII., gegründet und 1096 von Papst Urban II. geweiht. Sie ist dem heiligen Eutropius gewidmet, dem Märtyrer, ersten Bischof und Evangelisator der Region. Sein Grab, das sich in der Krypta befindet, wird seit dieser Zeit von zahlreichen Pilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela besucht. Die Abtei von Cluny, der die Kirche von Anfang an anvertraut war, förderte die Gründung eines Priorats mit bis zu zwanzig Mönchen, die für die Feier des Gottesdienstes und die Organisation der Pilgerfahrt zuständig waren. Die Revolution führte zur endgültigen Schließung des Priorats.
Die Kirche, die vom Präfekten Ferdinand Guillemardet als baufällig eingestuft wurde, verlor 1803 ihr Kirchenschiff. Bis dahin war Saint-Eutrope eines der größten religiösen Bauwerke der Region: Ihr Kirchenschiff erstreckte sich über den gesamten heutigen Vorplatz. Sie war auch eines der originellsten, da sie in eine Ober- und eine Unterkirche unterteilt war, mit einem Treppensystem, das in der Mitte des Kirchenschiffs zusammenlief und den Pilgern einen bequemen Durchgang ermöglichte.
Als Meisterwerk der romanischen Kunst der Saintonge vereint Saint-Eutrope auch Elemente anderer Stilrichtungen, wie beispielsweise den Turm (15. Jahrhundert), ein reines Produkt der Spätgotik, der dank einer Spende von König Ludwig XI. errichtet wurde. Als Werk des Architekten Jean Lebas (der auch Bauleiter der Basilika Saint-Michel in Bordeaux war) erreicht sie eine Höhe von fast 80 Metern. Der ebenfalls im gotischen Stil gehaltene Chor stammt aus dem 16. Jahrhundert, und die heutige Fassade, eine sehr schlichte romanische Nachbildung, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Basilika bewahrt zahlreiche äußerst sorgfältig gearbeitete romanische Kapitelle sowie eine Reihe von Glasfenstern aus den Werkstätten Gesta aus Toulouse, Dagrant aus Bordeaux und Léglise aus Paris.
Die Basilika steht seit 1840 unter Denkmalschutz. Sie ist zudem als Teil der Jakobswege in Frankreich in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden.
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