Der Largo do Carmo liegt im historischen Stadtviertel Chiado in Lissabon und ist mit seinen Cafés, Bänken unter schattigen Bäumen und dem zentralen Brunnen ein beliebter Treffpunkt. An der Ostseite des malerischen Platzes ragen die Ruinen der Igreja do Carmo auf. Die Kirche des Kameliterklosters Convento do Carmo wurde bei einem Erdbeben Mitte des 18. Jahrhunderts fast vollständig zerstört. Ein Teil des Gebäudes beheimatet heute das Museu Arqueológico do Carmo.
Largo do Carmo – ein Platz voller Leben und Poesie
Heute ist der Largo do Carmo in Lissabon ein Platz zum Verweilen. Die zahlreichen Bauten im Pombalino-Stil zeugen vom Wiederaufbau nach dem Erdbeben. Der Brunnen Chafariz do Carmo in der Mitte begeistert mit kunstvollen klassizistischen Formen. Beeindruckend sind die Ruinen der Klosterkirche des Karmeliterklosters. Nach dem Erdbeben begannen Wiederaufbauarbeiten, die jedoch wieder eingestellt wurden. Die Kirche blieb als Ruine erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde in einem Teil des Klosters das Archäologische Museum untergebracht. In der Kirchenruine finden in den Sommermonaten kulturelle Veranstaltungen statt.
Der Largo do Carmo in der jüngeren Geschichte
Auch in der jüngeren Geschichte stand der Largo do Carmo im Mittelpunkt. Während der Nelkenrevolution in den 1970-er Jahren verschanzte sich der Premierminister Marcello Caetano in der Kaserne der Guarda Nacional Republicana. Nach Verhandlungen ergab er sich den Truppen der Revolutionsbewegung. Das Geschehen am Largo do Carmo läutete mit weiteren Aktionen der Revolutionäre das Ende der Diktatur in Portugal ein. Der 25. April wird als Tag der Freiheit gefeiert, in der Kaserne befindet sich heute das Museu da Guarda Nacional Republicana.