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Basilikata
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Basilikata

 
  Die Basilikata gehört zu den kleinsten Regionen Italiens und begeistert mit wilder Natur, herrlichen Küsten und bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten. Ausflugsziele wie die Höhlenstadt Matera, das Bergdorf Maratea oder die Burg der Adelsfamilie Staufer in Melfi zählen zu den Highlights auf der Basilikata-Karte. Reisetipps für Basilikata Basilikata ist eine der am wenigsten bekannten Regionen Italiens: Sie liegt im Süden und grenzt an Apulien, Kalabrien und Kampanien. Eine von Kontrasten geprägte Landschaft, historische Städte wie Matera, Melfi und Potenza sowie herrliche Strände machen die Basilikata zu einem wunderbaren Urlaubsziel ohne Massentourismus. Im Landesinneren erwartet Reisende z. B. der Nationalpark Pollino mit hohen Bergen und tiefen Schluchten. Hier kann man wandern, klettern, Kajak fahren und Canyontouren unternehmen. Für einen entspannten Badeurlaub eignen sich die Küstenabschnitte am Thyrrenischen und Ionischen Meer. Routenplaner Basilikata: Sehenswürdigkeiten Auf der Karte von Basilikata gibt es viel zu entdecken: Als bedeutendste Sehenswürdigkeiten in der Stadt Matera gelten die in Fels geschlagenen Kirchen Santa Maria de Idris und San Giovanni in Monterrone sowie die zahlreichen Höhlenwohnungen (Sassi di Matera), die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Auch der Ort Melfi mit seinem imposanten Kastell , die jüdischen Katakomben von Venosa und die Kathedrale von Potenza gehören in jeden Reiseführer. Ein italienisches Juwel an der Westküste Basilikatas ist der Badeort Maratea mit seinen mittelalterlichen Gassen und beschaulichen Plätzen.
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Geschichte: Magna Graecia - griechische Einflüsse in Süditalien

Ab dem 8. Jh. v. Chr. gründeten griechische Kolonisten Städte in Süditalien und prägten die Region mit ihrer Kultur so sehr, dass man sie bald Großgriechenland, Magna Graecia, nannte. Die griechischen Kolonisten fanden an den Küsten Süditaliens bessere Lebensbedingungen vor als in ihrer Heimat. In Kalabrien und der Basi­li­kata gründeten sie Städte wie Rhe­gion (Reggio Calabria), Sybaris (Sibari), Kroton (Crotone), Krimisa (Cirò), Lokroi Epizephyrioi (Locri) und Metapontion (Metapont).  Jede Polis war unabhängig und die Bürgerschaft selbst­bestimmt. Die Städte waren durch eine Ummauerung gesichert, ihr Zen­trum bildete die Agora, der Versammlungsplatz. Dieser war umgeben von Ratsgebäuden, Theatern und Tempeln. Wohnhäuser, Werkstätten, Brennöfen und Brunnen gehörten ebenfalls zum Stadtbild, wie archäologische Ausgrabungen bezeugen.  Einer der Griechen, der seine Heimat verließ, war Pythagoras. Er zog um 530 v. Chr. von der Insel Samos nach Kroton und hatte bald Schüler und Anhänger in ganz Süd­italien. Die Pythagoräer waren von der zahlenbasierten harmonischen Ein­heit der Welt überzeugt, strebten nach Harmonie in Leben und Gesellschaft. Ihr Leitgedanke war der Einkang von Mensch, Tier und Natur. Pythagoräer aßen kein Fleisch, brachten keine Tieropfer dar, verzichteten auf jeden Luxus. Als sie sich nach dem Sieg über ­Sybaris 510 v. Chr. gegen die Demokratisierung stellten – sie waren Anhänger der aristokratischen Oli­garchie und glaubten an Eintracht und Frieden durch Stabilität – mussten sie Kroton verlassen und gingen nach Me­ta­pont. Die Magna Graecia wurde damals Keimzelle der Philosophie, die Pythagoräer beeinflussten große Denker wie Platon, Aristoteles und He­ro­dot.  Im Laufe der Zeit gerieten die Griechenstädte in Konflikt mit italischen Völkern, mit Bruttiern, Lukaniern und Samniten. Das Römische Reich bot seine Hilfe an und konnte, auf Kosten der reichsten und mächtigsten Kolonie Taras (heute Tarent in Apulien), im 3. Jh. v. Chr. seinen Einfluss im Süden ausbauen. Nach dem Pyrrhischen Krieg (280-275 v. Chr.) eroberten die Römer das gesamte Gebiet der Magna Graecia. In den Folgejahren wurden Bevölkerung und Verwaltung romanisiert, die griechische Sprache wurde von Latein verdrängt.  Ab dem 6. Jh. gewann die griechische Kultur allerdings erneut an Einfluss in Süditalien. Rossano in der Sila Greca entwickelte sich zum ­Zentrum griechischsprachiger, lose organisierter orthodoxer Mönche. Viele der Basilianer­ genannten Glaubensbrüder lebten in Klöstern, gehörten aber keinem Orden an. Neue Basilianerklöster entstanden sogar noch während der Normannenzeit. Im 13. Jh. begann der wirtschaft­liche Niedergang, und da keine ­Erholung einsetzte, gaben die Ba­si­lianer im 16. Jh. den griechischen Ritus auf und übernahmen die Ordensregeln der Benediktiner.  Ein Zeugnis dieser Kultur, die griechisch-kalabrische Sprache, einst weitverbreitet, beschränkt sich heute auf Dörfer im Aspromonte wie Bolvo, Roghudi und Gallicianò.
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