Das auf 127 Inseln in einer sumpfigen Lagune am Nordrand der Adria erbaute Venedig gilt vielen als ein Traumurlaubsziel. Der leicht morbide Charme der von unzähligen Kanälen, Brücken und Gassen durchzogenen Stadt, in der kein einziges modernes Gebäude den Gesamteindruck stört, zieht Besucherinnen und Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Es lohnt sich, eine mehrtägige Reise nach Venedig zu planen, um den vielen Sehenswürdigkeiten von „La Serenissima“ gerecht zu werden und die ruhigeren Abendstunden zu genießen, wenn die Tagesgäste wieder fort sind. Eine Venedig-Karte hilft bei der groben Orientierung. Doch mindestens genauso schön ist es, sich einfach in den kleinen Gassen zu verlieren und immer wieder auf neue pittoreske kleine Plätze zu stoßen, auf denen die Zeit stillzustehen scheint.
Ein Rundgang durch Venedig: Routenplaner für den Erstbesuch
Von der Piazzale Roma, wo die Busse vom Festland und dem Parkhaus Tronchetto ankommen, führt der Weg durch San Polo zur berühmten Rialto-Brücke, die von Souvenirläden gesäumt ist. Authentischer ist der Mercato di Rialto zu ihren Füßen, auf dem seit Jahrhunderten Fisch, Gemüse und andere Lebensmittel feilgeboten werden. Mit ADAC Maps geht es weiter durch enge belebte Gassen, bis sich auf einmal hinter einem Durchgang der prachtvolle Markusplatz entfaltet, die gute Stube von Venedig. Hier finden sich viele Highlights der Stadt wie der Dogenpalast und der Markusdom mit seinem rosafarbenen Campanile, der zugleich eine der schönsten Aussichtsplattformen bietet.
Die Seerepublik Venedig: Reisetipps für Geschichtsinteressierte
Wer mehr über die einst so bedeutende unabhängige Republik Venedig wissen möchte, kann eine Route planen, die einige der wichtigsten Stätten der Vergangenheit umschließt. Neben dem Dogenpalast lohnt sich ein Besuch des Museo Correr am Markusplatz, das die Stadtgeschichte dokumentiert. Über die Uferpromenade Riva degli Schiavoni geht es weiter zum Arsenale, dem weitläufigen Werftgelände, in dem einst die Schiffe der Republik gebaut und repariert wurden. Hier befindet sich das Seefahrtsmuseum der Stadt mit dem Bucintoro, dem goldenen Paradeschiff der Dogen.
Jenseits des Rummels: versteckte Ecken von Venedig
Rund um den Markusplatz ist Venedig sehr teuer. Ein kurzer Spaziergang reicht jedoch, um lauschige Plätze wie den Campo Santo Stefano und den Campo Santa Margherita zu finden, auf denen Restaurants köstliche Speisen zu fairen Preisen anbieten. Mit der Venedig-Karte in der Hand geht es durch Dorsoduro zum Rio San Trovaso, wo einer der letzten aktiven Gondelbauer von Venedig ansässig ist. Im Palazzo Ca’ Rezzonico lässt sich das Leben des venezianischen Adels im 18. Jahrhundert nachempfinden. Viel Ruhe bieten die Gärten der Biennale mit ihren Länderpavillons, solange keine Ausstellung stattfindet.