Belfast

Belfast, Großbritannien
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Direkt an der Ostküste von Nordirland erstreckt sich mit Belfast das pulsierende Zentrum einer ganzen Region. Eine bewegte Historie, aber auch ein reiches kulturelles Angebot prägen die nordirische Stadt. Sie erlangte einst mit dem Bau der Titanic und dem Nordirlandkonflikt Aufmerksamkeit. Wer heute zu Fuß mit der Belfast-Karte durch die Viertel streift, stößt nicht nur auf eine vielseitige Gastronomielandschaft. Das Zentrum begeistert ebenso mit eindrucksvollen Gebäuden wie der St Anne's Cathedral und kleinen Boutiquen.

Reise in die Geschichte von Belfast

Belfast liegt direkt an der Mündung des Flusses Lagan. Obwohl die Stadt in der Historie immer wieder von Unruhen heimgesucht wurde, avancierte sie über die Jahre hinweg zu einer lebhaften Metropole. Heute ist sie ein beliebtes nordirisches Urlaubsziel. Die Ursprünge Belfasts gehen wahrscheinlich auf eine normannische Burg zurück. Die Schifffahrts- und Leinenindustrie brachte im 17. und 18. Jahrhundert der bis dahin eher kleinen Stadt den erhofften Aufschwung.

Imposante Sehenswürdigkeiten von Belfast: Reisetipps für einen Stadtspaziergang

Belfast weiß mit Kontrasten und besonderem Flair zu begeistern. So treffen hier futuristische Flussufer und die viktorianischen Spuren aufeinander. Das Titanic Belfast ist nicht nur eine Hommage an das gleichnamige Schiff, das in der Werft der Stadt einst aus tonnenschweren Stahlplatten geformt wurde, sondern auch ein architektonisches Meisterwerk. Heute befindet sich im Titanic Belfast ein modernes, interaktives Museum. Es widmet sich der Entstehung, Geschichte und dem Unglück der Titanic. Das Ulster Museum wird von den Botanischen Gärten Belfasts eingerahmt. Das markante Gebäude stammt aus den Händen des Architekten Francis Pym und beherbergt eine vielfältige Sammlung mit ägyptischen Mumien und Dinosaurierskeletten.

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Belfast, Titanic Belfast
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Titanic Belfast

Belfast
Das neue Belfast zeigt sich rund um die Waterfront Hall, am Lagan Weir, einem Wehr, und im Titanic Quarter mit seinen durchgestylten Lofts, Clubs und Geschäften. An dem Ort, an dem die Titanic entworfen, gebaut und zu Wasser gelassen wurde, erzählt Titanic Belfast die Geschichte des berühmten Ozeandampfers und seiner Heimatstadt. Das Gebäude im Herzen des Titanic Quarter umfasst gleich mehrere interaktive Galerien. Sie führen von der Entstehung Belfasts als Industriestadt über den Bau und Stapellauf der Titanic bis zu ihrer Jungfernfahrt und dem Untergang. Zum Besuch gehören auch die historischen Slipways sowie die nahe gelegene SS Nomadic, das letzte erhaltene Schiff der White Star Line.
Belfast, City Hall
Tipp der ADAC Redaktion
Service

City Hall

Belfast
Einen Stadtrundgang in Belfast beginnt man am besten am Donegall Square, dem Herzstück der Innenstadt. Die City Hall mit ihrer gewaltigen Kuppel und dem mit Eichenholz getäfelten, über 50 m langen Ratssaal wurde 1898-1906 im Neorenaissancestil erbaut.
Belfast, St. Anne's Cathedral
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Kathedrale St. Anne Belfast

Belfast
Die neoromanische Fassade der 1904 geweihten protestantischen St. Annes Cathedral täuscht über ihr kostbares Inneres hinweg: Der Fußboden des Mittelschiffes ist aus kanadischem Ahorn, in den Seitenschiffen ist irischer Marmor verlegt. Das Baptisterium der Kirche hat prächtige Deckenmosaike, für die mehr als 150.000 Teilchen verwendet wurden.
Belfast, St. George's Market
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

St. George's Market

Belfast
In einer restaurierten Markthalle an der Oxford Street bietet der St. George’s Market (Fr-So) Lebensmittel und Blumen, aber auch Kunsthandwerk, Antiquitäten und dazu Livemusik.
Belfast, Grand Opera House
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Grand Opera House

Belfast
Das 1894 eröffnete Grand Opera House begeistert durch sein spätviktorianisches Inneres in Gold und Samtrot.
Belfast, The Entries
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

The Entries

Belfast
Das alte Händlerviertel The Entries, die engen Gassen zwischen Ann und High Street, ist eine gute Adresse für ein Pint. Hier befinden sich einige der bekanntesten Pubs von Belfast: die Whites Tavern (2-4 Winecellar Entry), die angeblich älteste Bar Irlands, der Crown Liquor Saloon (46 Great Victoria Street) und Robinson’s gleich nebenan sowie Lavery’s (12-18 Bradbury Place).
Belfast entdecken

Wissenswertes zu Belfast

Der Urlaub in Belfast kann sowohl auf dem Land- als auch auf dem Luftweg beginnen. Der Belfast International Airport ist der größere der beiden Flughäfen und wird von Zielen aus aller Welt angeflogen. Er befindet sich etwas außerhalb von Belfast. Deutlich näher, aber kleiner ist der George Best Belfast City Airport. Mit dem ADAC Maps-Routenplaner ist Belfast über den Eurotunnel und die Autobahnen Großbritanniens per Auto gut erreichbar.

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Reiseführer-Themen

Jigs und Reels – die Muntermacher der irischen Musik

Abgesehen vom Blues gibt es keine andere geografisch fest verankerte Musik, die weltweit so viele Freunde hat wie die irische. Balladen aus Donegal sind in Boston so populär wie in Dublin, auch in Rio hört man die Chieftains, und schwungvolle Jigs und Reels begeistern die Konzertbesucher in Tokio.  Jigs und Reels Jigs und Reels sind die ursprünglichen Grundmelodien irischer Instru­men­tal­musik. Die Bodhrán gibt den Takt an, eine mit der Hand geschlagene Trommel, über deren Rhythmus sich Flöte, Tin Whistle, Geige und die Ulleann Pipes legen, der irische Dudelsack. Über 6000 Jigs und Reels gehören zum nationalen Repertoire, und ein guter Musiker beherrscht mindestens 200. Fast alle werden sie schnell ge­spielt. Instrumentalmusik in Irland ist fast immer auch zugleich Tanzmusik. Sie stammt von den Bauernhöfen, wo sie früher die langen Winternächte verkürzte. Sie wurde in Scheunen angestimmt, auf Hochzeiten und Kirchweihen, bei Geburten und Beerdigungen. Wer eine Session in einem Pub erlebt, spürt: Nirgendwo ist Irlands Musik lebendiger als bei diesen spontanen Konzerten, bei denen mitspielt, wer gerade vorbeischaut. Und bei denen man erlebt, was irische Musik alles sein kann: Politisches Sprachrohr, Muntermacher, Geschichtsbuchersatz. Und natürlich auch Trost­pflas­ter für die Kratzer des Alltagslebens.  Die Motive der Jigs und Reels haben auch die irische Vokalmusik beeinflusst. Der als ›Sean Nós‹ (auf alte Art) bekannte A-cappella-Stil hat sich ihre Melodiebögen und Tonsprünge geborgt, aber auch Folkmusiker wie Christy Moore oder Sinead O’Connor sind von ihnen geprägt, und das Repertoire von Bands wie Dubliners, Chieftains und Altan sowieso. Die kommerziell erfolgreichste irische Musikerin Enya hingegen hat diese Traditionen abgestreift. Stattdessen zaubert sie auf ihren Alben die Vision eines mystischen Irlands herbei.  Einfluss bis heute Es spricht für den Umgang mit den Traditionen und die zeitlose Schönheit der irischen Musik, dass sie selbst dort ihren Widerhall findet, wo man es überhaupt nicht vermutet hätte.  Van Morrisons Soul klingt manchmal nach den ›Slow Airs‹, den Klageliedern vergangener Jahrhunderte.  Step-Spektakel wie ›Lord of the Dance‹ brachten Jigs und Reels nach Las Vegas. Selbst irische Rockbands wie Thin Lizzy, die Pogues, die Cranberries und U2 hören sich oft genug typisch irisch an.  In jüngerer Zeit machten Bands wie  Booka Brass Band New Orleans Style Jazz, die Frames eine Mischung aus Indie, Rock und Folk. Auch sie haben dennoch das irische Etwas bewahrt. Was in einer Zeit und Welt, in der so vieles gleich zu klingen scheint, ganz schön viel bedeutet.
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Häufig gestellte Fragen

Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich und so wird auch in Belfast vorwiegend Englisch gesprochen. Das irische Ulster Scots ist regional vertreten.

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