Die Hafenstadt, die bereits zur Zeit der Etrusker und Römer am Tyrrhenischen Meer angelegt wurde, wird von den meisten Reisenden nur durchfahren, weil hier die Fähren zu den Inseln ablegen, vor allem nach Elba. Doch Piombino hat eine historisch interessante Altstadt und ist heute auch ein wichtiger Industriestandort Italiens, denn hier ist immer noch die Stahlindustrie zu Hause, wenngleich sie in den letzten Jahrzehnten eine lange Phase des Niedergangs erlebt hat.
Einer der eindrucksvollsten Plätze ist die Piazza Bovio, die auf einer langen Felsenmole (La Rocchetta) ins Meer hinausragt und den Einwohnern als Treffpunkt und Flaniermeile dient. Heute befindet sich ein kleiner Leuchtturm auf der Piazza. Ursprünglich standen hier die mächtigen Befestigungsanlagen, denn seit dem 16. Jahrhundert war Piombino ein eigenes Fürstentum.
Von den unsicheren Zeiten des Spätmittelalters und der Renaissance zeugt neben den Resten der Stadtmauer auch das Castello, in dem heute ein Museum mit Fundstücken aus dem Mittelalter besichtigt werden kann. In der Stadt sind der Dom aus dem 14. Jahrhundert und der Palazzo Comunale mit dem Uhrenturm sehenswert.
Im Museo Archeologico del territorio di Populonia kann man in die antike Vergangenheit der etruskischen Siedlung und der späteren römischen Geschichte eintauchen. Die Ausgrabungen von Populonia befinden sich ganz in der Nähe.
Cafés und Restaurants und immer wieder der Blick aufs Meer laden zu einem Stadtrundgang ein.
Museen, Ausgrabungen und weitere sehenswerte Ziele finden sich mit aktuellen Öffnungszeiten und Informationen unter https://www.parchivaldicornia.it/.
Text: Mit freundlicher Genehmigung des Verlags GRÄFE UND UNZER