Neapel

Neapel

Neapel, auf Italienisch Napoli, ist die Hauptstadt von Süditaliens Provinz Kampanien. Sie ist nach Rom und Mailand die drittgrößte Metropole des Landes. Wer Urlaub in der vielseitigen Hafenstadt am Fuße des Vesuvs machen möchte, begibt sich auf eine spannende Reise. Hier gibt es südländisches Temperament und Lebensfreude, köstliches Essen und eine Vielzahl an sehenswerten Orten. Es lohnt sich, die Stadtviertel in aller Ruhe zu durchstreifen und ihre Geheimnisse auf sich wirken zu lassen. Denn hier können Familien, Kunstinteressierte und Abenteuerlustige einiges sehen und erleben.

Neapel-Routenplaner: unterwegs zu den Highlights

Die Altstadt von Neapel mit ihren verwinkelten Gassen und kleinen Läden gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier befinden sich auch zahlreiche bedeutende Kirchen wie die prächtige San Lorenzo Maggiore, die Kapelle Sansevero mit der Figur des verhüllten Christus oder das Gotteshaus Il Gesù Nuovo mit seinem geheimnisvollen Pentagramm auf der Fassade. Noch eine Spur unheimlicher und mystischer ist Neapels Unterwelt Napoli Sotterranea. Unter der Stadt befindet sich die Katakomben. Mehrere Abschnitte des rund 80 km langen Labyrinths sind für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

Napoli für Entdecker – weitere Besonderheiten am Urlaubsziel

Vom Garten des Klosters San Martino und anderen Aussichtspunkten ist eine Kuriosität Neapels sichtbar: Eine Stadttrasse bestehend aus sieben Straßen teilt die Altstadt in gerade Linie in der Mitte. Die Einheimischen nennen diese Trasse daher umgangssprachlich Spaccanapoli („spaltet Neapel“). Absolut sehenswert sind die bunten Motive im Kreuzgang beim Kloster Santa Chiara mit seinen aufwendig gestalteten Maiolica-Fliesen. Und im Stadtteil Posillipo erwarten Badeurlauberinnen und Badeurlauber mit dem Bagno Ideal und dem Bagno Elena zwei der schönsten Badeanstalten Neapels.

Lohnenswerte Ausflugsziele auf der Neapel-Karte

Markantes Reiseziel im Umland Neapels ist der 1.281 m hoch aufragende Vulkan Vesuv. Er ist der einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Interessierte können ihn und seinen Krater besichtigen oder im umliegenden Nationalpark wandern gehen. Spektakulär sind zudem die antiken Städte Pompeji und Herculaneum, die bei einem Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n. Chr. verschüttet wurden. Beide Orte eignen sich ausgezeichnet für Tagesausflüge und bieten einmalige Einblicke in das Alltagsleben in einer altrömischen Stadt.

Highlights & Sehenswertes

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Neapel, Museo Archeologico Nazionale
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Neapel
Das Archäologische Museum von Neapel zeigt Meisterwerke der Antike aus der Sammlung Farnese, darunter Skulpturen wie den Herkules Farnese, den Farnesischen Stier, die Tyrannenmördergruppe und das Relief mit Orpheus und Eurydike. Aus Pompeji und Herculaneum kommen mythologische und erotische Wandmalereien (Gabinetto segreto), die Bronzestatuen der Läufer und das gigantische Mosaik der ›Alexanderschlacht‹, eine dramatische Darstellung des Sieges Alexanders des Großen über den Perserkönig Darius III.
Neapel, Santa Chiara
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Santa Chiara

Neapel
Highlight des einstigen Klarissenkonvents Santa Chiara ist der Kreuzgang Chios­tro Maiolicato. Zart bemalte Majolika-Fliesen des 18. Jh. mit ländlichen und mythologischen Szenen schmücken Mauern, Sitzbänke, Säulen und Brunnen.
Neapel, Palazzo Reale
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Palazzo Reale

Neapel
In erster Linie ist es der Platz vor dem um 1600 errichteten Königspalast, der begeistert. Flankiert von der stolzen, 169 m langen Frontfassade zeigt sich die für den Verkehr gesperrte, halbkreisförmige Piazza del Plebiscito in all ihrer großzügigen Pracht. Kein Geringerer als der große Barockbaumeister Luigi Vanvitelli gestaltete im 18. Jh. die Schauseite des Palazzo Reale, die acht Statuen von Herrschern Neapels schmücken. Von links nach rechts reihen sich in zeitlich korrekter Abfolge auf: der Normanne Roger II., der Staufer Friedrich II., Karl I. von Anjou, der Aragonese Alfons I., Karl VI. von Habsburg, Karl III. von Bourbon, Napoleons Schwager Joachim Murat und der Savoyer Vittorio Emanuele II., der erste König des geeinten Italien.
Neapel, Vomero
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Vomero

Neapel
Wer sich Lage und Struktur der Stadt plastisch vor Augen führen möchte, besteige eine der drei Standseilbahnen (Funicolari), die hinauf zum Vomero führen. Nach einem kurzen Spaziergang steht man auf dem großzügig angelegten Platz vor dem Kloster San Martino und genießt einen großartigen Ausblick: Bis an die Flanken des Vesuv erstreckt sich ein Häusermeer, aus dem schlanke Türme und grüngolden glänzende Kuppeln herausragen. Empfehlenswert ist ein Bummel durch das noble Wohn- und Geschäftsviertel Vomero, wo nichts dem Klischee vom heruntergewirtschafteten Napoli entspricht. Teure Boutiquen, gut sortierte Läden und einladende Straßencafés erinnern an elegante Pariser Boulevards.
Neapel, Teatro San Carlo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Teatro San Carlo

Neapel
Das 1735 errichtete Teatro San Carlo ist eines der bedeutendsten und größten Opernhäuser Italiens, in dem zahlreiche Uraufführungen stattfanden, u.a. von Bellini, Donizetti und Rossini. Im Februar 1817 fiel es einem Brand zum Opfer. Nur wenige Monate dauerten Instandsetzung und Restaurierungsarbeiten unter der Leitung des Architekten Antonio Niccolini. Im Rahmen von Führungen ist das Theater nicht nur zu Vorstellungen zu besuchen.
Neapel, Castel Nuovo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Castel Nuovo Neapel

Neapel
Maschio Angioino, Anjou-Jüngling, lautet der zweite Name der gewaltigen Trutzburg, die Karl von Anjou Ende des 13. Jh. errichten ließ. Das heutige Kastell mit seinen fünf wehrhaften Rundtürmen, Sitz des Museo Civico, geht auf die Aragonier des 15. Jh. zurück. Als Torbau dient ein prächtiger marmorner Triumphbogen, dessen Reliefs Alfons von Aragon verherrlichen. Die Sala dei Baroni birgt ein Sterngewölbe von Guglielmo Sagrera. Weitere Säle und die Cappella Palatina präsentieren Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk.
Neapel, Napoli Sotterranea
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Neapels Unterwelt

Neapel
Neapels Unterwelt scheut nicht das Licht der Öffentlichkeit: Die Stadt unter der Stadt erstreckt sich auf rund 1 Mio. qm, das Labyrinth aus Höhlen, Gängen und Schächten ist ganze 450 km lang. An der Piazza San Gaetano Nr. 69 liegt der Eingang zur Führung Napoli Sotterranea. Die etwa 2-stündige Tour lenkt Besucher durch enge Schächte und Zisternen, in ein griechisch-römisches Theater, in dem einst Nero seine Verse vortrug, und durch unterirdische Steinbrüche, aus denen schon die Griechen den weichen, gelblichen Tuff für ihre Tempel holten.
Neapel, Acquario
Tipp der ADAC Redaktion
Aktivitäten

Aquarium Neapel

Neapel
Das Forschungsinstitut Anton Dohrn beherbergt ein öffentlich zugängliches Aquarium, das bereits 1874 und damit zwei Jahre nach Gründung des Instituts eingerichtet wurde. Damit ist es das älteste Aquarium Europas. In dem großen Meerwasserbecken kann man Fische und andere Meeresbewohner beobachten, die im Golf von Neapel heimisch sind.
Neapel, Castel Sant'Elmo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Castel Sant'Elmo

Neapel
Die mächtige Festung SantElmo mit ihrer sternförmigen Festungsmauer liegt auf dem Vomero und ist mit der Funicolare (Seilbahn) oder mit der Metro (Linie 1) zu erreichen. Im Jahre 1998 wurde SantElmo, in dem bis ins 20. Jh. Häftlinge schmachteten, restauriert und zu einem Kongress- und Ausstellungszentrum umgebaut. In seinen Räumen befinden sich die kunsthistorische Bibliothek Bruno Molajoli und das Museo del Novecento Napoli zur Kulturgeschichte Neapels im 20. Jh. Von der Festung aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Golf von Neapel bis zu den Abbruzzen.
Neapel, Duomo San Gennaro
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Dom San Gennaro Neapel

Neapel
Den um 1300 im Stil der französischen Gotik erbauten Dom ziert eine neogotische Fassade. Das Innere ist barockisiert, die Säulen aber sind antik. Die Cappella di San Gennaro birgt die silberne Reliquienbüste mit dem Schädel des hl. Januarius. In zwei Glasampullen wird das Blut des Stadt- und Kirchenpatrons aufbewahrt, das sich im Mai und September eines jeden Jahres auf wundersame Weise verflüssigt. Ein herrlicher Blick auf die Stadt bietet sich vom Dach des Doms.
Neapel, San Lorenzo Maggiore
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

San Lorenzo Maggiore

Neapel
An der Piazza Gaetano, dort, wo heute die gotische Kirche San Lorenzo Maggiore steht, befand sich einst die Agora des griechisch-römischen Neapolis. Vom Klosterhof führen Stufen mehrere Meter tief unter die Erde zu den Scavi San Lorenzo Maggiore mit den Überresten einer antiken Ladenstraße. Man schlendert vorbei an steinernen Verkaufspulten und bestaunt einen mehr als 2000 Jahre alten Ofen.
Neapel, Castel dell'Ovo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Castel dell'Ovo

Neapel
Auf der Halbinsel Megaride befindet sich das normannische Castel dellOvo, die Eierfestung. Das frei zugängliche Dach bietet einen schönen Blick auf Stadt, Vesuv und Golf. Vom 1. Jh. v. Chr. bis ins 16. Jh. wurde an der Festung gebaut. Einer Legende nach soll der Dichter Vergil ein Ei ins Fundament gelegt haben. Solange dieses unversehrt bleibe, werde Neapel bestehen.
Castello del Carmine
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Santa Maria del Carmine

Neapel
Grüngelbe Majolikaziegel schmücken den 75 m hohen Glockenturm der Karmeliterkirche. Mit ihrem wundertätigen Marienbild, einer spätbyzantinischen Ikone, zählt sie zu den populärsten Madonnen-Heiligtümern Neapels. Finanziert hat das Gotteshaus Elisabeth von Bayern zum Gedenken an ihren Sohn Konradin. Den kaum 16-Jährigen ließen die Anjou als letzten Vertreter des Geschlechts der Staufer 1268 auf der nahen Piazza del Mercato enthaupten. Konrads Großvater, der Staufer-Kaiser Friedrich II., hatte in Süditalien in ständigem Konflikt mit den Päpsten eine zentralistische Herrschaft errichtet. Mit dem Tod des letzten Staufers war für die papsttreuen Anjou der Weg frei für fast 200 Jahre Herrschaft im Königreich Neapel. Konradins Gebeine wurden bei Umbauarbeiten im 17. Jh. zufällig entdeckt und hinter dem Altar beigesetzt. Mitte des 19. Jh. stiftete der bayerische König Maximilian II. ein Konradin-Denkmal, ein spätklassizistisches Werk des dänischen Bildhauers Bertel Thorwaldsen.
Neapel, Certosa di San Martino
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Certosa di San Martino

Neapel
Das im 14. Jh. erbaute, später barockisierte Kartäuserkloster Certosa di San Martino verfügt über mehr als 70 prachtvolle Säle sowie schöne Gärten. Das Kloster beherbergt ein interessantes Museum zur Stadtgeschichte, das viele der berühmten neapolitanischen Krippen versammelt. Die größte Weihnachtskrippe der Stadt ist hier zu bewundern. ›Il Cuciniello‹, wie die Neapolitaner das Meisterwerk nennen, besteht aus einer Vielzahl von Figuren. Nicht weniger als 162 Menschen, 80 Tiere, 28 Engel sowie 450 Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind hier nachgebildet.
Neapel, Il Gesù Nuovo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Il Gesù Nuovo

Neapel
Dort, wo die Spaccanapoli von der Via Toledo abzweigt und Via Capitelli heißt, eröffnet die Kirche Il Gesù Nuovo den Reigen einiger sehenswerter Gotteshäuser. Von außen ziehen das Renaissanceportal und die dekorative Diamantquader-Fassade alle Blicke auf sich. Das Innere der Chiesa überrascht mit seiner üppigen Barockausstattung.
Neapel, Museo di Capodimonte
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Nationalmuseum von Capodimonte

Neapel
Das Museo di Capodimonte, das im Königspalast (18. Jh.) residiert, präsentiert Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart, darunter wertvolle flämische Gobelins, Gemälde von Botticelli, Tizian, Caravaggio, Pieter Brueghel d.Ä. sowie Arbeiten von Mario Merz, Daniel Buren und Louise Bourgeois
Neapel, Museo Cappella Sansevero
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Museo Cappella Sansevero

Neapel
Die Cappella Sansevero finanzierte Don Raimondo di Sangro, Principe di Sansevero. Von den naturwissenschaftlichen Experimenten des Adeligen zeugen zwei in Glaskästen zur Schau gestellte Leichen. Schöner ist die Skulptur des ›Verschleierten Christus‹ (1753) von Giuseppe Sammartino mit unglaublich fein gearbeitetem Faltenwurf.
Piazza Plebiscito - panoramio
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

San Francesco di Paola

Neapel
Die Kirche San Francesco di Paola liegt an der Piazza del Plebiscito. Sie gilt als eines der eindrucksvollsten neoklassizistischen Bauwerke Neapels. Sie wurde im frühen 19. Jahrhundert nach dem Vorbild des römischen Pantheon errichtet und symbolisiert die Rückkehr des Bourbonen-Adelsgeschlechts an die Macht nach der napoleonischen Zeit. Das halbrunde Säulenportal und die mächtige Kuppel beeindrucken genauso wie das Innere: klare, symmetrische Architektur mit weißem Marmor und feinen Fresken.
Ercolano, Ville Vesuviane
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Ville Vesuviane

Ercolano
Am Miglio dOro, der Goldenen Meile, die sich zu Füßen des Vesuv bis Ercolano erstreckte, ließ der Bourbonenkönig Karl III. 1734 eine Sommerresidenz errichten, den Palazzo Reale di Portici. Im Gefolge des Königs entstanden mehrere hundert Adelspalais, darunter die Villa Campolieto und Villa Favorita, die vorbildlich wiederhergestellt wurden. Um 122 Villen kümmert sich nun die Fondazione Ente per le Ville Vesuviane. In der Villa Campolieto erschließt eine grandiose Treppe das von einer Kuppel gekrönte Gebäude, Arkaden umrahmen eine Terrasse mit Aussicht auf den Golf von Neapel. Ein Stück weiter erhebt sich die Villa Ruggiero, in der ein mit Fresken geschmückter Saal zu besichtigen ist. Die breite Fassade der Villa Favorita wäre eines Schlosses würdig, ein Teil ihres prachtvollns lädt als Parco sul Mare zum Spaziergang ein.
Ercolano
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Ercolano

Ercolano
Unter der modernen Stadt Ercolano liegt eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten der Welt. Sie gehört zusammen mit Pompeji und Torre Annunziata zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Vesuv-Ausbruch vom 24. August 79 besiegelte das Schicksal des damals etwa 5000 Einwohner zählenden Herculaneums. Schlamm, glühendes Gestein und Felsbrocken begruben ganze Straßenzüge unter sich und schlossen sie luftdicht ab, sodass selbst Möbel die Zeit überdauerten. Einen tiefen Einblick in die einstige Kultur Herculaneums bieten der Parco Archeologico di Ercolano sowie das Museo Archeologico Virtuale.
Portici, Palazzo Reale di Portici
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Palazzo Reale di Portici

Portici
Der Palazzo Reale in Portici nahe der Stadt Neapel wurde Mitte des 18. Jh. als Sommerresidenz des Bourbonenkönigs Karl III. errichtet. Bei einer Besichtigung der Prunksäle lässt sich erahnen, in welchem Luxus die Monarchen hier einst schwelgten. Er dient heute als Sitz der Landwirtschaftsfakultät der Universität Neapel. In einem Flügel des Palasts befindet sich das Herculanese Museum. Anhand von Repliken antiker Statuen und Modellen römischer Villen zeigt es Kultur und Lebenswelt des im 1. Jh. beim Ausbruch des Vesuvs untergegangenen Herculaneum. Der Palast war von den königlichen Gärten umgeben, die heute der Botanische Garten von Portici sind.
Neapel, Porto di Santa Lucia und Castel dell'Ovo
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Porto di Santa Lucia und Castel dell'Ovo

Neapel
Einige bekannte Lieder auf Neapoletanisch haben den kleinen Hafen Santa Lucia zwischen der Promenade Via Partenope und einem winzigen Inselchen weltberühmt gemacht. Romantiker fühlen sich angesichts schmucker Jachten in einem der vielen kleinen, z.T. bis spät nachts geöffneten Lokale garantiert wohl. Im Schatten der dekorativen, als Kongresszentrum genutzten Normannenfestung Castel dellOvo lässt es sich vorzüglich tafeln. Kein Wunder, just an dieser Stelle hat wohl eine der Villen des sagenhaft reichen römischen Schlemmers Lucullus gestanden. Noch eines Großen sollte man hier gedenken: Gleich gegenüber, im eleganten Hotel Vesuvio, starb 1921 der Tenor Enrico Caruso.
Neapel, Gran Caffé Gambrinus
Tipp der ADAC Redaktion
Gastronomie

Gran Caffé Gambrinus

Neapel
Das Café wurde 1860 gegründet und konnte das Flair vergangener Zeiten bis heute bewahren. Es ist im Stil der Belle Époque eingerichtet und mit Gemälden neapolitanischer Maler ausgeschmückt. Auch Künstler und Intelektuelle waren häufige Gäste, darunter Oscar Wilde, Ernest Hemingway, Benedetto Croce, Filippo Tommaso Marinetti oder Jean-Paul Sartre.  Hier sollte man aus der großen Pasticceria-Auswahl Rum Babà, in Rum eingelegte Teigstückchen, probieren. Aber auch die neapolitanischen Sfogliate und die Eclairs sowie die raffinierten Eiskreationen sind eine Versuchung wert. Der Espresso in der Kaffeebar wird nach einem alten neapolitanischen Rezept zubereitet.
Neapel, Forcella
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Forcella

Neapel
Gleich hinter dem Dom liegt dieses abenteuerliche Stadtviertel. Leichtsinnige, die ihre Hand- und Kamerataschen bis hierher retten konnten, müssen nun wirklich um ihr Hab und Gut bangen. Wer allerdings seine Wertgegenstände im Hotelsafe gelassen hat, bleibt selbst in Forcella unbehelligt. Bis hin zur Piazza Garibaldi mit dem Hauptbahnhof breitet sich ein riesiger Markt aus. Es gibt wohl kaum etwas, das man hier nicht erstehen kann. Neben Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln sind auch Elektro- und Haushaltsgeräte, Autozubehör, Möbel, Textilien, Lederwaren und allerlei Schmuggelgut im Angebot. Das Stimmengewirr des Marktes herrscht allerdings nur tagsüber. Nachts trifft man hier auf Transvestiten und Straßenmädchen.
Neapel
Tipp der ADAC Redaktion
Touren

Neapels Highlights in 4 Stunden: Vom Herz der Altstadt bis ans Meer

Neapel
Diese Route fängt den Herzschlag Neapels ein: das Rufen der Marktverkäufer, den Duft von Espresso und Meeresluft, das Echo der Kirchenglocken zwischen alten Gemäuern. Zu Fuß geht es vom vibrierenden Zentrum über prachtvolle Boulevards hinunter zur Bucht, wo das Licht der Sonne auf den Vesuv fällt. Die Strecke verläuft weitestgehend sanft bergab – vom dichten Gewirr der Altstadtgassen bis zu den offenen Weiten des Meeres. Jede Ecke erzählt hier von Geschichte und Chaos – denn genau darin liegt Neapels unwiderstehlicher Zauber.
Neapel, Via Gregorio Armeno
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Via Gregorio Armeno

Neapel
Neapel ist die Welthauptstadt der Weihnachtskrippen. Einst waren sie dem Adel und dem hohen Klerus vorbehalten, heute dürfen sie in keinem Wohnzimmer fehlen. Die beste Auswahl an Krippen gibt es in der Via Gregorio Armeno. Die Geschäfte hier – allen voran die Manufaktur Ferrigno – bieten aber nicht nur das Jesuskind, Maria und Josef, Hirten, die Heiligen Drei Könige sowie Ochs und Esel in allen Größen und Ausführungen an. Eine echte neapolitanische Krippe zeigt weit mehr als die Anbetung des Jesuskinds im Stall zu Bethlehem. Hier wird gearbeitet, gekocht, gegessen und natürlich auch gefeiert. Kurzum, das ganze pralle Alltagsleben des Volkes zeigt sich im Miniaturformat. Mit allem Zubehör, versteht sich, und deswegen finden sich originalgetreue Nachbildungen von Handwerkszeug, Geschirr und Lebensmitteln ebenso im Repertoire der Krippenbauer wie das entsprechende Viehzeug. Übrigens: Die größte Weihnachtskrippe der Stadt ist ganzjährig im Museo Nazionale der Certosa di San Martino auf dem Vomero zu bewundern.
Neapel entdecken

Wissenswertes zu Neapel

Die Karte von ADAC Maps ist voll von kinderfreundlichen Attraktionen. Wer mit Kindern eine Sightseeing-Route plant, sollte eine Fahrt mit einer der vier Standseilbahnen auf die Hügel der Stadt unternehmen. Die Festung Sant’Elmo mit ihrem riesigen Dach ist ein weiterer Hit für Groß und Klein. Dort wartet ein spannender Rundweg zwischen dicken Mauern und zahlreichen Kanonen.

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Wer durch die Ruinen der beiden römischen Städte Pompeji und Herculaneum schlendert, findet eindrucksvolle ­Spuren ­einer systematischen Stadtplanung, eines differenzierten Gemeinwesens und eines behaglichen Lebensstils. Doch liegt es auf der Hand, dass sich Wohnbauten mit allem Komfort ­damals nur die sehr wohlhabende Oberschicht leis­ten konnte. Die Patri­zier lebten in romantisch kom­po­nierten Raumfluchten voller Kunst, Luxus und technischen Raffinessen, wie die Ruinenstädte im Schatten des Vesuv noch heute eindrücklich bezeugen.  Während die Majorität der römischen Bürger in einfachen Häusern oder Mietskasernen wohnte, wechselten Senatoren, Feldherren und Kaiser ihre Residenzen mit den Jahreszeiten. Im Winter blieb man im Stadthaus, dem Domus, im Sommer vergnügte und entspannte man sich auf dem Landgut in der luxuriös ausgestatteten Villa rustica.  Römischer Lebensstil bedeutete auch, ein einmal bewährtes System kaum mehr zu variieren. Das galt für öffentliche Gebäude ebenso wie für Nobelresidenzen. Deswegen sind so gut wie alle Wohngebäude nach einem ähnlichen, denkbar einfachen Schema errichtet worden. Auf der einen Seite eines zentralen Innenhofs, des Atriums, lagen die Herrschafts- und Repräsentationssäle, auf der anderen reihten sich die Wirtschaftsräume und Kammern für das Hauspersonal. Dem überdachten Atrium, das durch eine Öffnung in der Mitte Licht erhielt, wurde ab dem 2. Jh. v. Chr. ein Hof mit Säulenumgang (Peristyl) und Garten angegliedert, in dem der Hausherr im Freundeskreis zu lustwandeln pflegte. Um das Peristyl gruppierten sich Speise-, Schlaf- und Gästezimmer, ein Kult­raum mit Altar für die Hausgötter und die Thermen. Zur Ausstattung ­römischer Badeanlagen gehörte stets ein kaltes (Frigidarium), ein lauwarmes (Tepidarium) und ein heißes Wasserbecken (Caldarium) mit Dampf­bad. Brennöfen und Heizräume (Hypokaustum) unter den Fußböden sorgten für Wärme. Die Säle, Gärten, Thermen und Privatgemächer waren häufig mit Darstellungen der antiken Mythologie und Szenen aus der alltäglichen Lebenswelt geschmückt. Farbenfrohe Wandmalereien, kostbare Mosaikfußböden und meisterhafte Skulpturen belebten das Ambiente. Die Götter- und Heldentaten, die Schilderungen von Sport und Spiel, Fischfang und Jagd, Liebe und Eros dienten der Kontemplation und Selbstdarstellung.
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Häufig gestellte Fragen

Auf dem Dach der Festung Castel dell'Ovo kann das herrliche Panorama auf die Stadt, den Hafen und das Meer kostenlos genossen werden. Im spanischen Viertel (Quartieri Spagnoli) lockt das ursprüngliche Flair der Hafenstadt mit engen Gassen, kleinen Restaurants und Wandaltären. Unser Tipp: Der Duomo San Gennaro in der Altstadt.