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Domberg

Tallinn, Estland

Auf dem 48 m hohen Domberg, Toompea, residierte bis 1877 der Bischof als landesherrlicher Vertreter, in der autonomen Unterstadt Reval wohnten die Bürger, Kaufleute und Handwerker, deren Rechtsverfassung Lübecker Recht folgte. Hinauf kommt man über steile Treppen, das ›Kurze Bein‹, oder über das sanfter ansteigende ›Lange Bein‹. Den Domberg schützte seit Mitte des 11. Jh. die Ordensburg. Zarin Katharina II. ließ diese 1770 zum Barockschloss umgestalten. Heute tagt hier das Estnische Parlament. Von ehemals vier Wehrtürmen ist nur der Lange Hermann erhalten.

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Tallinn, Dom
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Dom

Tallinn

Anstelle einer Kirche aus Holz entstand 1229 die Domkirche, Toomkirik, aus Stein. Im 14. Jh. wurde diese zur dreischiffigen Basilika aus gebaut und bis ins 15. Jh. gotisch gestaltet. 1778-79 kam der spätbarocke Westturm hinzu. Das Grabmal des schwedischen Statthalters Pontus de la Gardie schuf der Bildhauer Arent Passer 1595. Der Altar und die über 100 geschnitzten Wappenschilder baltendeutscher Adliger im Innenraum entstanden um 1700.
Tallinn, KUMU
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

KUMU

Tallinn

Eine Dependace des Eesti Kunstimuuseum, KUMU, ein Bau des finnischen Architekten Pekka Vapaavuori, wurde 2006 am Rand des Tallinner Stadtparks eröffnet. Estnischer Kalkstein und Granit der Wände und Böden bestimmen das Bild. Das scharfkantige Gebäude besitzt sieben Stockwerke. Auf 5000 m2 Ausstellungsfläche präsentiert es estnische Kunst vom 18. Jh. bis zur Gegenwart und Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst.
Tallinn, Olaikirche
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Olaikirche

Tallinn

Die 1267 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Olaikirche, Oleviste kirik, besitzt das mit 31 m höchste Kirchenschiff im Baltikum. Die Turmspitze ragt 124 m in den Himmel und war ehedem noch höher. Die Kaufl eute wollten mit ihr vorbeifahrende Schiff e locken. Leider zog die Spitze nicht nur Schiffe, sondern auch Blitze an. Zwischen 1625 und 1820 brannte die Oleviste kirik insgesamt acht Mal nieder. Die Innenausstattung im neugotischen Stil stammt von 1839.
Reval, Kiek in de Kök
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Kiek in de Kök

Tallinn

Die Südostecke des Domberges nimmt das Festungsmuseum Kiek in de Kök ein, zu dem gut erhaltene Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung gehören und Einblicke in die militärische Geschichte Tallinns vom 13. bis zum 18. Jh. gewähren. Bestandteile des Museums sind der Kanonenturm Kiek in de Kök und drei weitere Türme, Mägdeturm (Neitsitorn), Marstallturm (Tallitorn), Torturm (Väravatorn), sowie unterirdische Bastionsgänge. ›Kiek in de Kök‹ heißt übersetzt übrigens ›Guck in die Küche‹. Der Turm
Tallinn, Dicke Margarete
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Museen

Dicke Margarete

Tallinn

Die Stadtmauer war ab der zweiten Hälfte des 15. Jh. ein beeindruckender Schutzwall: 2,4 km lang, 16 m hoch, mit 45 Türmen, von denen 26 erhalten sind. Der Wehrturm Paks Margareeta schützte die Stadt zum Hafen und dient heute als Estnisches Seefahrtsmuseum. Der ›Kiek in de Kök‹-Turm, Guck in die Küche, ist heute Stadtmuseum. Aus seinen Fenstern konnte man den Bewohnern der Unterstadt in die Küche und sogar Töpfe schauen.
Tallinn, Nikolaikirche
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Nikolaikirche

Tallinn

Den Bau dieser Kaufmannskirche finanzierten Gilden, die hier auch Waren lagerten. Zur Hansezeit waren multifunktionale Gotteshäuser wie die ab 1320 erbaute Nikolaikirche, Nikuliste kirik, im Ostseeraum verbreitet. Bei Gefahr zogen sich die Menschen zur Verteidigung in diese Kirchenburgen zurück. Die Nikolaikirche wurde 1405-20 zur Basilika erweitert. Heute ist sie Teil Eesti Kunstimuuseum, KUMU. Bedeutende Kunstwerke sind zwei Spätmittelalter-Importe aus der Hansestadt Lübeck: Den Flügelaltar mi
Tallinn, Kadriorg
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Kadriorg

Tallinn

Tallinns grünster Stadtteil gleicht einer Parkanlage. Mitte des 19. Jh. war Kadriorg die große Bühne der Russen. Hier galt es zu promenieren, dinieren und intrigieren, und jeder, der etwas auf sich hielt, hatte hier eine Sommervilla. Schmuckstück von Kadriorg, Katharinental, ist das Barockschloss, Kadrioru loss, das Zar Peter I. 1718 für seine Frau Katharina I. bauen ließ. Die Pläne zeichnete der italienische Baumeister Nicola Michetti. Den Festsaal schmücken Deckengemälde mit Szenen aus den ›Me
Tallinn, Rathausplatz
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Rathausplatz

Tallinn

Seit dem frühen 15. Jh. steht das Rathaus am schönsten und größten Platz Tallinns, Raekoja plats. Von der Spitze des Rathausturms blickt die Figur des Stadtknechts ›Alter Thomas‹ über die Dächer der Stadt. Unter den spätgotischen Rathausarkaden boten im Mittelalter Marktleute ihre Waren an. Innen zeugen der zweischiffige Bürgersaal mit bemalten Pfeilern und der Rats saal mit geschnitzten Friesen und verzierten Ratsherrenbänken vom Glanz der Hansezeit. Im früheren Ratsgefängnis hinter dem Rathaus
Tallinn, Estnisches Freilichtmuseum
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Estnisches Freilichtmuseum

Tallinn

Das Freilichtmuseum, Eesti Vabaõ humuuseum, zeigt etwa 80 Gebäude, die aus allen Regionen Estlands zusammengetragen wurden. Mit den reetgedeckte Bauernhäusern, Ställen, Scheunen und Mühlen vermittelt es einen guten Eindruck vom Alltagsleben des 18.-20. Jh.
Tallinn, Estonia-Denkmal
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Estonia-Denkmal

Tallinn

Das Denkmal am Rande der Altstadt erinnert an den Untergang der Fähre Estonia am 28. September 1994. Die von Riho Luuse und Jaan Saar aus schwarzem Granit gefertigte Skulptur trägt den Titel ›Katkenud liin‹, unterbrochene Linie. Das fehlende Mittelstück steht für das plötzliche Lebensende.
Tallinn, Heiliggeistkirche
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Heiliggeistkirche

Tallinn

Lange Zeit war sie die Kapelle des Rathauses, später Hauptkirche der Estnisch sprechenden Bevölkerung der Stadt. Die Anfang des 14. Jh. erbaute Heiliggeistkirche, Pühavaimu kirik, mit dem spitzen Turm birgt einen berühmten von Bernt Notke 1483 gefertigten Flügelaltar. In meisterlicher Holzschnitzkunst zeigt er die Krönung Mariä, die hl. Elisabeth und den hl. Viktor.
Reval, Mikkel Museum
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Mikkel Museum

Tallinn

Das Museum liegt im Park des Schlosses Kadriorg und hat eine große Sammlung von westeuropäischen, russischen und chinesischen Gemälden und Porzellanstücken aus der Zeit vom 16. bis 20. Jh.
Tallinn, Alexander-Newski-Kathedrale
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Alexander-Newski-Kathedrale

Tallinn

Die 1894-1900 erbaute Aleksander Nevski Katedraal fiel so pompös aus, weil die Russen mit diesem Bau ihre Herrschaft über die Stadt manifestieren wollten. Fünf Zwiebeltürme krönen den prächtigen Bau. Das Innere birgt Mosaiken und Glasmalereien und drei üppig vergoldete Ikonostasen mit Heilgenbildern.
Tallinn, Orthodoxe Kirche St. Nikolai
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Orthodoxe Kirche St. Nikolai

Tallinn

In der neoklassizistischen Nikolaikirche versammelt sich die russisch-orthodoxe Gemeinde der Tallinner Innenstadt. Der Kuppelbau mit zwei Glockentürmen wurde 1820-27 nach Plänen des St. Petersburger Hofarchitekten Luigi Rosca gebaut. Innen birgt sie eine goldene Ikonostase aus dem 19. Jh.
Tallinn, Viru-Tor
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Tallinn

Tallinn

Tallinn zieht mit seinem historischen Kern und den pulsierenden Vierteln wie Kalamaja Besucherinnen und Besucher in seinen Bann. Das mittelalterliche Zentrum – seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe – und das moderne Flair der Hauptstadt Estlands versprühen eine einzigartige Atmosphäre und bilden ein perfektes Urlaubsziel für einen Städtetrip. Dabei gibt es nicht nur für Geschichtsinteressierte zahlreiche lohnenswerte Sehenswürdigkeiten. Auch Kultur-Fans kommen in Museen und Galerien auf ihre Kosten.
Tallinn, Drei Schwestern
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Drei Schwestern

Tallinn

An Tallinns Pikk-Straße stehen seit 1362 die drei schönsten giebelständigen Speicherhäuser der Stadt einträchtig wie Schwestern beieinander. In der Hansezeit vereinten sie Wohnräume, Lager und Kontor, heute dienen sie als Designhotel.
Tallinn, Sängerfestplatz
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Sängerfestplatz Tallinn

Tallinn

Gegenüber dem Schloss Kadriorg auf der anderen Seite der Narva maantee liegt der Sängerfestplatz, der ein Drittel der estnischen Bevölkerung fasst. Die 1960 errichtete Sängertribüne ähnelt einer riesigen Muschel. Hier kam es während der ›Singenden Revolution zu bewegenden Bekundungen estnischen Unabhänigkeitswillens gegen die sowjetische Herrschaft.
Tallinn, Telliskivi
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Telliskivi

Tallinn

Die Straße Telliskivi, zu Deutsch Ziegelstein, gab dem ganzen Viertel hinter dem Bahnhof den Namen. Seit einigen Jahren ist die Gegend das hippste Ausgehviertel der Stadt. Aber nicht nur am Abend, denn in die alten Fabrikgebäude sind Cafés und Restaurants, Designläden, Start-ups, Theater und kleine Läden eingezogen. Und jeden Samstag erweitert ein Flohmarkt das ohnehin bunte Angebot.
Tallinn, Haus der großen Gilde
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Haus der großen Gilde

Tallinn

Die Pikk Tanäv, der mittelalterliche Weg zwischen Hafen und Altstadt, führt zum Haus der Großen Gilde (15. Jh). Dessen Pracht zeugt vom Einfluss der Mitglieder, verheirateten deutschen Kaufleuten, die den Stadtrat kontrollierten. Heute zeigt das Estnische Historische Museum in dem stattlichen Gebäude eine spannende Ausstellung zur Geschichte Estlands, der Gilde und des Hauses.
Tallinn, Schifffahrtsmuseum
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Schifffahrtsmuseum

Tallinn

Die ehemaligen Hangars (1916/17) für Wasserflugzeuge begeistern durch die Betonschalenkonstruktion der Hallen, mit einem U-Boot und der multimedialen Ausstellung über die estnische Seefahrtsgeschichte. Auch das an den Lennusadam angrenzende Viertel Ka­la­maja lohnt wegen der charmanten Holzhäuser (19. Jh.) einen Bummel.
Tallinn, Katharinenpassage
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Katharinenpassage

Tallinn

Die schmale kopfsteingepflasterte Katariina Käik ist bei den Touristen sehr beliebt. In der Gasse haben Kunsthandwerker ihre Läden und Werkstätten, deren Tradition ins 15.-17. Jh. zurückgeht.
Domberg entdecken

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