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Jesuit Church, Molsheim

Molsheim

Die ehemalige Jesuitenkirche (Église des Jésuites) ist die Pfarrkirche Sainte-Trinité-et-Saint-Georges (elsässisch: Sànkt-Georg- und Dreifàltigkeitskirich), die das wichtigste römisch-katholische Heiligtum von Molsheim, Frankreich, und das wichtigste Kirchengebäude des Rheintals aus dem 17. Die Kirche wurde zwischen 1615 und 1617 von dem deutschen Architekten Christoph Wamser erbaut und am 26. August 1618 geweiht. Die Jesuitenkirche von Molsheim gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der gotischen Survival-Architektur oder, wie es auf Deutsch heißt, de:Nachgotik. Sie steht seit 1939 auf der Liste des französischen Kulturministeriums als Monument historique. 1580 wurde das Jesuitenkolleg in Molsheim gegründet und 1765 aufgelöst. Zwischen 1618 und 1704 diente es als wichtigste Universität des Elsass und war damit der lutherischen Universität Straßburg in ihrer Bedeutung voraus. Der Bau der Kirche wurde vom Bischof von Straßburg, Erzherzog Leopold V. von Österreich, finanziert, der am Tag seines Namenspatrons, dem 15. November 1614, eine Spende machte. Obwohl eine Kapelle im Inneren Ignatius von Loyola gewidmet ist, war die Kirche von Anfang an der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Sie wurde zur Pfarrkirche von Molsheim und 1791 dem Heiligen Georg geweiht, nachdem die frühere Pfarrkirche der Stadt, die frühere Église Saint-Georges, auf dem heutigen Marktplatz (Place du marché) abgerissen worden war.Die Ausmaße der Kirche sind beachtlich, insbesondere im Verhältnis zur geringen Größe der Stadt: Der Innenraum ist 70 m lang, das Kirchenschiff ist 25 m breit und 20 m hoch. Der Chor misst 19,5 m (64 ft) mal 11 m (36 ft), die Turmspitze ist 45 m (148 ft) hoch. Die Gesamtlänge der Kirche, einschließlich Kirchturm und Sakristei, beträgt 82,5 m. Unter den zahlreichen Ausstattungsstücken im Inneren des reich verzierten Gebäudes stechen die barocke St. Ignatius-Kapelle (1621-1630) im nördlichen Querschiff und die Rokoko-Kapelle Unserer Lieben Frau (1748) im südlichen Querschiff am meisten ins Auge. Ein weiterer Stolz der Kirche sind die Pfeifenorgel von Johann Andreas Silbermann aus dem Jahr 1781 und das monumentale spätgotische Kreuz (1480), das 4,5 m hoch und 2,5 m breit ist und aus dem ehemaligen Kartäuserkloster der Stadt stammt.



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67120 Molsheim, Frankreich

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