Ein Geniestreich verwandelte die bis dahin eher unattraktive Industriestadt Bilbao 1997 in ein attraktives Urlaubsziel und weltberühmtes Mekka moderner Kunst: Das Museum Guggenheim, dessen Bau beinahe 100 Mio. Euro verschlang, öffnete seine Tore am Rio Nervión, an dessen Ufern Bilbao liegt. Heute gehört die baskische Hafenstadt am Golf von Biskaya zu den beliebtesten Städtereisezielen in Europa. Nach und nach entstanden weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Zentrum für zeitgenössische Kunst und Freizeit, Azkuna Zentroa. Uferpromenaden mit Gärten, Brunnen und Skulpturen brachten Lebensqualität für rund 345.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Bilbao-Reisetipp für Familien: Der große Spielplatz Jolastokia am Guggenheim inklusive Café zum Ausruhen.
Baskisches Highlight: das Museum Guggenheim
Die riesige Skulptur des über und über mit Blumen bepflanzten Hundes „Puppy“ von Jeff Koons bewacht den Platz vor dem Museum Guggenheim. Der von Frank Gehry entworfene Museumsbau aus Titan, Glas und Kalkstein ist schon für sich betrachtet ein Kunstwerk. Das spektakuläre Design zieht sich auch durchs Innere des Museums mit seinen 11.000 m² Ausstellungsfläche: Ineinander verschlungene Räume und Kunst-Installationen, die extra für dieses Haus angefertigt wurden, sowie wechselnde Ausstellungen machen das Museum zu einer einzigartigen Sehenswürdigkeit.
Reiseführer durchs moderne Bilbao
1997 war nicht nur das Jahr der Eröffnung des Guggenheim: Im selben Jahr wurde auch die ikonische Fußgängerbrücke Zubizuri des Stararchitekten Santiago Calatrava fertiggestellt. Ein weiteres modernes Highlight ist der schlanke Büroturm Iberdrola, der seit 2012 aus dem westlich ans Guggenheim angrenzenden Parque República de Abando in den Himmel ragt. Am Südrand des Parks liegt das Museo de Bellas Artes, ein historisches Gebäude mit hypermodernem Anbau des Architekten Norman Foster, das eine eindrucksvolle Sammlung spanischer und baskischer Kunst beherbergt.