Gerne wird die 588 qkm große Ostseeinsel Bornholm auch als ›Dänemark im Kleinen‹ bezeichnet, denn die Landschaft vereint die schönsten Szenerien des Königreichs: sanfte Dünen, dramatische Klippen, dichtgrüne Wälder, wogende Getreidefelder und dazu das klare nordische Licht. Heiteres Flair verleihen der Insel die oft in kräftigen Farben gestrichenen Häuser sowie deren liebevolle Blumenzier mit Stockrosen, die im milden Klima Bornholms prächtig gedeihen.
Eindrucksvolle Zeugnisse der vorgeschichtlichen Besiedlung Bornholms sind aufrecht stehende, bis zu 2,5 m hohe Bautasteine, deren größte Ansammlung in Louisenlund bei Østermarie findet. Sie dienten der rituellen Markierung von Grabstellen einer Feuerbestattung.
An die Wikinger erinnern wiederum zahlreiche Runensteine wie etwa der 2,70 m hohe Brogårdssten bei Hasle, dessen Inschrift um das Jahr 1100 von einem gewissen Svenger verfasst wurde.
Berühmt sind zudem die vier Bornholmer Rundkirchen mit markanten Kegeldächern: die von Østerlars südlich Gudhjem, die Skt. Ols Kirke von Olsker südlich Allinge, die Nylars Kirke nördlich Arnager und die Ny Kirke in Nyker nördlich Rønne. Sie wurden zwischen 1150 und 1250 gebaut und dienten Bewohnern im Mittelalter als Gotteshaus und Verteidigungsanlage zugleich.