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St. David’s

St David's

Das an der mit Klippen, Felsforma­tionen und weiten Sandbuchten beeindruckenden St. Bride's Bay gelegene Städtchen St. David’s (Tyddewi) ist seit dem Mittelalter ein bedeutender Pilgerort. In den 1120er Jahren erklärte Papst Calixtus II., dass zwei Pilgerreisen nach St. David's soviel zählten wie eine nach Rom. Die Nähe zu Stränden wie dem Whitesands Beach macht St. David's heute auch für Badegäste attraktiv.

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Pembrokeshire Coast National Park
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Pembrokeshire Coast National Park

St David's
Der Pembrokeshire Coast National Park umschließt wie ein Gürtel die walisische Südwestküste. Vorbei an zerklüfteten Klippen und zauberhaften Sandstränden führt der rund 300 km lange Fernwanderweg Pembrokeshire Coast Path von St. Dogmaels im Norden bis Amroth im Süden durch eine herrliche, einsame Landschaft. Besonders reizvoll ist die raue Nordküste mit einzigartigen Ausblicken auf die steil ins Meer abfallenden Felsen. Ein geologisches Phänomen sind die dramatischen Klippenfaltungen der Ceibwr Bay. Der südliche Abschnitt ist mit seinen geschützten Buchten und Stränden als Ferienziel beliebt. Im Landesinneren locken die Hügel von Mynydd Preseli mit prähistorischen Großsteingräbern, Steinkreisen und Menhiren. Zu den beeindruckendsten zählt der Pentre Ifan.
St. David's Cathedral
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

St. David's Cathedral

St David's
Hauptziel der Besucher ist die Kathedrale, die sich am westlichen Ortsrand majestätisch im Tal erhebt. Sie ist dem walisischen Nationalheiligen David geweiht, der im 6. Jh. einer der ersten Missionare in Wales war und hier ein Kloster gründete. Nach Wikingerüberfällen im 12. Jh. entstand die Kathedrale mit dem mächtigen Vierungsturm in ihren heutigen Dimensionen. Eine herrlich geschnitzte Decke aus irischer Eiche, feines Fächergewölbe, ornamentierte Bodenfliesen, der Lettner (15. Jh.) sowie Gräber und Reliquien verleihen dem Innenraum überirdische Pracht.
St David's, Bishop's Palace
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Bishop's Palace

St David's
Von der einstigen Bedeutung des Ortes St. Davids kündet vis-à-vis der Kathedrale die auf der anderen Seite des River Alun gelegene Ruine des Bischofspalastes, in dem wohlhabende Pilger logierten. Sein Mauerwerk zieren feine Ornamente, Konsolen und Bögen. Eine kleine Ausstellung beleuchtet die Geschichte der Wallfahrtsstätte.
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Reiseführer-Themen

Jigs und Reels – die Muntermacher der irischen Musik

Abgesehen vom Blues gibt es keine andere geografisch fest verankerte Musik, die weltweit so viele Freunde hat wie die irische. Balladen aus Donegal sind in Boston so populär wie in Dublin, auch in Rio hört man die Chieftains, und schwungvolle Jigs und Reels begeistern die Konzertbesucher in Tokio.  Jigs und Reels Jigs und Reels sind die ursprünglichen Grundmelodien irischer Instru­men­tal­musik. Die Bodhrán gibt den Takt an, eine mit der Hand geschlagene Trommel, über deren Rhythmus sich Flöte, Tin Whistle, Geige und die Ulleann Pipes legen, der irische Dudelsack. Über 6000 Jigs und Reels gehören zum nationalen Repertoire, und ein guter Musiker beherrscht mindestens 200. Fast alle werden sie schnell ge­spielt. Instrumentalmusik in Irland ist fast immer auch zugleich Tanzmusik. Sie stammt von den Bauernhöfen, wo sie früher die langen Winternächte verkürzte. Sie wurde in Scheunen angestimmt, auf Hochzeiten und Kirchweihen, bei Geburten und Beerdigungen. Wer eine Session in einem Pub erlebt, spürt: Nirgendwo ist Irlands Musik lebendiger als bei diesen spontanen Konzerten, bei denen mitspielt, wer gerade vorbeischaut. Und bei denen man erlebt, was irische Musik alles sein kann: Politisches Sprachrohr, Muntermacher, Geschichtsbuchersatz. Und natürlich auch Trost­pflas­ter für die Kratzer des Alltagslebens.  Die Motive der Jigs und Reels haben auch die irische Vokalmusik beeinflusst. Der als ›Sean Nós‹ (auf alte Art) bekannte A-cappella-Stil hat sich ihre Melodiebögen und Tonsprünge geborgt, aber auch Folkmusiker wie Christy Moore oder Sinead O’Connor sind von ihnen geprägt, und das Repertoire von Bands wie Dubliners, Chieftains und Altan sowieso. Die kommerziell erfolgreichste irische Musikerin Enya hingegen hat diese Traditionen abgestreift. Stattdessen zaubert sie auf ihren Alben die Vision eines mystischen Irlands herbei.  Einfluss bis heute Es spricht für den Umgang mit den Traditionen und die zeitlose Schönheit der irischen Musik, dass sie selbst dort ihren Widerhall findet, wo man es überhaupt nicht vermutet hätte.  Van Morrisons Soul klingt manchmal nach den ›Slow Airs‹, den Klageliedern vergangener Jahrhunderte.  Step-Spektakel wie ›Lord of the Dance‹ brachten Jigs und Reels nach Las Vegas. Selbst irische Rockbands wie Thin Lizzy, die Pogues, die Cranberries und U2 hören sich oft genug typisch irisch an.  In jüngerer Zeit machten Bands wie  Booka Brass Band New Orleans Style Jazz, die Frames eine Mischung aus Indie, Rock und Folk. Auch sie haben dennoch das irische Etwas bewahrt. Was in einer Zeit und Welt, in der so vieles gleich zu klingen scheint, ganz schön viel bedeutet.
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