Der Palais Rohan wurde zwischen 1771 und 1784 als erzbischöfliche Residenz für Ferdinand Maximilien Mériadec de Rohan erbaut. Der Architekt Richard-François Bonfin entwarf den Bau im neoklassizistischen Stil mit symmetrischer Fassade, Ehrenhof und formalen Gartenanlagen. Die Baukosten überschritten die Mittel des Erzbistums erheblich und zwangen Rohan zum Verkauf angrenzender Grundstücke. Fertiggestellt wurde der Palast erst kurz vor der Französischen Revolution. Später diente das Gebäude zunächst als Präfektur des Départements Gironde, Napoleon I. übernachtete hier 1808 auf seiner Durchreise nach Spanien und 1835 wurde der Palais dauerhaft zum Rathaus der Stadt. Seit 1997 steht das Gebäude als Monument historique unter Schutz; Führungen durch die Prunkräume finden mittwochs und freitags statt, der Ehrenhof ist während der Öffnungszeiten frei zugänglich.