Bauwerke romanisch-gotischen Ursprungs säumen die Straße Celetná. Im Sixt-Haus (Dům U Sixtů) weilte im 14. Jh. der italienische Dichter Francesco Petrarca als Gast Kaiser Karls IV. Doch benannt ist der Bau nach dem protestantischen Kanzler Johann Sixt von Ottersdorf, der es im 16. Jh. bewohnte. Die Fassade wurde später barockisiert.
Der Palác Mincovny war ursprünglich die Münze, im Spätmittelalter Residenz der böhmischen Königin. Die Atlanten an der klassizistischen Fassade schuf Ignaz Platzer.
Das kubistische Haus ›Zur Schwarzen Muttergottes‹ (1912, Dům U Černé Matky Boží) verdankt seinen Namen der barocken Madonnenfigur an der Hausecke, die vom Vorgängerbau übernommen wurde. Einst war das Gebäude ein Kaufhaus, heute stellt hier auf zwei Etagen das Kunstgewerbemuseum (Uměleckoprůmyslové museum) Teile seiner kubistischen Sammlung mit Möbeln, Keramik, Glas- und Metallgegenständen aus. Im Grand Café Orient im ersten Stock lässt sich das Ambiente des weltweit einzigen kubistischen Cafés genießen.