Das nur auf Chios gewonnene Mastixharz war so begehrt, dass die fremden Herren der Insel immer schützend ihre Hand über die Mastixdörfer hielten. Sie waren wohlhabend und leisteten sich Stadtmauern und wehrhafte Fliehburgen, die noch heute das Antlitz der Dörfer prägen. Die schönsten von ihnen erwecken das Gefühl, durchs Mittelalter zu wandeln.
Pyrgi gewinnt noch zusätzlichen Reiz durch eine in ganz Griechenland einzigartige Fassadengestaltung: Aus dem weißen Putz über grauem Untergrund von Häusern und Kirchen sind vielfältige geometrische Formen herausgekratzt worden. Selbst die Unterseiten von Balkonen sind durch solchee Sgraffiti verziert. Vor den Häusern sitzen oft Frauen in der Sonne und sortieren Mastixkügelchen. Der Reisende darf gern probieren, doch Vorsicht: Die Kügelchen entpuppen sich gelegentlich als Plombenzieher!