Die pittoreske Altstadt von Mostar wird geprägt von osmanischer Architektur des 16.–18. Jh. Während des Bosnienkrieges erlitt das Viertel rund um die Stari Most, die Alte Brücke, starke Zerstörungen. Direkt nach Beendigung des Krieges 1995 begann der Wiederaufbau. Heute ist in den engen Gassen beiderseits der Neretva nichts mehr von den Kriegsschäden zu sehen. An mehreren Stellen aber erinnern einfache Gedenksteine an die Ereignisse, etwa in der Basargasse Kujundžiluk mit der eindringlichen Botschaft ›Don’t forget‹ oder aber am westlichen Ende der Stari Most mit der Inschrift ›Dont’t forget 93‹, das Jahr der Brückenzerstörung.
Dank des originalgetreuen Wiederaufbaus erstrahlt die Altstadt heute wieder im alten Glanz. Bedeutendstes Bauwerk ist die Stari Most, zu den wichtigsten Moscheen gehören die Koski Mehmed Paša Moschee und die etwas außerhalb in der Fußgängerzone gelegene Karađozbeg-Moschee. Ein besonders schönes Beispiel für die typische Wohnhaus-Architektur der osmanischen Epoche ist das Biščević-Haus, das heute als Museum für Besucher geöffnet ist. Der älteste Basar der Stadt befindet sich in der parallel zur Neretva verlaufenden Gasse Kujundžiluk und versprüht reichlich orientalisches Flair. Hier reiht sich ein Souvenirladen an den nächsten. Zum vielfältigen Angebot gehört Kunsthandwerk, u.a. Kupferwaren, Keramik, Teppiche und Lampen. Dazwischen laden Cafès und Restaurants zur Rast. Immer wieder fällt der Blick auf die Stari Most.