An der Mündung der Seine in den Ärmelkanal liegt Le Havre auf der rechten Flussseite. Über die Pont de Normandie ist die Stadt mit Honfleur am linken Seineufer verbunden. Le Havre wurde 1517 gegründet, im Zweiten Weltkriegs schwer zerstört und von 1945 bis 1960 nach Plänen der Architekten Auguste Perret und Oscar Niemeyer wieder aufgebaut. Heute ist es die größte Stadt der Normandie. Lange galt Le Havre als "Amoklauf in Beton", doch 2005 wurde die Stadt aufgrund ihrer modernen Stadtarchitektur zum UNESCO-Welterbe erklärt. Wer Le Havre auf eigene Faust erkunden möchte, findet in der ADAC Trips App und auf ADAC Maps Tipps und Anregungen.
Sehenswürdigkeiten in Le Havre
Die Kirche Saint-Joseph ist ein Symbol für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Der achteckige, 110 m hohe Turm ist weithin zu sehen. Die bunten Glasfenster bilden einen reizvollen Kontrast zur ansonsten schlichten Innengestaltung.
Kulturzentrum von Le Havre ist "Le Volcan" aus dem Jahr 1982. Das aus zwei Gebäuden bestehende Ensemble beherbergt Theater, Kino und einen Konzertsaal.
Im Musée d'Art Moderne André Malraux ist eine der größten Sammlungen impressionistischer Kunst in Frankreich ausgestellt. Die Exponate werden durch Tageslicht beleuchtet und entfalten so eine besondere Wirkung.
Eine Zeitkapsel aus der Zeit des Wiederaufbaus ist die Musterwohnung von Perret: Diese Wohnung ist ausschließlich mit Gegenständen aus den Jahren 1945-1955 eingerichtet, von der Wandgestaltung über Möbel bis hin zu Gebrauchsgegenständen.