Das Albaicín gehört zu den ältesten Vierteln Granadas, sein Stadtgrundriss reicht bis in die islamische Epoche zurück. Enge, teils verwinkelte Gassen, kleine Plätze und weiß getünchte Häuser bestimmen das historische Viertel. Dazu kommen die für Granada typischen Cármenes, Wohnhäuser mit privaten Gärten. Nach der Eroberung Granadas 1492 wandelte sich das Stadtbild: Moscheen wurden abgerissen oder in Kirchen umgewandelt, neue christliche Bauten entstanden. Viele Elemente der islamischen Stadt blieben jedoch erhalten. Seit 1994 gehört das Albaicín zusammen mit der Alhambra und dem Generalife zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Ein Logenplatz ist der Mirador de San Nicolás: auf Augenhöhe mit der Alhambra, hinter der die Gipfel der Sierra Nevada aufragen – besonders zum Sonnenuntergang ein großartiges Schauspiel.
Über die Inquisition, die seit 1478 in Spanien existierte, und die grausamen Foltermethoden informiert das kleine Museum El Palacio de los Olvidados (Palast der Vergessenen) am Rand des Albaicín (Cuesta de Santa Inés 6).