Der Süllberg ist mit etwas über 70 Metern zwar nicht die höchste, aber doch eine der bekanntesten Erhebungen im Hamburger Nobelviertel Blankenese. Von seinem Gipfel aus bieten sich schöne Blicke über die Elbe und die Hansestadt. Zwischen alten Villen und verschlungenen Wegen wirkt der grüne Hügel wie ein Ruhepol über dem Treppenviertel. Wer hier oben steht, spürt sofort den besonderen Charme dieser Ecke Hamburgs, in der Wasser, Höhe und Geschichte überraschend nah beieinanderliegen.
Der Süllberg: von der Burg zur Alm
Die Erhebung am Elbufer über das ansonsten weitestgehend flache Land war schon im Mittelalter von großer strategischer Bedeutung: Bischof Adalbert von Bremen ließ hier im 11. Jahrhundert eine Befestigungsanlage errichten, um die Region und die Elbverbindung zu sichern. Geholfen hat es nicht, denn die Burg wurde schon nach wenigen Jahren wieder zerstört. Eine zweite Burg hielt sich ebenfalls nur kurze Zeit. Zu Füßen des Süllbergs entwickelte sich Blankenese derweil zu einer florierenden Siedlung, die von einer Fähre über die Elbe und der Fischerei profitierte. Im 19. Jahrhundert mauserte sich der Stadtteil außerdem dank der neuen Eisenbahn und der Dampfschifffahrt zu einem beliebten Ausflugsziel. Auf dem Süllberg entstand ein Lokal, von dem die Besucherinnen und Besucher die Aussicht genießen konnten.
Der Süllberg heute: Ausflugsziel mit Elbblick
Während das Treppenviertel von Blankenese in vielen Reiseführern beschrieben wird, entdecken viele Besucherinnen und Besucher die Gastronomie am Süllberg erst vor Ort. Wie schon seit Jahrzehnten lässt es sich heute noch mit Elbblick speisen oder ein Getränk genießen. Das Alm-Restaurant serviert zum Beispiel alpine Bergküche, im Sommer herrscht im Biergarten lebhaftes Treiben. Eine Besonderheit ist der Kristallsaal, der hanseatische Eleganz versprüht und für Hochzeiten und andere Events gemietet werden kann. Er wurde nach historischen Vorlagen originalgetreu im Jugendstil restauriert.