Anacapri

Anacapri

In Capris kleiner Schwester ließ sich der schwedische Arzt und Schriftsteller Axel Munthe (1857–1949) die scheinbar zwischen ­Himmel und Meer schwebende Villa San ­Michele erbauen. 
Der 1761 verlegte Majolika-Fuß­boden der Barockkirche San Michele zeigt die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies, außerdem den Baum der Erkenntnis und die in der Bibel beschriebenen Tiere. Fußläufig von dort erreichbar ist ein Ses­sellift, der Besucher auf den Monte Solaro (589 m) bringt und damit dem Himmel ein Stückchen näher.

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Anacapri, Villa San Michele
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Villa San Michele

Anacapri
Der schwedische Arzt und Autor Axel Munthe (1857-1949) ließ in Anacapri dieses zwischen Himmel und Meer schwebende Traumhaus mit weitem Blick über das Meer errichten. Der Garten gilt als einer der schönsten Italiens. Munthes Buch von San Michele brachte ihm Weltruhm und Reichtum als Schriftsteller. In der Villa ist seine Kunstsammlung untergebracht, die v.a. römische, etruskische und ägyptische Exponate umfasst, darunter eine 3200 Jahre alte Sphinx.
Anacapri, Monte Solaro
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Monte Solaro

Anacapri
Der Monte Solaro markiert nicht nur den höchsten Punkt Capris, er gilt ebenso als Himmelspforte der Insel und bietet einen beeindruckenden Panoramablick auf das italienische Eiland und die Bucht von Neapel. Bei klarer Sicht lassen sich auch die fernen Berge von Kalabrien von hier aus gut erkennen. Mit dem Reiseführer unterwegs: Sehenswertes rund um den Monte Solaro Rund um den Monte Solaro warten einige spannende Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört die Santa Maria a Cetrella: Die kleine Kirche geht vermutlich auf das späte Mittelalter zurück und erhielt ihre heutige Gestalt überwiegend im 16. Jahrhundert. Die hiesige Statue der Madonna della Cetrella wird bis heute als Schutzpatronin der Seeleute verehrt und bildet das zentrale Element des Altars. Das Gotteshaus selbst lässt sich über einen kleinen Pfad erreichen. In unmittelbarer Nähe des Gipfels befindet sich die Statua di Imperatore Augusto, die an Kaiser Augustus erinnert. Durch ihn fiel Capri einst an das Römische Reich. Von der Statue aus können Besucherinnen und Besucher den Blick bis zum Vesuv, zu den Faraglioni-Felsen und zur Amalfiküste schweifen lassen. Fahrt im Sessellift zwischen dem Monte Solaro und Anacapri Ein schöner Weg zum Monte Solaro führt über den Panorama-Sessellift von Anacapri auf den Berg. Fernab des touristischen Trubels gewähren die Sessellifte einen erstklassigen Blick auf die umliegende Natur. Die Lifte versprechen weite Ausblicke über Capri und bei sehr klarer Sicht bis zur Insel Ischia. Auch die Fahrt zurück kann mit dem Lift erfolgen. Alternativ bietet sich eine Wanderung für den Abstieg an.
Anacapri, San Michele
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Villa San Michele Anacapri

Anacapri
Die barocke Chiesa San Michele in Anacapri, ein kleiner Zentralbau, wartet mit einer Besonderheit auf: einem Majolika-Fußboden, der den gesamten Innenraum bedeckt. Der 1761 von Leonardo Chiaiese geschaffene Boden zeigt den dramatischen Auszug von Adam und Eva aus dem Paradies, das als fruchtbare Landschaft mit einer reichen Tierwelt dargestellt ist. Den besten Blick auf die Szenerie hat man von der Empore aus.
Capri (Insel), Blaue Grotte
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Blaue Grotte

Capri (Insel)
Wie zur Rushhour in einer Großstadt stauen sich die Boote vor der Grotta Azzurra, der 1826 vom deutschen Maler August Kopisch entdeckten Meereshöhle. Unter dem Wasserspiegel strahlt Sonnenlicht herein und taucht die Grotte in ein leuchtendes Blau, während Gegenstände am Meeresgrund wie pures Silber schimmern. Um den idealen Lichteinfall zu erleben, empfiehlt sich eine Besuchszeit zwischen ­11 und 13 Uhr. Der Besuch ist nur bei ruhiger See möglich.
Capri (Insel), Villa Jovis
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Villa Jovis

Capri (Insel)
Ein etwa einstündiger Spaziergang führt vom Zentrum der Ortschaft Capri zu den in luftiger Höhe thronenden Ruinen der Villa Jovis. So heißen die Reste des Palastes von Tiberius, der einige Jahre auf Capri residierte. Gänsehaut garantiert ein Blick vom Belvedere del Salto di Tiberio, einem knapp 300 m steil zum Meer abfallenden Felsvorsprung: Von hier aus hat der berüchtigte römische Kaiser angeblich seine Feinde in den Tod stürzen lassen.
Capri (Insel), Capri
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Capri

Capri (Insel)
Steile Felsen ragen über das türkisblaue Mittelmeer, historische Villen, enge Gassen, Zitronenbäume und üppiges Grün prägen das Inselbild: Capri genießt einen exklusiven Ruf und ist auch für Natur- und Kulturinteressierte ein beliebtes Urlaubsziel. Ausgerüstet mit Capri-Karte und Routenplaner lassen sich vielfältige Sehenswürdigkeiten, Naturphänomene und Aussichten auf das Mittelmeer genießen. Kleiner Capri-Reiseführer: wichtige Sehenswürdigkeiten Die wohl berühmteste der zahlreichen Grotten auf Capri ist die Blaue Grotte (Grotta Azzurra). Durch den Lichteinfall strahlt das Wasser in einem intensiven Blau. Drei markante Felsen bilden ein bekanntes Wahrzeichen der Insel: Die Faraglioni ragen vor Capri aus dem Wasser. Von den Gärten des Augustus (Giardini di Augusto) bietet sich ein guter Blick auf die Felsformationen und die Küstenstraße Via Krupp. Die grüne Oase mit lauschigen Plätzen und üppigem Blütenwuchs wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Industriellen Friedrich Alfred Krupp angelegt. Capri-Reisetipps: staunen, flanieren und entspannen Per Standseilbahn geht es vom Hafen Marina Grande hinauf zum Hauptort Capri mit der salonartigen Piazzetta. Das Kloster Certosa di San Giacomo aus dem 14. Jahrhundert besticht mit Fresken der Giotto-Schule. Von der Terrasse des Parco Augusto blickt man auf die Steilküste und die Via Krupp, die in atemberaubend kühnen Kehren zur Marina Piccola mit ihren hübschen Strandbädern führt. La Piazzetta, ursprünglich Piazza Umberto I, ist das pulsierende Zentrum der Insel: Treffpunkt für Einheimische, Gäste und der Platz, um zu sehen und gesehen zu werden. Anacapri, der zweite Hauptort der Insel bietet idyllische Gassen, Blicke aufs Meer und mit der Villa San Michele eine beliebte Sehenswürdigkeit.
Capri (Insel), Certosa di San Giacomo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Certosa di San Giacomo

Capri (Insel)
Die Certosa di San Giacomo, ein Kloster aus dem 14. Jh. mit zwei Kreuzgängen, besticht mit schönen Fresken der Giotto-Schule in der Kirche und einem Museum mit Monumentalgemälden des deutschen Malers der Spätromantik Karl Diefenbach.
Capri (Insel), Arco Naturale
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Arco Naturale

Capri (Insel)
Von Capri aus ist eine zweistündige Wanderung möglich, die als erstes Zwischenziel den Arco Naturale hat, einen Felsbogen, der stolze 50 m aus dem Meer ragt. Dann gilt es, 160 Stufen hinunter zur Grotta di Matromania (auch Grotta di Matermania) zu steigen, einer bereits im Altertum zu kultischen Zwecken genutzten Höhle. Fantastische Ausblicke auf die von Macchia überwachsene Steilküste bietet der Weg zurück nach Capri an der Flanke des Monte Tuoro. Blickfang ist die rote Villa des Schriftstellers Curzio Malaparte (1898-1957). Vom Belvedere di Tragara schließlich schaut manauf die berühmten Felstürme, die Faraglioni, die vor der Südostküste Capris aufragen
Capri, Faraglioni
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Faraglioni

Capri
Der Belvedere di Tragara schaut auf Capris Wahrzeichen: Die Faraglioni, vier bis zu 109 m hohe Felsen, die wie Finger aus dem Wasser ragen. Der mittlere Faraglione ist unten ausgehöhlt. Den 60 m langen Tunnel kann man mit dem Boot durchfahren.
Capri (Insel), Santo Stefano
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Santo Stefano

Capri (Insel)
Kunstfreunde flüchten aus den überlaufenen Straßen der Stadt in die Ruhe der maurisch anmutenden Kirche Santo Stefano aus dem 17. Jh. . Im Inneren ist die Cappella del Crocifisso von besonderem Interesse: Die Kapelle beherbergt die Gräber der Arcucci sowie das Grab Mutter Serafinas, der Dienerin Gottes. Der Boden des Hauptaltars aus vielfarbigem Marmor stammt der aus der Villa Jovis.
Capri, Marina Piccola
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Marina Piccola

Capri
Die Marina Piccola liegt gegenüber der Marina Grande an der Südseite der Insel. Der kleine Hafen ist zu Fuß über die Stufen der Via Mulo oder mit Bus zu erreichen. Hier dümpeln die Luxusjachten in der Sonne. Um den Hafen herum finden sich noble Badeanstalten und ein paar frei zugängliche Strandabschnitte, an denen sich die Sonnenanbeter tummeln.
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Wer durch die Ruinen der beiden römischen Städte Pompeji und Herculaneum schlendert, findet eindrucksvolle ­Spuren ­einer systematischen Stadtplanung, eines differenzierten Gemeinwesens und eines behaglichen Lebensstils. Doch liegt es auf der Hand, dass sich Wohnbauten mit allem Komfort ­damals nur die sehr wohlhabende Oberschicht leis­ten konnte. Die Patri­zier lebten in romantisch kom­po­nierten Raumfluchten voller Kunst, Luxus und technischen Raffinessen, wie die Ruinenstädte im Schatten des Vesuv noch heute eindrücklich bezeugen.  Während die Majorität der römischen Bürger in einfachen Häusern oder Mietskasernen wohnte, wechselten Senatoren, Feldherren und Kaiser ihre Residenzen mit den Jahreszeiten. Im Winter blieb man im Stadthaus, dem Domus, im Sommer vergnügte und entspannte man sich auf dem Landgut in der luxuriös ausgestatteten Villa rustica.  Römischer Lebensstil bedeutete auch, ein einmal bewährtes System kaum mehr zu variieren. Das galt für öffentliche Gebäude ebenso wie für Nobelresidenzen. Deswegen sind so gut wie alle Wohngebäude nach einem ähnlichen, denkbar einfachen Schema errichtet worden. Auf der einen Seite eines zentralen Innenhofs, des Atriums, lagen die Herrschafts- und Repräsentationssäle, auf der anderen reihten sich die Wirtschaftsräume und Kammern für das Hauspersonal. Dem überdachten Atrium, das durch eine Öffnung in der Mitte Licht erhielt, wurde ab dem 2. Jh. v. Chr. ein Hof mit Säulenumgang (Peristyl) und Garten angegliedert, in dem der Hausherr im Freundeskreis zu lustwandeln pflegte. Um das Peristyl gruppierten sich Speise-, Schlaf- und Gästezimmer, ein Kult­raum mit Altar für die Hausgötter und die Thermen. Zur Ausstattung ­römischer Badeanlagen gehörte stets ein kaltes (Frigidarium), ein lauwarmes (Tepidarium) und ein heißes Wasserbecken (Caldarium) mit Dampf­bad. Brennöfen und Heizräume (Hypokaustum) unter den Fußböden sorgten für Wärme. Die Säle, Gärten, Thermen und Privatgemächer waren häufig mit Darstellungen der antiken Mythologie und Szenen aus der alltäglichen Lebenswelt geschmückt. Farbenfrohe Wandmalereien, kostbare Mosaikfußböden und meisterhafte Skulpturen belebten das Ambiente. Die Götter- und Heldentaten, die Schilderungen von Sport und Spiel, Fischfang und Jagd, Liebe und Eros dienten der Kontemplation und Selbstdarstellung.
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