Als die ›Burg entstand, sammelten sich ihre Wohnhäuser um den romanischen Vorgängerbau der im 14. Jh. erstmalig erwähnten Bergkirche. Die romanische Krypta (erste Hälfte 13. Jh.) hat sich, als einzige in Siebenbürgen, unter dem heutigen gotischen Chor erhalten. Die schmucklosen, gedrungenen Formen des Glockenturms und seine südöstlich von der Längsachse des Langhauses abweichende Position weisen auf seine Entstehung in der zweiten Hälfte des 13. Jh. hin. Wie alle Stadtkirchen der Siebenbürger S
Ein Blickfang im mittelalterlichen Stadtkern und Schäßburgs Wahrzeichen ist der ›Stundturm‹ mit seinem von zwei Zwiebelkuppeln unterbrochenen Spitzhelm, dessen bunt glasiertem Ziegelbelag das Städtchen, zusammen mit dem farbenfrohen Anstrich der Häuser, sein fröhliches Lokalkolorit verdankt. Von der Turmuhr, die bereits zu Beginn des 17. Jh. mit zwei riesigen Zifferblättern der Unterstadt und der ›Burg‹ die vollen Stunden anzeigte, leitet sich die Bezeichnung des Stundturms her. Weit älter als
Die heute evangelische Kirche wurde zwischen 1493 und 1525 erbaut. Wie auch alle anderen Wehrkirchen in Siebenbürgen, musste sie sowohl die Rolle als Kirche, als auch die einer Festung erfüllen. Die Kirche wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In Keisd soll es sieben Kirchen und Kapellen gegeben haben. Außer der Wehrkirche des Heiligen Stephan sind vier davon noch nachweisbar.