Die unaufgeregte Kleinstadt, die sich unter den Römern zum wichtigen Handelsort an der Via Traiana (2.-4. Jh.) entwickelte, erweist sich als Fundgrube für Archäologiefans. Über die Stadt verteilen sich die Ipogei Lagrasta, Felsgräber aus dem 4. Jh. v. Chr., ein antiker Triumphbogen sowie Reste römischer Thermen und Tempel. Den besten Eindruck vermittelt der wunderbare Parco Archeologico di San Leuca u.a. mit freigelegten Fundamenten eines Minerva-Athena-Tempels, auf denen später eine frühchristliche Basilika erbaut wurde. Weitere Kostbarkeiten birgt die unter den Normannen im 11. Jh. errichtete Kathedrale San Sabino. Sie beeindruckt mit den Bildhauerarbeiten der Kanzel aus schwarzem Marmor und des Bischofsthrons, der von Elefanten getragen wird. Das angrenzende Mausoleo di Boemondo besticht mit einer filigran verzierten Bronzetür am Portal.