Bis zu 99 m ragen die Türme der gotischen Katedrála svatého Víta in den Himmel. 1344 legte Karl IV. den Grundstein für die größte Kirche Prags, vollendet wurde sie allerdings erst 1929. Für den Bau verantwortlich zeichneten bedeutende Architekten wie Matthias von Arras (bis 1352) und Peter Parler (1356–99). Letzterer schuf auch die Hauptfassade im Süden mit der mosaikverzierten Goldenen Pforte. Der Innenraum mit seinen feingliedrigen Netzrippengewölben ist triumphal, durch den Hochchor flutet farbiges Licht. Unter den Glasmalereien des 20. Jh. ist ein Jugendstilfenster von Alfons Mucha (3. Kapelle links).
Zu den größten Kostbarkeiten gehören die gotischen Porträtbüsten von Peter Parler und die mit Gold und Edelsteinen verzierte Wenzelskapelle. Sie ist Grablege des hl. Wenzel aus dem Geschlecht der Přemysliden. In der durch sieben Schlösser gesicherten Kronkammer liegen die böhmischen Krönungsinsignien und die mit Saphiren verzierte Wenzelskrone. Diese waren bislang nur alle paar Jahre einmal zu besonderen Anlässen zu sehen. Seit 2024 aber werden die Kronjuwelen alljährlich Ende September ausgestellt.
287 Stufen führen auf den südlichen Domturm, der schöne Ausblicke auf Burg und Stadt bietet.