Guardia Piemontese

Guardia Piemontese, Italien

Die Altstadt von Guardia erhebt sich auf einem Hügel an der Küste. Hier hatten sich ab 1375 Glaubensflüchtlinge, Waldenser aus dem Piemont, niedergelassen. Zu Zeiten der Gegenreformation erklärte die katholische Kirche sie zu Ketzern. In der Nacht zum 5. Juni 1561 wurden Hunderte Waldenser von ihrem Lehnsherrn Salvatore Spinelli und 50 seiner Soldaten getötet. Ihr Blut soll bis zum Stadttor geflossen sein, das seitdem Porta del Sangue, Bluttor, heißt. Die Überlebenden mussten zum katholischen Glauben übertreten und Gucklöcher (spioncini) in ihre Türen schneiden, damit die Inquisitoren sie beobachten konnten.

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