Den schmucken Bahnhof (1904) im Stil der flämischen Renaissance zieren außen grauer Basalt- und weißer Kalkstein. Die Südwestecke nimmt ein 37 m hoher Uhrturm ein. Die Haupthalle begeistert durch einen farbigen Mosaikboden, eine umlaufende Galerie mit filigranem Geländer und eine Stuckdecke.
Die Planung der Stadt Dunedin erfolgte, wie bei der Erschließung Neuseelands im 19. Jh. üblich, in London. Man überzog das Stadtgebiet mit einem schachbrettartigen Straßennetz - ohne Rücksicht auf die Topografie. Ausbaden mussten das die Straßenbauer und Anwohner vor Ort. Wäre die Baldwin Street asphaltiert, könnte an einem heißen neuseeländischen Sommertag der Belag schmelzen und die Straße hinunterlaufen. Daher erhielt sie eine Oberfläche aus Beton. Im Januar 2000 stellte der Deutsche Thomas Hugenschmidt mit seinem Fahrrad bergab einen Geschwindigkeitsrekord von 117,3 km/h auf. Die Straße erreicht an ihrer steilsten Stelle eine Steigung von 35 Prozent, das heißt, dass sie pro 100 m in waagerechter Richtung 35 m an Höhe zunimmt.
1871 öffnete am Nordrand der City die erste Hochschule Neuseelands ihre Tore. Heute beleben rund 20.000 Studenten die neugotischen Gemäuer mit dem markanten Clocktower (362 Leith Street).