Rossano Stazione

Highlights & Sehenswertes

Aktivitäten
Landschaft
Bauwerke
Museen
Ortsbild
Touren
Gesundheit
Veranstaltungen
Einkaufen
Gastronomie
Unterkünfte
Camping
Tankstellen
Ladestationen
Service
ADAC vor Ort
Rossano
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Rossano

Rossano
Steile Haarnadelkurven gilt es auf dem Weg durch die rauen Berge der Sila Greca bis nach Rossano (37.000 Einw.) zu bezwingen. Als Belohnung wartet eine Altstadt mit reichem byzantinischem Erbe auf Besucher. Bis ins 11. Jh. war die Stadt Zentrum der Basilianermönche. Den größten Schatz von Rossano präsentiert das Museo Diocesano dArte Sacra: den Codex Purpureus Rossanensis (6. Jh.). Das am Hang errichtete Oratorio San Marco aus dem 10. Jh. mit ihren fünf Flachkuppeln gilt als Meisterwerk byzantinischer Baukunst in Kalabrien. Kulinarische Akzente setzt Rossano mit der aus Süßholzwurzeln (Glycyrrhiza glabra) gewonnenen Lakritze. Es gibt Führungen durch die Produktionsräume von Amarelli, das Museo della Liquirizia und einen Laden.
Rossano, Amarelli
Tipp der ADAC Redaktion
Einkaufen

Amarelli

Rossano
Kulinarische Akzente setzt Rossano mit der aus Süßholzwurzeln (Glycyrrhiza glabra) gewonnenen Lakritze. Dass Amarelli in alle Welt exportiert, sieht man dem charmanten Firmensitz von 1731 in Rossano Scalo nicht an. Es gibt Führungen durch die Produktionsräume, das Museo della Liquirizia und einen Laden.
Rossano, San Marco
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

San Marco

Rossano
Die an einem Hang errichtete Kirche San Marco hat fünf Flachkuppeln auf Trommeln und drei Apsiden. Erbaut wurde sie wahrscheinlich im 10. Jahrhundert. Wie die Cattolica von Stilo gilt San Marco als Meisterwerk byzantinischer Baukunst in Kalabrien und steht für viele Urlaubende als Ziel im Reiseführer. Reiseführer: San Marco Rossano Die kleine Kirche San Marco wurde wie die Cattolica von Stilo vermutlich vor dem Jahr 1000 errichtet. Sie liegt am Rand des Stadtzentrums und wurde auf einem Tuffsteinhügel erbaut. Sie entstand als byzantinisches Oratorium und diente der gemeinschaftlichen Askese der Mönche. Diese nutzten das Oratorium für Gebete, Gesang und Meditation und lebten als Einsiedler in Höhlen und kamen hier oder im nahegelegen Oratorio Madonna del Pilerio zusammen. San Marco Rossano: byzantinische Architektur Das Gebäude hat eine quadratische Form und einen griechischen Kreuzgrundriss. Es zeichnet sich durch fünf zylindrische Kuppeln mit seitlichen Einfachfenstern, drei Apsiden mit Doppelfenstern an der Vorderseite und einen Altar aus. Vor allem die nach Osten ausgerichteten Apsiden ergeben schon von außen ein eindrückliches Bild. In der Kirche sind außerdem byzantinische Fresken erhalten, eines davon zeigt Maria mit Kind. Ansonsten ist das Innere der Kirche eher schlicht gehalten.
Rossano Stazione entdecken
Im Nachtzug durch Europa: Die besten Routen
Mehr erfahren

Beliebte Ziele in Kalabrien

ADAC Tourmail - aktuelle Infos zum Urlaubsstart.
Tourmail bestellen

Orte und Regionen in der Umgebung

Highlights
Sehenswürdigkeiten in Meran und Bozen
Mehr erfahren
Highlights
Gardasee-Sehenswürdigkeiten: Die besten Tipps von Riva bis Sirmione
Mehr erfahren
ADAC KI-Reiseassistent: Reisefragen einfach klären
Mehr erfahren

Reiseführer-Themen

Geschichte: Magna Graecia - griechische Einflüsse in Süditalien

Ab dem 8. Jh. v. Chr. gründeten griechische Kolonisten Städte in Süditalien und prägten die Region mit ihrer Kultur so sehr, dass man sie bald Großgriechenland, Magna Graecia, nannte. Die griechischen Kolonisten fanden an den Küsten Süditaliens bessere Lebensbedingungen vor als in ihrer Heimat. In Kalabrien und der Basi­li­kata gründeten sie Städte wie Rhe­gion (Reggio Calabria), Sybaris (Sibari), Kroton (Crotone), Krimisa (Cirò), Lokroi Epizephyrioi (Locri) und Metapontion (Metapont).  Jede Polis war unabhängig und die Bürgerschaft selbst­bestimmt. Die Städte waren durch eine Ummauerung gesichert, ihr Zen­trum bildete die Agora, der Versammlungsplatz. Dieser war umgeben von Ratsgebäuden, Theatern und Tempeln. Wohnhäuser, Werkstätten, Brennöfen und Brunnen gehörten ebenfalls zum Stadtbild, wie archäologische Ausgrabungen bezeugen.  Einer der Griechen, der seine Heimat verließ, war Pythagoras. Er zog um 530 v. Chr. von der Insel Samos nach Kroton und hatte bald Schüler und Anhänger in ganz Süd­italien. Die Pythagoräer waren von der zahlenbasierten harmonischen Ein­heit der Welt überzeugt, strebten nach Harmonie in Leben und Gesellschaft. Ihr Leitgedanke war der Einkang von Mensch, Tier und Natur. Pythagoräer aßen kein Fleisch, brachten keine Tieropfer dar, verzichteten auf jeden Luxus. Als sie sich nach dem Sieg über ­Sybaris 510 v. Chr. gegen die Demokratisierung stellten – sie waren Anhänger der aristokratischen Oli­garchie und glaubten an Eintracht und Frieden durch Stabilität – mussten sie Kroton verlassen und gingen nach Me­ta­pont. Die Magna Graecia wurde damals Keimzelle der Philosophie, die Pythagoräer beeinflussten große Denker wie Platon, Aristoteles und He­ro­dot.  Im Laufe der Zeit gerieten die Griechenstädte in Konflikt mit italischen Völkern, mit Bruttiern, Lukaniern und Samniten. Das Römische Reich bot seine Hilfe an und konnte, auf Kosten der reichsten und mächtigsten Kolonie Taras (heute Tarent in Apulien), im 3. Jh. v. Chr. seinen Einfluss im Süden ausbauen. Nach dem Pyrrhischen Krieg (280-275 v. Chr.) eroberten die Römer das gesamte Gebiet der Magna Graecia. In den Folgejahren wurden Bevölkerung und Verwaltung romanisiert, die griechische Sprache wurde von Latein verdrängt.  Ab dem 6. Jh. gewann die griechische Kultur allerdings erneut an Einfluss in Süditalien. Rossano in der Sila Greca entwickelte sich zum ­Zentrum griechischsprachiger, lose organisierter orthodoxer Mönche. Viele der Basilianer­ genannten Glaubensbrüder lebten in Klöstern, gehörten aber keinem Orden an. Neue Basilianerklöster entstanden sogar noch während der Normannenzeit. Im 13. Jh. begann der wirtschaft­liche Niedergang, und da keine ­Erholung einsetzte, gaben die Ba­si­lianer im 16. Jh. den griechischen Ritus auf und übernahmen die Ordensregeln der Benediktiner.  Ein Zeugnis dieser Kultur, die griechisch-kalabrische Sprache, einst weitverbreitet, beschränkt sich heute auf Dörfer im Aspromonte wie Bolvo, Roghudi und Gallicianò.
Mehr erfahren

Beliebte Regionen und Orte

Top Routen

Rossano Stazione