Telegraph Cove

Telegraph Cove, Kanada
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Viele der Holzgebäude dieser winzigen Siedlung stehen auf Pfählen am oder im Wasser und sind durch die Planken des Boardwalk verbunden. Vor 100 Jahren wurde der Ort als Telegrafenstation gegründet und zählt auch heute nicht viele Einheimische - erst die Saisongäste erhöhen die Einwohnerzahl. Wer hierher kommt, möchte fischen oder Orcas bewundern: Die schwarz weißen Schwertwale sind besonders im Sommer gut in der Johnstone Strait zu beobachten. Zum Rubbing Beach in der Robson’s Bight kommen die Orcas, um sich im Sand den Bauch zu reiben (Plätze auf Ausflugsbooten reservieren).

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Nationalparks in British Columbia: Die große Show von Bär, Wal & Co.

Für die meisten Besucher sind die aufregendsten Bewohner wohl die Bären in British Columbia. Das Fell der Schwarzbären kann von pechschwarz bis blond alle Schattierungen haben, das der Kermode-­Bären in entlegenen Gebieten kann sogar schneeweiß sein. Die Ureinwohner verehren die Tiere als ›spirit bears‹ (Geisterbären). Grizzlybären haben einen runderen Kopf als Schwarzbären, ihr Name weist auf die silbrigen Spitzen im Fell ausgewachsener Tiere hin. Angeblich soll bis zu einem Viertel aller Grizzlys in British Columbia leben – was aber nicht bedeutet, dass sich der nord­amerikanische Vertreter des Braunbären häufig sehen lässt.  Von Menschen und Tieren Kommt es allerdings zu einer Begegnung mit Bären, heißt die Devise ›Nicht wegrennen!‹, denn das weckt ihren Jagdinstinkt – Bären können so schnell laufen wie Rennpferde. Stehenbleiben und sich mit ruhiger, lauter Stimme als Mensch zu erkennen geben, ist besser. Angriffe sind selten; erkundigen Sie sich aber in den Touristeninformationen nach der aktuellen Bären­situation und nach Vorsichtsmaßnahmen. Wichtig ist es in jedem Fall, sich von Wildtiernachwuchs fernzuhalten. Ein Elch ist kein elk Der Elch (moose) ist als größte Hirschart der zweite Landtier-Star. Obwohl Elche primär den Norden von British Columbia bevölkern, sollte man auf allen Straßen auf ihr ­plötzliches Auftauchen gefasst sein, auf Wildwechsel sowieso. Wapitihirsche (elks) kommen in Richtung Rocky Mountains vor und sind als zweitgrößte Hirschart ebenfalls ein stolzer Anblick. Zwischen August und Oktober ist ihre Brunftzeit, dann gilt es, noch mehr Abstand zu ihnen zu halten als sonst – das gilt natürlich auch für Elche.  Links Rentiere, rechts Orcas Selten sind die Rentiere (caribous), die erst weiter nördlich und nordwestlich vorkommen. Zu den Rockies hin liegt die Heimat der Bighorn-Schafe und Bergziegen, mit etwas Glück sind sie auf dem Icefields Parkway zu sehen. Wer zum Skifahren an der Westküste weilt, sollte von Mitte November bis Mitte Februar in ­Brackendale bei Squamish vorbeischauen. Über 3000 Weißkopfsee­adler versammeln sich jährlich dort, um Lachs zu jagen. Am Pazifik können Sie spannende Meeressäugetiere bewundern. Die spektakulärsten sind ausnahmsweise einmal nicht die größten: Als ›Killerwale‹ stehen die Orcas  zwangsläufig unter Beobachtung. Die bis zu 10 m langen Säuger mit ihrer charakteristischen Schwarz-Weiß-Färbung und der großen Rückenflosse sind die größten Mitglieder der Delfin-Familie. Nicht alle machen ihrem reißerischen Namen Ehre, sondern ernähren sich von Lachs, aber manche verschmähen auch Robben und Delfine nicht. Besonders gut zu beobachten sind sie vor Vancouver Island, wo u.a. von ­Telegraph Cove, vom benachbarten Port McNeill und von Tofino aus ­Whale Watching angeboten wird. Dort geht es auch auf Grauwaljagd mit der Kamera, wenn die riesigen Tiere in der Nähe der Küste ihre Futtergründe aufsuchen – im Frühjahr sind sie auf der Reise von ihren ›Kinderstuben‹ an der Westküste Mexikos hinauf bis nach Alaska. Sie können 36 t wiegen und werden bis zu 15 m lang; sie sind am ›Walblas‹ (spout) zu erkennen, der bis zu 6 m hohen Wasserdampffontäne, die beim Ausatmen entsteht. Filtern statt Kauen Im Gegensatz zu den Orcas haben Bartenwale keine Zähne, mit ihren Hornplatten (Barten) filtern sie Krill und Plankton aus dem Meer. Nur der Grauwal nicht: Er schlürft baggerschaufelgroße Portionen Meeresboden und siebt dann die begehrten Bewohner einfach aus.
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Abenteuer Bahnfahren in British Columbia

Durchdringende Signale der Lokomotiven sind der typische Klang dieser Gegend; nicht selten sind bei Güterzügen mehr als 100 Waggons zu zählen. Der Anschluss der Provinz British ­Columbia an das ­kanadische Streckennetz war eine Voraussetzung ­dafür, dass sie im letzten Viertel des 19. Jh. der kanadischen Föderation und nicht den USA beitrat. Die Canadian Pacific Railway wurde 1881–85 unter gro­ßen Anstrengungen gebaut. Tausende Arbeiter, viele von ihnen Chinesen, schufteten für einen sehr geringen Lohn, während sich ­Ingenieure über die Routenführung den Kopf zerbrachen.  Komfortabel durch die Berge Lust auf eine entspannte Bahnfahrt? Der Skeena verkehrt zwischen Jasper in den Rocky Mountains und Prince Rupert am Atlantik (Infos und Tickets unter viarail.ca).  Whistler und Vancouver verbindet der Whistler Mountaineer auf dem aussichtsreichen Sea-to-Sky Corridor, eine Alternative zum vollen Highway. Der berühmte Rocky Moun­tai­neer fährt auf der Yellowhead-Route in zwei Tagen über Kamloops nach Jasper; die gleiche Zeit braucht er auf der Kicking-­Horse-Route nach Banff und Calgary. Die Reise lässt sich auf eine Woche ausdehnen, dann geht es von Vancouver über Whistler nach Jasper und von dort über Kamloops zurück (rockymountaineer.com).  Wer sich auch noch den luxuriösen ›GoldLeaf Service‹ gönnen möchte, kann die großartige Tour im Panoramawagen genießen. Neben Speisen und Getränken ist dann auch eine ­Begleitung an Board, die Wissenswertes zu erzählen weiß. 
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Kanadische Küche: fangfrisch aus dem Meer

Besonders Lachs (salmon) und Heilbutt (halibut) stehen mit schöner Regelmäßigkeit auf dem ›menu‹, der Speisekarte in den Restaurants. Am besten sind die beiden frisch gegrillt und ohne viel Schnickschnack; natürlich sind in den feineren Küchen auch Variationen an der Tagesordnung. Restaurants, die sich – ›ocean wise‹ – einer nachhaltigen Nutzung des Meeres und seiner Bewohner verpflichtet fühlen, führen einen weißen Fischkopf auf goldenem Quadrat auf ihren Speisekarten. Zudem findet sich hier die pazifische ›Fusion Cuisine‹, die gern mit Kücheneinflüssen aus Fernost arbeitet. Dass die Produkte dabei frisch und vorrangig aus der Region zu sein haben, versteht sich von selbst. Aber auch bodenständige Gaumen sind hier richtig: Die Hot Dogs der Straßenstände von Vancouver haltem jedem Vergleich mit ihren Verwandten aus den USA stand, und in Victoria braucht niemand lange nach deftigen Fish & Chips zu suchen.  Im Landesinneren stehen die Zeichen überwiegend auf All-American ­Food: Steaks, Sandwiches, Hamburger, dazu auch einmal Wild wie Hirsch, ­Karibu oder Bison machen das fleischlastige Angebot beim Essen­gehen aus. Ein Dessert zum Verlieben Zum Nachtisch gibt es, besonders auf Vancouver Island, eine einheimische Spezialität: Nanaimo Bar, das auf den ersten Blick aussieht wie Tiramisu. Es vereint eine Teig-, eine Pudding- und eine Schokolade-Nuss-Kokosschicht zu einem süßen knusprigen Dreiklang. Auch Ahornsirup ist beliebt, ob kalt über die Pancakes gegossen oder heiß in den Schnee – dann heißt es Tire dérable sur la neige.  Die Auswahl an nichtalkoholischen Durstlöschern ist kaum überschaubar: Wasser von still bis ­sprudelnd oder ›angereichert‹ als ­Sportgetränk, äußerst zahlreiche Soft Drinks mit mehr oder weniger Zucker und Koffein und gute, wenn auch teure Fruchtsäfte füllen die Supermarktregale. Bierliebhaber finden die großen kana­dischen Marken Molson, Moosehead und Labatt sowie das beliebte BC-Bier ­Kokanee vor. Einen Versuch lohnen die meist aromatischeren Produkte von Microbreweries wie der kleinen Nelson Brewing Company.  Außerdem wird in Kanadas Westen auch Wein angebaut. Das milde Klima des Okanagan Valley sorgt dort für Geheimtipp-Weine (okanaganwines.ca), und viele Winzer am Okanagan Lake von Kelowna bis Osoyoos heißen Besucher und Einkäufer zum Probieren gerne willkommen.
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First Nations - kulturelle Vielfalt im Westen Kanadas

Im Westen Kanadas herrscht auch die größte kulturelle Vielfalt, allein sieben der elf india­nischen Sprachfamilien haben hier ihre Wurzeln. In den Provinzen British Columbia und Alberta leben rund 280000 Menschen mit indigener Herkunft. Für den Reisenden unsichtbar: Große Flächen British ­Columbias scheinen dem Staat zu ›gehören‹ (crown land), ältere Ansprüche aber haben die schon viel länger ansässigen Ureinwohner (aboriginal title). Im Gegensatz zu den ­anderen Landesteilen haben die Stämme in British Columbia niemals zuvor Verträge mit der Regierung geschlossen: So ist der Staat Kanada, aber auch die Provinz, hier stärker gefordert, Land- und Rohstoffeigentümerschaft zu klären. Laut Gesetz müssen sie dabei die Belange der First Nations berücksichtigen.  Das war nicht immer so in British Columbia, aber seit den 1970er- Jahren dürfen auch die First ­Nations den obersten Gerichtshof Kanadas anrufen. Gestärkt durch den Constitution Act von 1982 haben seitdem einige Prozesse den Anspruch der Ureinwohner auf ihr Land bestätigt.  Anspruch gestärkt 2008 gab es eine vermutlich bahnbrechende, da außergerichtliche Entscheidung: Ein Projekt der Kemess North Mine wurde von Kanada und der Provinz British Columbia als »nicht im öffentlichen Interesse liegend« abgelehnt. Die Gesellschaft wollte einen den Tse Keh Nay and Gitxsan heiligen See in ihrem Gebiet mit giftigem Abraum auffüllen.
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