Das Val d’Orcia im Süden der Provinz Siena gilt als Inbegriff der Postkarten-Toskana. Das rund 60.000 ha große Hügeltal erstreckt sich entlang des Flusses Orcia zwischen Montepulciano im Osten und Montalcino im Westen, mit Blick auf den erloschenen Vulkan Monte Amiata. Typisch für die Region sind sanfte Hügel, weitläufige Felder, Weinberge, Olivenhaine und schnurgerade Zypressenreihen. Seit 2004 gehört die Kulturlandschaft zum Unesco-Welterbe.
Historische Orte und Sehenswürdigkeiten
Die Städte und Dörfer des Val d’Orcia spiegeln die Vielfalt historischer Epochen wider. Pienza, als "ideale Stadt" der Renaissance geplant, besticht mit dem Dom Santa Maria Assunta, dem Palazzo Comunale und einem Panoramaweg entlang der südlichen Stadtmauern. Montalcino zeigt ein mittelalterliches Zentrum mit der Fortezza di Montalcino und ist berühmt als Heimat des Brunello-Weins. Montepulciano, am Rand des Tals auf etwa 600 m Höhe gelegen, zieht mit Renaissance-Architektur und dem Vino Nobile di Montepulciano Besucher an. San Quirico d’Orcia liegt an der historischen Via Francigena und beeindruckt mit Stadtmauer, Türmchen und der romanischen Collegiata Santi Quirico e Giulitta. Castiglione d’Orcia, Rocca d’Orcia und Radicofani mit seiner Burg bieten ursprüngliche Dorfatmosphäre und weite Aussichten über das Tal.
Fotospots, Aktivitäten und Kulinarik
Das Val d’Orcia ist reich an markanten Fotomotiven und kulturellen Highlights. Besonders ikonisch sind die isolierte Cappella Madonna di Vitaleta, die Zypressenalleen bei San Quirico und das romanische Kloster Abbazia di Sant’Antimo bei Montalcino. Bagno Vignoni zieht Besucher mit seinem Thermalbecken im Ortszentrum an, während Radicofani eine Aussicht vom Burgenturm über das gesamte Tal bietet.