2 km nordwestlich von Phaistos, der größten minoischen Palastanlage der Messara-Ebene, erstreckt sich mit Agia Triada ein weiterer, kleinerer Komplex aus minoischer Zeit, der ab 1902 durch italienische Archäologen freigelegt wurde. Die Ausgrabung trägt den Namen der auf dem Gelände stehenden mittelalterlichen Kapelle Agia Triada (Heilige Dreifaltigkeit). 61 Stufen führen durch ein schattiges Wäldchen hinunter zu den einst mit Fresken geschmückten Räumen aus dem 16. Jh. v. Chr. und auf einen länglichen Marktplatz aus der sich anschließenden mykenischen Epoche. Auf der Ostseite war er von acht deutlich erkennbaren Läden, auf der Westseite von mykenischen Wohnhäusern gesäumt. Die neuen mykenischen Herrscher residierten in einem für ihre Zeit typischen Megaron, das sie über den Ruinen des minoischen, auch als Villa bezeichneten Baus anlegen ließen.