Rhodos-Stadt ist die rund 50.000 Einwohner zählende Hauptstadt der gleichnamigen griechischen Ferieninsel. In der Antike hatte sie große Bedeutung als Handelshafen, an dem sich die Schiffsrouten aus Europa, Asien und dem Nahen Osten kreuzten. Große Teile der antiken Siedlung wurden 226 v. Chr. durch ein Erdbeben zerstört, dem auch der berühmte Koloss von Rhodos zum Opfer fiel, eines der sieben Weltwunder der Antike.
Heute ist Rhodos-Stadt neben dem weißen Dorf Lindos eines der beliebtesten Ausflugsziele für Touristinnen und Touristen, die ihren Urlaub auf Rhodos verbringen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört das Erbe der Kreuzritter des Johanniterordens, die sich nach der Vertreibung aus Zypern 1307 in der Stadt an der Nordspitze der Insel niederließen.
Rhodos-Stadt: Reisetipps für den Erstbesuch
Die historische Altstadt von Rhodos-Stadt ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben und komplett autofrei. Es gibt mehrere Zugangsmöglichkeiten wie das Freiheitstor und das vielfotografierte Meerestor am bezaubernden Hippokrates-Platz. Nördlich der Innenstadt schließt sich das moderne Stadtzentrum mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Hotels an, sowie der Mandraki-Hafen mit den beiden Wahrzeichen der Insel: den drei Windmühlen an der Mole und dem Hirsch und der Hirschkuh, die auf Säulen die Hafeneinfahrt überwachen.
Die Altstadt von Rhodos-Stadt: Routenplaner
Für den Rundgang können Besucherinnern und Besucher mit einem Stadtplan eine Route planen, die zu den schönsten Sehenswürdigkeiten des UNESCO-Weltkulturerbes führt. Typischerweise beginnt diese an der Marienkirche zur Burg und führt über die Ritterstraße zum Großmeisterpalast. Dieser verdankt sein fast perfektes Aussehen einer historisch nicht ganz authentischen Restaurierung in den 1930er-Jahren. Originalgetreuer ist das ehemalige Ordenshospital der Johanniter, in dem sich heute das Archäologische Museum von Rhodos befindet. Zu seinen Highlights zählt die perfekt erhaltene antike Statue der niederknienden Aphrodite.
Die Akropolis von Rhodos
Westlich der Innenstadt erhebt sich die Akropolis von Rhodos, auf der noch einige Reste der antiken Tempel und weitere Stätten wie das Odeon und das Stadion zu sehen sind. Der ungewöhnliche englische Name Monte Smith des Hügels stammt vom Oberbefehlshaber der britischen Marine, die im frühen 19. Jahrhundert in Rhodos-Stadt stationiert war und hier den besten Meerblick genoss. Mit einer guten Karte lässt sich der Monte Smith von der Altstadt aus leicht zu Fuß erreichen.