Das 1917 von Hugo Eberhardt in der einst florierenden Lederstadt Offenbach gegründete Deutsche Ledermuseum ist das weltweit einzige Museum, das ausschließlich alles rund um das Thema Leder, in jüngster Zeit auch alternative Materialien, sammelt und präsentiert. Das ursprünglich als Beispielsammlung historischer Vorbilder für die Ausbildung junger Designer, Handwerker und Lederwarenproduzenten gedachte Museum verfügt heute mit mehr als 30.000 Exponaten über einen weltweit einzigartigen Bestand aus sechs Jahrtausenden und fünf Kontinenten. Die Vielfalt von Leder - einer der ältesten Werkstoffe - wird in den Ausstellungen durch Alltags- wie Luxusobjekte erfahrbar. Was dient den Menschen unterschiedlicher Ethnien seit der Urzeit bis heute zum Schutz wie auch zum Schmuck? Koptische Schuhe, Kindertragen der Comanchen, barocke Minnekästchen, Ledertapeten, Rüstungen der Samurais und Parkas der Inuit bis hin zu Krokodilledertaschen aus Offenbacher Produktion, Seidenstiefeln der Kaiserin Sissi oder Sneakers mit einer Sohle aus recyceltem Kaugummi zeugen von der Bandbreite der Sammlung des DLM.