Zwischen den Kriegen war Juodkrante die Lieblingssommerfrische der Deutschen aus Klaipėda. Bis heute verströmt es mit seinen hölzernen Villen und gepflegten Gärten einen Hauch bürgerlicher Vornehmheit. Im Süden der Siedlung stehen einige alte Fischerhäuser, bewacht von der Kirche, deren gedrehte Turmspitze ein Loch in den Himmel zu schrauben scheint. Vogelfreunde zieht es zu den Reiherbergen von Juodkrante: In dieser größten Reiherkolonie Europas nisten bis zu 500 Graureiher und 1500 Kormorane.
Der Hexenpfad, Raganu kalnas, startet in der Ortsmitte und ist gesäumt von skurrilen Holzskulpturen: Künstler haben Hexen, Dämonen und Geister nach litauischen Sagen und Märchen geschnitzt und hier aufgestellt.