Das beschauliche Bergdorf Katoomba ist das touristische Zentrum der Blue Mountains. Es liegt in 1017 m Höhe auf einem Sandsteinplateau über dem weiten Jamison Valley.
Ende des 18. Jh. kamen die ersten europäischen Siedler in die Blue Mountains. Seinen Namen verdankt das Gebirge den bläulichen Schleiern, die es umhüllen, weil sich das Sonnenlicht in den ätherischen Ölen, die von den Blättern der Eukalyptusbäume aufsteigen, bricht. Tiefe, von nacktem Sandstein überragte Schluchten, in denen ungezähmte Flüsse rauschen, durchziehen die Blue Mountains. Deshalb gelang es den Europäern erst im Jahr 1813, das bis zu 1200 m hohe Gebirge zu überwinden. Und trotz Straßen und Eisenbahnlinie blieb es großenteils fast unberührt. So im 1959 gegründeten Blue Mountains National Park rund um Katoomba. Viele Wanderwege führen durch die aufregende Naturlandschaft.
Die kleine Ortschaft Wentworth Falls ist nach den nahen Wasserfällen benannt. Aus den dichten Wäldern auf dem Kings Tableland-Plateau ergießen sie sich in das fast 300 m tiefer gelegene Jamison Valley. Eine wunderbare Aussicht auf das tosende Wasser bietet Wentworth Falls Reserve. Von hier dauert der Fußmarsch zu den Wasserfällen 20 Minuten. Zum weit über die Schlucht hinausragenden Felssporn Fletcher Lookout sind es weitere 30 Minuten.
Im Blue Mountains Heritage Centre etwas außerhalb von Blackheath erhalten Besucher detaillierte Informationen über die einzigartige Naturlandschaft. Das Personal hält zudem Vorschläge für kurze und längere Wanderungen sowie Kartenmaterial bereit. Wenige Meter hinter dem Heritage Centre geht die Asphaltstraße in eine staubige Piste über, die am Govetts Leap Lookout endet. Von ihm schweift der Blick über kahle Sandsteinwände, zu deren Füßen dichte Wälder gedeihen.