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Üsküdar

Istanbul, Türkei
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Keine 20 Minuten dauert es, ab Eminönü mit der Fähre den Bosporus von Europa nach Asien zu überqueren. Orientalischer geht es in Üsküdar, Istanbuls asiatischem Stadtteil, nicht zu. Aber allein schon wegen des Blicks vom Aussichtsberg Camlica hinüber auf die Skyline von Beyoglu, Taksim und Besiktas lohnt sich der Ausflug.
Der beste Blick auf Üsküdar bietet sich vom Wasser aus. Zahlreiche Moscheen beherrschen das Hafenpanorama. Die Iskele Camii (auch Mihrimah Sultan Camii), die Mitte des 16. Jh. vom Baumeister Sinan errichtet wurde, steht an der der Schiffsanlegestelle. Händler verkaufen noch zappelnden Fisch, Restaurant-Schiffe werben um ihre Gäste. Einige hundert Meter weiter südlich fährt alle paar Minuten ein Boot zum Kiz Kulesi (Mädchenturm), der knapp 200 m vor der Küste auf einer Mini-Insel steht.

Highlights & Sehenswertes

Unterkunft Aktivitäten Architektur & Denkmal Veranstaltungen Gastronomie Gesundheit & Wellness Landschaft & Natur Museen & Ausstellungen Service Ladestation Tour Stadtbild & Ortsbild & Ensemble
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Üsküdar Istanbul
Keine 20 Minuten dauert es, ab Eminönü mit der Fähre den Bosporus von Europa nach Asien zu überqueren. Orientalischer geht es in Üsküdar, Istanbuls asiatischem Stadtteil, nicht zu. Aber allein schon wegen des Blicks vom Aussichtsberg Camlica hinüber auf die Skyline von Beyoglu, Taksim und Besiktas lohnt sich der Ausflug. Der beste Blick auf Üsküdar bietet sich vom Wasser aus. Zahlreiche Moscheen beherrschen das Hafenpanorama. Die Iskele Camii (auch Mihrimah Sultan Camii), die Mitte des 16. Jh. vom Baumeister Sinan errichtet wurde, steht an der der Schiffsanlegestelle. Händler verkaufen noch zappelnden Fisch, Restaurant-Schiffe werben um ihre Gäste. Einige hundert Meter weiter südlich fährt alle paar Minuten ein Boot zum Kiz Kulesi (Mädchenturm), der knapp 200 m vor der Küste auf einer Mini-Insel steht.
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft & Natur Çamlica Istanbul
Sendemasten und ein Fernsehturm stehen auf dem Gipfel des Aussichtsbergs Çamlica hoch über Üsküdar, der höchsten Erhebung im asiatischen Teil der Stadt. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem parkähnlichen Gelände werden in Pavillons einfache Speisen und Getränke verkauft. Überall stehen Bänke, Hocker und Tische zum Picknick bereit, auch ein historisches Café lädt zum Verweilen ein. Einzigartig ist der Blick, der über den Bosporus in den europäischen Teil der Stadt und weit nach Osten reicht. Ein einziges unbegreifliches Häusermeer, aus dem Moscheen und Hochhäuser emporragen. Besonders, wenn zur Gebetsstunde von ungezählten Minaretten der Ruf des Muezzin erschallt, ist der Eindruck überwältigend.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Beylerbeyi Palast Istanbul
Der unmittelbar am Fuße der Bosporus-Brücke auf der asiatischen Seite gelegene Beylerbeyi Palast ist in jeder Hinsicht ein paar Nummern kleiner als der Dolmabahce Palast. In Architektur und Ausstattung nimmt er diesen aber zum Vorbild. Er wurde 1865 fertigestellt und diente Sultan Abdülaziz als Sommerresidenz. Unter den Berühmtheiten die hier zu Gast waren, sind Napoleon III. und Kaiserin Sisi zu nennen. Heute ist der Palast als Museum zugänglich.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Selimiye Kaserne Istanbul
Die auf asiatischer Seite südlich von Üsküdar gelegene Selim-Kaserne mit ihren vier markanten Ecktürmen wurde 1826-50 erbaut. Sie diente im Krimkrieg als Lazarett, in dem Florence Nightingale wirkte. Im Nordostturm, den sie bewohnte, ist ein Museum untergebracht. Dies ist auch der einzige Teil der Kaserne, der Besuchern geöffnet wird.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Karaca Ahmet Friedhof Istanbul
Der Karaca Ahmet Mezarligi, ein im Südosten von Üsküdar auf einem Hügel liegender Friedhof, ist einer der größten der islamischen Welt. Kostbare marmorne Grabsteine zieren die Gräber. Die Stelen sind bei den Frauen mit einer Blüte oder Muschel am Kopfende verziert, bei den Männern mit Turban oder Fez. 
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Iskele Moschee Istanbul
Die Iskele Camii, auch Mihrimah Sultan Camii genannt, wurde 1546-48 vom Baumeister Sinan errichtet. Sie erhebt sich im asiatischen Teil der Stadt an der Ostseite der Schiffsanlegestelle. Zusammen mit zahlreichen anderen Moscheen beherrscht sie das Hafenpanorama. Inmitten des tosenden Verkehrs bereiten sich Gläubige am Reinigungsbrunnen auf den Besuch der Iskele Moschee vor, die eine Oase der Ruhe im hektischen Treiben ist. Ihre Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 10 m und ist mit feinsten Ornamenten verziert, ebenso herrlcih sind die Galsmalereien der Fenster.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Philoxenos-Zisterne Istanbul
Die Philoxenos-Zisterne (auch Binbirdirek-Zisterne, türkisch Binbirdirek Sarnıcı, deutsch 1001-Säulen-Zisterne) stammt vermutlich aus dem 5. oder 6. Jh. und ist ein Wasserspeicher aus byzantinischer Zeit. Mit einer Fläche von 64 x 56 m und einem Fassungsvermögen von rund 40.000 m³ ist die Anlage die zweitgrößte ihrer Art in Istanbul nach der Yerebatan Sarnıcı. 224 rund 12 m hohe Säulen mit schmucklosen Kapitellen tragen das Gewölbe aus gemauerten Ziegelsteinen. Als Wasserspeicher wurde die Philoxenos-Zisterne nur bis Ende des 15. Jh. genutzt, nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels diente der Komplex als Werkstatt und Lager. Heute ist dieser ehemalige Wasserspeicher eine beliebte Alternative zur bekannteren und meist ziemlich überlaufenen Yerebatan-Zisterne. Darüber hinaus wird die Anlage auch gerne als Veranstaltungsraum für Konzerte und Ausstellungen genutzt.
Tipp der ADAC Redaktion
Shopping Ägyptischer Basar Istanbul
Der Ägyptische Basar (Mısır Çarşısı) von 1664 besteht aus zwei rechtwinklig aneinandergefügten Backsteinbauten. Ursprünglich schlugen hier Karawanen ihre Waren um, seit dem 18. Jh. verkaufen Händler in 100 Ladenlokalen Gewürze, Nüsse, Gebäck und Trockenobst, Kebab und Tee. Besucher und Kunden umfängt auch heute noch eine Welt voller exotischer Gerüche und üppiger Farben. Im ersten Stock des Basargebäudes befindet sich das mit orientalischen Fayencekacheln geschmückte Restaurant Pandeli. Wer hier einen Fensterplatz ergattert, hat die Neue Moschee, das Treiben um die Schiffsanlegestelle Eminönü und die Galatabrücke vor Augen.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Großer Basar Istanbul
Tag für Tag strömt eine halbe Million Besucher durch die über 100 Gassen des ältesten und größten überdachten Basars (Kapalı Çarşı) der Welt. Rund 400 Läden und Werkstätten, zudem Banken, Moscheen und Hamams finden sich heute in dem Basar aus dem 15. Jh. Zumindest beim ersten Besuch ist es unmöglich, die Orientierung zu behalten. Deshalb lässt man sich am besten einfach treiben - herausgefunden hat noch jeder.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Pera Museum Istanbul
Das in einem Patrizierhaus aus dem Jahr 1893 etablierte Hotel Bristol war lange ein Stück Alt-Istanbul vom Feinsten und Elegantesten. Finanziert von privaten Stiftungen ist es nun als Museum wiedererstanden. Die drei oberen Stockwerke zeigen interessante wechselnde Ausstellungen. Die unteren Stockwerke sind permanenten Exponaten vorbehalten. Dort ist neben archäologischen Funden die kuriose Sammlung anatolischer Maße und Gewichte zu bestaunen. Glanzstücke des Museums sind die historische Bildergalerie mit 300 Gemälden aus der Zeit des 17.-19. Jh., historische Stadtansichten sowie fragile Keramik-Kunstwerke und Fliesen aus Kütahya.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Chora-Kirche Istanbul
Die Chora-Kirche, eines der schönsten Beispiele byzantinischer Sakralbaukunst, entstand im 12.-14. Jh. Mit der Umwandlung in eine Moschee 1511 erhielt sie ein Minarett. 1948 wurde der Sakralbau zum Museum erklärt. Die wieder freigelegten Fresken und Mosaiken aus dem 14. Jh. genießen Weltruhm. Sie illustrieren in überwältigender Detail- und Farbenfreude Szenen aus der Heiligen Schrift. Von besonderer Schönheit ist die Darstellung des Marienlebens.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Yerebatan-Zisterne Istanbul
Ein kleiner rot-weiß gebänderter Kiosk an der Yerebatan Caddesi markiert den Zugang zur Yerebatan-Zisterne (Yerebatan Sarnıcı), eines spätantiken Wasserspeichers aus der Zeit Konstantin des Großen. Als Kaiser Justinian I. 532 die Erweiterung der Anlage in Auftrag gab, ließ er Säulen aus allen Teilen seines Reiches herbeischaffen. Das ist der Grund dafür, dass keine der 336 Säulen, die das Gewölbe der Zisterne tragen, der anderen gleicht. Viele der 8 m hohen Stützen besitzen antike korinthische Kapitelle. Der 138 m lange und 65 m breite Wasserspeicher besitzt ein Fassungsvermögen von 80.000 m³ und diente der Versorgung des byzantinischen Kaiserpalastes. Heute steht das Wasser nur noch wenige Zentimeter hoch, Scheinwerfer tauchen die Zisterne in mystisches Licht. Über eingezogene Holzstege kann die Anlage erkundet werden. Im hinteren Bereich begeistern zwei Säulen, denen Medusenhäupter, eines auf dem Kopf stehend, eines seitlich liegend, als Sockel dienen.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Mosaikenmuseum Istanbul
Im Mosaikenmuseum, das über den Arasta Çarşιsι, einen kleinen Kunsthandwerksmarkt, zu erreichen ist, sind Mosaiken aus dem Großen Palast der byzantinischen Kaiser zu bewundern. Dieser hatte gewaltige Ausmaße und erstreckte sich einst vom Gelände der heutigen Blauen Moschee über mehrere Ebenen bis hinunter zum Marmarameer. Da die Überreste der Residenz tief unter jüngeren Siedlungsschichten liegen, wird die Anlage wohl nie komplett freigelegt werden können. Immerhin brachten zwei Ausgrabungen in den 1930er- und 1950er-Jahren einige interessante spätantike Fußbodenmosaike, die ins 5./6. Jh. datiert werden, zum Vorschein. Sie zeigen inmitten bukolischer Landschaften Männer auf der Jagd, Raubtiere mit Beute, geflügelte Fabelwesen sowie einen Adler im Kampf mit einer Schlange.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Museum für Türkische und Islamische Kunst Istanbul
Der Ibrahim-Pascha-Palast am At Meydanı direkt gegenüber der Blauen Moschee wurde 1524 für den Großwesir Ibrahim Paşa anlässlich seiner Hochzeit mit Hatice Sultan, der Schwester Sultan Süleymans des Prächtigen, erbaut. Zwölf Jahre später ließ der Sultan den mächtigen Großwesir ermorden. Fortan diente der Palast verschiedenen Zwecken, u.a. als Verwaltungssitz, Janitscharenschule, Textilmanufaktur und Gefängnis. Seit 1983 beherbergt er das Museum für Türkische und Islamische Kunst (Türk ve İslam Eserleri Müzesi). Mit seinen unverputzten Mauern aus roh behauenen Steinen wirkt der Palast nüchtern und trutzig. Die Sammlungen im Inneren, Koranhandschriften, Holzschnitz- und Steinarbeiten, Keramik, Schmuck, sind jedoch von erlesener Schönheit. In einer Vitrine funkelt ein trojanisches Goldarmband aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., in einer anderen beeindruckt ein farbenfrohes Blatt aus dem Koran. Weltruhm genießen die rund 1700 kostbaren – geknüpften und gewebten – Teppiche teils monumentalen Ausmaßes. Die ethnografische Abteilung verfolgt die Entwicklung der Völker auf dem Gebiet der heutigen Türkei vom Nomadentum bis zum gutbürgerlichen Leben in der Großstadt Istanbul. Auf der Terrasse über dem Eingang bietet das Museumscafé Entspannung und einen schönen Blick über den At Meydanı und die Minarette der Blauen Moschee.
Tipp der ADAC Redaktion
Veranstaltungen Museum des Mevlevi-Klosters Istanbul
Eine weiß getünchte Mauer umgibt das einstige Kloster der Mevlevi-Derwische. Diese Bruderschaft war Teil einer asketischen Bewegung im Islam. Derwische suchen die Vereinigung mit Gott durch ekstatische Tänze, bei denen sie sich zu mystischen Klängen um die eigene Achse drehen. Dieses faszinierende Ritual wird regelmäßig im Tanzsaal des Galata Mevlesihanesi Müzesi aufgeführt. Außerdem sind Kleidungsstücke und Musikinstrumente des Derwischordens zu sehen.
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft & Natur Galataturm Istanbul
Gut 60 m hoch ist der Galata Kulesi, den die Genuesen 1348 als Wachturm errichteten. Er war Teil der Befestigung um die Siedlung der italienischen Händler am Bosporus. Später diente er als Lager, Leuchtturm und Feuerwache. Heute sind in den beiden obersten Etagen ein Restaurant sowie der Zugang zur Aussichtsterrasse untergebracht. Sie bietet einen herrlichen Panoramablick über das Häusermeer dies- und jenseits von Goldenem Horn und Bosporus.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Hagia Sophia Istanbul
Die Hagia Sophia ist das Wahrzeichen Istanbuls. Angesichts der gewaltigen Ausmaße scheint es fast unglaublich, dass das Bauwerk schon im Jahr 537 unter Kaiser Justinian geweiht wurde. Allerdings hatten die Baumeister um Isodoros von Milet die Statik der Kuppel nicht im Griff: Bereits 558 stürzte sie bei einem Erdbeben ein. Doch sie wurde höher wiederaufgebaut und in der Folge mit immer mächtigeren Stützpfeilern gesichert. Über Jahrhunderte war sie die größte Kirche der Christenheit. 1453 eroberten die Osmanen Konstantinopel. Sultan Mehmed II. verrichtete sein erstes Freitagsgebet in der Hagia Sophia und wandelte die Kirche – als Symbol der islamischen Herrschaft – in eine Moschee um. Er ließ christlichen Bau- und Bildschmuck entfernen oder mit Putz überdecken sowie den Sakralbau um eine Gebetsnische und ein erstes Minarett ergänzen. 1934 schließlich wurde die Hagia Sophia zum Museum erklärt. Ab der 2. Hälfte des 9. Jh. wurde der Innenraum großflächig mit goldgrundigen Mosaiken ausgeschmückt. 4,5 t Gold sollen zum Einsatz gekommen sein. Längst nicht alle Mosaike sind erhalten geblieben, doch die noch vorhandenen Exemplare an den Wänden der inneren Vorhalle und den beiden Emporen zählen zu den Glanzleistungen byzantinischer Kunst. Ihrer Pracht stehen die Einbauten aus osmanischer Zeit in nichts nach. So zieren kunstvoll ornamentierte Gitter die Sultansloge. Aus der Zeit Sultan Mehmeds II. datiert der goldverzierte Mihrab in der Apsis. Die Gebetsnische steht etwas schräg im Raum, da sie die Gebetsrichtung nach Mekka anzeigt. Die 7,5 m großen Ledertafeln unterhalb der Kuppel mit den Namen Allahs, Mohammeds und der vier ersten Kalifen sind kalligrafische Meisterwerke. In der Nordwestecke des linken Seitenschiffes befindet sich die ›Schwitzende Säule‹. Der Legende nach geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn man seinen Daumen in das Loch der Säule steckt. Beim Verlassen der Hagia Sophia durch die Porta Orea, die von der inneren Vorhalle in den Vorraum der Krieger führt, lohnt der Blick zurück auf das Stiftermosaik aus dem 10. Jh. im Giebelfeld oberhalb der Pforte. Dargestellt ist die thronende Maria mit dem Christuskind, eingerahmt von Kaiser Konstantin mit dem Modell seiner Stadt und Kaiser Justinian I. mit dem Modell der Hagia Sophia. Nachdem ein türkisches Gericht den Status der Hagia Sophia als Museum aufgehoben hat, ist der berühmte Sakralbau wieder Moschee. Das erste Freitagsgebet wurde – nach 86 Jahren Pause – am 24. Juli gefeiert.
Tipp der ADAC Redaktion
Gastronomie Leanderturm Istanbul
Der Sage nach brachte einst ein Sultan seine Tochter im Leanderturm in Sicherheit, als ihr von einer Wahrsagerin prophezeit worden war, sie werde an einem Schlangenbiss sterben. Doch ihr Schicksal erfüllte sich trotzdem, denn in einem Obstkorb gelangte eine giftige Viper auf die Insel und biss das Mädchen. Der 30 m hohe Mädchenturm, wie er auf Türkisch heißt, entstand im 18. Jh. Unter seiner Barockhaube beherbergt ein uriges, an ein Burgverlies erinnerndes Restaurant, einen Nachtclub und Cafe mit postkartenschöner Aussicht vom Rundbalkon.
Tipp der ADAC Redaktion
Gastronomie Café Pierre Loti Istanbul
Auf einer Anhöhe über der Eyüp-Sultan-Moschee und ihrem ausgedehnten Friedhof lädt das Piyer Loti Kahvesi zum Verweilen. Von seiner Terrasse hat man einen fantastischen Blick über das Goldene Horn. Die Seilbahn auf den Hügel startet an der Balaban Yolu Sokak, etwa 200 m von der Moschee entfernt. Der Name des Cafés erinnert an den französischen Schriftsteller und Marineoffizier Pierre Loti (1850–1923), der 1876/77 in Istanbul lebte.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Sirkeci-Bahnhof Istanbul
Einst war der Sirkeci-Bahnhof (Sirkeci Garı) die Endstation des legendären Orient-Express. Dieser Luxuszug verband Paris mit Istanbul. Entsprechend prachtvoll gestaltete der deutsche Architekt August Jasmund 1888-90 das Bahnhofsgebäude. Er kombinierte europäischen Jugendstil mit orien talischen Architekturelementen. So erinnern etwa die beiden Uhrtürme an Minarette. Oberirdisch enden hier alle Züge aus dem Westen, unterirdisch verbindet nun der unter dem Bosporus angelegte Marmaray-Eisenbahntunnel den europäischen Teil Istanbuls mit dem asiatischen.
Tipp der ADAC Redaktion
Stadtbild & Ortsbild & Ensemble Valens-Aquädukt Istanbul
Mehrspurig rauscht der Verkehr des Atatürk Bulvarı unter den Bögen des Valens-Aquädukts hindurch. Von einst 1000 m blieb ein 600 m langer Abschnitt des Bauwerks erhalten, dessen Doppelgalerien 18-26 m hoch sind. Der unter dem byzantinischen Kaiser Valens (reg. 364-378) errichtete Aquädukt überbrückt das Tal zwischen zwei Hügeln und versorgte die Stadtviertel um den Kaiserpalast mit Wasser aus dem Belgrader Wald am Bosporus rund 30 km nördlich. Auch nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen und noch im 19. Jh. trug der Aquädukt zur Wasserversorgung Istanbuls bei.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Galatabrücke Istanbul
Schon Leonardo da Vinci entwarf eine Brücke über das Goldene Horn, doch erst 1845 wurde die erste Galatabrücke als Holzkonstruktion gebaut. Ihre 1992 eingeweihte Nachfolgerin, die Yeni Galata Köprüsü, wurde als Klappbrücke konstruiert, damit sie auch von größeren Schiffen passiert werden kann. Von den Bürgersteigen auf Fahrbahnhöhe bietet sich ein grandioser Ausblick über das europäische Istanbul mit den Stadtteilen Sultanahmet und Beyoğlu. Eine Etage tiefer befinden sich Restaurants.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Archäologisches Museum – Museum für Klassische Altertümer Istanbul
Das Archäologische Museum mit seinen drei Sammlungen grenzt an den Topkapı Sarayı und ist über den Ersten Hof der Palastanlage oder über die Alemdar Caddesi zu erreichen. Das Museum für Klassische Altertümer befindet sich im dreiflügeligen neoklassizistischen Hauptgebäude. Größte Attraktion ist der marmorne Alexandersarkophag aus hellenistischer Zeit. Seinen Namen verdankt er der plastischen und sehr realistischen Darstellung des Sieges Alexanders des Großen über die Perser in der Schlacht von Issos (333 v. Chr.). Er stammt – wie weitere Sarkophage der Sammlung – aus der Nekropole der phönizischen Hafenstadt Sidon im heutigen Libanon. Der Gründer des Museums, Osman Hamdi Bey, entdeckte den Alexandersarkophag bei Ausgrabungen im Jahr 1887. Der Südflügel beherbergt Bildhauerkunst aus griechischer und römischer Zeit. Hier beeindrucken eine Statue Alexanders des Großen aus Magnesia aus dem 3. Jh. v. Chr. und eine Kollektion römischer Kaiserporträts. Die beiden anderen Sammlungen, das Museum für Altorientalische Kulturen und die Keramiksammlung, sind in benachbarten Gebäuden untergebracht.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Topkapi-Palast Istanbul
Der Topkapı Sarayı erstreckt sich an der Nordostspitze der von Goldenem Horn, Bosporus und Marmarameer umgebenen Halbinsel. Nur wenige Jahre nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels begann unter Sultan Mehmed II. Fatih (1432–1481) die Errichtung eines ersten Palastes, der im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut und erweitert wurde und 400 Jahre lang das Machtzentrum des Osmanischen Reichs war. Hier tagte der Divan, der Oberste Rat. Außerdem residierten hier ab Mitte des 16. Jh., ab der Regierungszeit Sultan Süleymans I. des Prächtigen (um 1495–1566), alle Sultane mit ihrem Gefolge. Mitte des 19. Jh. hatte der Topkapı Sarayı als Residenz ausgedient, der Palast war den Herrschern zu altmodisch geworden. Am Ufer des Bosporus entstand der Dolmabahçe Saray nach dem Vorbild europäischer Schlossanlagen. 1856 erfolgte der Umzug unter Sultan Abdülmecid I. mitsamt Harem und Hofstaat. Nicht lange nach Gründung der Republik Türkei im Oktober 1923 wurde der Topkapı Sarayı in ein Museum umgewandelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Gebäude des Topkapı Sarayı waren anfänglich aus Holz, doch nach zwei Großbränden in den Jahren 1574 und 1665 wurde begonnen, aus Stein zu bauen. Jeder Sultan erweiterte den Palast, sodass im Laufe der Zeit ein gewaltiger Komplex entstand, der heute aus einer Abfolge von vier Höfen besteht. Mit 700.000 m² ist das Areal fast doppelt so groß wie der Vatikan. Zeitweise wohnten bis zu 5000 Menschen hinter den Palastmauern. Hinzu kamen Tausende Bedienstete. Größte Attraktionen sind der Harem, die Schatzkammer und die in der einstigen Palastküche untergebrachte Porzellansammlung.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Topkapi-Palast, Palastküche Istanbul
Die Ostseite des Zweiten Hofes, mit einer Fläche von 160 x 130 m der größte des Topkapı Sarayı, nimmt die 1574 von Sinan errichtete Palastküche (Mutfaklar) mit ihren markanten Kuppeln und Schornsteinen ein. Sie verdeutlicht recht gut die enormen Dimensionen des Palastes. Hier konnten bis zu 1000 Köche Speisen für bis zu 10.000 Menschen zubereiten. Im Küchentrakt wird heute neben den Feuerstellen und allerlei Küchengerät die kostbare Porzellansammlung des Palastes gezeigt, neben europäischen Stücken auch altchinesische Keramik. Einige Teller und Schüsseln sind sogar mit Edelsteinen verziert.
Tipp der ADAC Redaktion
Museen & Ausstellungen Topkapi-Palast, Schatzkammer Istanbul
Die Schatzkammer (Hazine) in der Nordostecke des Dritten Hofs besteht aus vier Sälen und beherbergt etliche wertvolle Exponate. Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken zählt der Topkapı-Dolch. An seinem Griff prunken drei dunkelgrüne riesige Smaragde, die Scheide ist mit Diamanten besetzt. Sultan Mahmud I. ließ den Dolch im 18. Jh. anfertigen. 1840 kam der 86-karätige Löffelmacherdiamant in den Besitz des Sultans. 49 Brillanten fassen den herzförmigen Edelstein ein. Angeblich hatte ihn ein Bettler gefunden und gegen drei Löffel eingetauscht. Als weitere Kostbarkeit gilt der mit Elfenbein und Perlmutt verzierte Thron Sultan Murads IV. (1612–40).
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Sultan-Selim-Moschee Istanbul
Benannt ist die Moschee nach Sultan Selim I. (1512-20), der auch in der Türbe auf dem Gelände der Moschee beigesetzt ist. In Auftrag gegeben wurde sie im Jahr 1522 von seinem Sohn Sultan Süleyman I., der seinem Vater damit ein Denkmal setzen wollte. Ihre stimmigen Proportionen prägen die Stadtsilhouette am Goldenen Horn. Der Vorhof der Moschee strahlt eine große Harmonie aus. Gleiches gilt für den quadratischen Kuppelraum. Schon beim Eintreten fällt der große Kronleuchter auf. Für farbige Akzente sorgen İznik-Fliesen an den Wänden. Sowohl die Kanzel als auch die Gebetsnische wurden aus Marmor gefertigt. Beide sind zudem mit feinen Intarsien versehen.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Beyazit Moschee Istanbul
Die 1501-06 erbaute Beyazıt-Moschee ist die älteste original erhaltene Sultansmoschee Istanbuls. Der imposante Kuppelbau ist ein Paradebeispiel klassischer osmanischer Architektur. Er wird von zwei Minaretten flankiert, die jeweils acht rote Ziegelringe gliedern. Im Vergleich zum geschäftigen Beyazıt-Platz herrscht im Vorhof der Moschee mit seinen Arkaden paradiesische Stille. Das Innere, insbesondere die Hauptkuppel, schmücken feinziselierte Ornamentmalereien. Prächtig ist auch die mit Marmor verkleidete Sultansloge.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Rüstem-Pasa-Moschee Istanbul
Mit der Rüstem-Paşa-Moschee schuf der Architekt Sinan ein wahres Meisterwerk. Er errichtete die Moschee in nur zwei Jahren, von 1561 bis 1563. Das Untergeschoss umfasste Läden, Werkstätten und Lagerräume. Mit den Mietzahlungen für diese Räumlichkeiten sollte der Bau finanziert werden. Geschäfte gibt es hier noch heute. Im Betraum entzücken einige der schönsten Fliesen, die je in İznik produziert wurden. Allesamt sind sie überreich mit Blumen- und Blattmotiven verziert und verleihen dem Innenraum eine heitere Note. Benannt ist die Moschee nach Rüstem Paşa. Der Großwesir und Schwiegersohn von Süleyman dem Prächtigen hatte sie in Auftrag gegeben.
Tipp der ADAC Redaktion
Architektur & Denkmal Fatih-Moschee Istanbul
Die Fâtih-Moschee wurde in den Jahren 1463-70 erbaut. Auftrag- und Namensgeber war Sultan Mehmed II. Fâtih, der Konstantinopel 1453 erobert hatte. Um Platz für seine Moschee zu schaffen, ließ er die unter Kaiser Konstantin d. Gr. im 4. Jh. errichtete Apostelkirche abreißen. An sie erinnern nur noch einige Säulen im Arkadengang des Vorhofs. Mehrere Erdbeben setzten der ersten Fâtih-Moschee so zu, dass Sultan Mustafa III. ihren Abriss und einen noch größeren Neubau befahl. Diese Moschee im Stil des osmanischen Barock wurde 1771 fertiggestellt. Die zentrale Kuppel schmücken kunstvolle Schriftzeichen aus dem Koran. Die Grabhäuser Sultan Mehmeds II. und seiner Gemahlin Gülbahar erheben sich hinter der Moschee. Rund um den Sakralbau erstreckt sich ein großer Garten mit Wiesen und Bäumen, ein grünes Idyll im ansonsten stets belebten Fâtih-Viertel.
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