Die John-Lennon-Mauer ist eine Wand, die früher nur eine von vielen war, die man an jedem Gebäude im Stadtteil Malá Strana in der tschechischen Hauptstadt Prag finden konnte. Seit Anfang der 1980er Jahre trägt sie diesen Namen, weil sie ständig mit neuen, von John Lennon inspirierten Graffiti und mit Stücken aus Beatles-Songs verziert wird.
Die Mauer befindet sich auf dem Velkopřevorské náměstí-Platz, gegenüber dem Buquoy-Palast, in dem die französische Botschaft untergebracht ist, und gehört den Rittern des Malteserordens, die ununterbrochen neue Graffiti auf die Mauer malen lassen.
Der Ursprung der Mauer, wie sie heute bekannt ist, geht auf das Datum der Ermordung von John Lennon im Jahr 1980 zurück. Der Beatle wurde von Pazifisten in Mittel- und Osteuropa als Held verehrt, als die kommunistischen Behörden in diesen Ländern sogar das Abspielen seiner Lieder wegen ihrer subversiven Botschaft verboten.
Nach Lennons Tod erschien ein Porträt des Künstlers an der Wand, zusammen mit Graffiti mit Sprüchen, die sich gegen die Behörden richteten. Die kommunistische Polizei versuchte, die Graffiti zu entfernen, aber jedes Mal, wenn sie dies versuchte, wurden die Graffiti wiederholt, wobei Stücke von Beatles-Liedern ebenso auftauchten wie Zeichnungen von Blumen, pazifistische Botschaften und andere Ausdrucksformen der Jugend jener Zeit. Auch die Installation nächtlicher Überwachungskameras konnte nicht verhindern, dass die Graffiti bei jeder "Reinigung" durch die Behörden wiederholt wurden.
Heute wird die Mauer nicht nur als Denkmal für Lennon verstanden, sondern auch als Mahnmal für die Meinungsfreiheit und die gewaltlose Rebellion der tschechischen Jugend gegen ein autoritäres Regime.
Im Jahr 1998 musste die ursprüngliche Mauer aufgrund ihres schlechten Zustands restauriert werden, aber nach der Restaurierung tauchten die Graffiti sofort wieder auf.
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