Die rumänische Hauptstadt Bukarest ist ein stark unterschätztes Urlaubsziel. Das einstige „Paris des Ostens“ bietet eine Fülle prachtvoller neobarocker Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert und vielfältige Museen, die nach und nach restauriert wurden. Sie bilden einen reizvollen Kontrast zu den stalinistischen Bauten der Nachkriegszeit, darunter der monumentale Parlamentspalast von Diktator Nicolae Ceausescu.
Bummel durch Bukarest: Routenplaner für die Highlights
Die meisten Sehenswürdigkeiten drängen sich in der Altstadt Lipscani, die sich mit der Karte gut zu Fuß erkunden lässt. Ausgangspunkt ist der monumentale alte Königspalast von Bukarest, der bis 1937 für den letzten rumänischen König Michael I. erbaut wurde. Von hier führt die Haupteinkaufsstraße Calea Victoriei zum Ufer der Dambovita. Zu ihren Highlights gehören die orthodoxe Kirche Stavropoleos aus dem 17. Jahrhundert und die wunderschöne Einkaufspassage Pasajul Macca-Villacrosse aus dem Jahr 1891. Am Ende winkt der Gasthof des Manuc (Hanul lui Manuc) am Vereinigungsplatz, ein seit 1808 existierendes, mehrfach restauriertes Hotel, in dem immer wieder wichtige politische Treffen stattfanden.
Weitere Sehenswürdigkeiten von Bukarest: Reisetipps jenseits des Zentrums
Der Stadtplan hilft dabei, weiter verstreute Attraktionen wie den Triumphbogen am Nordrand der Innenstadt und Schloss Cotroceni im gleichnamigen Stadtviertel zu finden. Einst diente der Bau der rumänischen Königsfamilie als Sommersitz, heute fungiert er als Amtssitz des Präsidenten und steht teilweise als Museum zur Besichtigung offen. Eine weitere architektonische Perle ist das von einer Kuppel gekrönte Athenäum, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier gibt die Staatsphilharmonie regelmäßig Konzerte.