Manneken Pis (niederländisch für "Kleiner pinkelnder Mann"; niederländisch: [ˌmɑnəkə(m) ˈpɪs] ) ist eine 55,5 cm hohe Brunnenskulptur aus Bronze im Zentrum von Brüssel, Belgien, die einen puer mingens darstellt; einen nackten kleinen Jungen, der in das Becken des Brunnens uriniert. Obwohl seine Existenz bereits für die Mitte des 15. Jahrhunderts bezeugt ist, wurde das Manneken Pis von dem brabantischen Bildhauer Jérôme Duquesnoy dem Älteren neu gestaltet und 1619 aufgestellt. Die steinerne Nische im Rocaille-Stil stammt aus dem Jahr 1770. Die Statue wurde im Laufe ihrer Geschichte wiederholt gestohlen oder beschädigt. Seit 1965 wird eine Nachbildung ausgestellt, während das Original im Brüsseler Stadtmuseum aufbewahrt wird.
Manneken Pis ist eines der bekanntesten Symbole Brüssels und Belgiens, das zahlreiche Legenden sowie zahlreiche Nachahmungen und ähnliche Statuen im In- und Ausland inspiriert hat. Die Figur wird regelmäßig verkleidet und ihre Garderobe besteht aus rund tausend verschiedenen Kostümen. Seit 2017 werden sie in einem eigenen Museum namens GardeRobe MannekenPis ausgestellt. Aufgrund seines selbstbestimmten Charakters ist das Manneken Pis auch ein Beispiel für Belgitude (französisch; wörtlich "Belgianness") und für den in Brüssel beliebten Volkshumor (Zwanze).
Das Manneken Pis befindet sich etwa fünf Gehminuten vom Grand-Place/Grote Markt (dem Hauptplatz von Brüssel) entfernt, an der Kreuzung der Rue du Chêne/Eikstraat und der Fußgängerzone Rue de l'Étuve/Stoofstraat. Der Standort wird von der Premetro-Haltestelle Bourse/Beurs (Linien 3 und 4) sowie von der Bushaltestelle Grand-Place/Grote Markt (Linien 33, 48 und 95) angefahren.
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