Hinter der Blauen Moschee führen steile, kopfsteingepflasterte Gassen hinunter zum Marmarameer. Direkt an der Bahnlinie, die die Halbinsel mit Istanbuls Altstadt umrundet, findet man ein Kleinod byzantinischer Architektur, die Kleine Hagia Sophia. Sie wurde unter Kaiser Justinian I. in den Jahren 527–536 als Sergios-und-Bacchus-Kirche errichtet. Der oktogonale Zentralbau, der der nur kurze Zeit später entstandenen Hagia Sophia als Vorbild diente, wird von einem quadratischen Außenbau umgeben und von einer 20 m hohen Kuppel überragt. Im Gegensatz zu ihrer ›großen Schwester‹ wurde die Kleine Hagia Sophia nicht direkt nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels in eine Moschee umgewandelt, sondern erst rund 50 Jahre später. In der Folge entstanden der Vorhof mit Reinigungsbrunnen und ein Minarett sowie im Inneren Gebetsnische und Kanzel.