Das Teno-Gebirge (Parque Rural de Teno) im äußersten Nordwesten Teneriffas gehört zu den ursprünglichsten und spektakulärsten Landschaften der Insel. Die Höhen erreichen bis etwa 1300 m am Pico de Teno und fallen teils über 600 m steil zur Küste ab. Typisch sind tiefe Schluchten, scharfe Grate, zerklüftete Felsformationen, Steilküsten und ausgedehnte Lorbeerwälder. Das 8000 ha umfassende Schutzgebiet bewahrt eine große Vielfalt an Ökosystemen, von feuchten Bergwäldern bis zu trocken-sukkulenten Küstenhängen, und bietet Lebensraum für zahlreiche endemische Pflanzen sowie seltene Tierarten.
Traditionelle Dörfer und Aussichtspunkte
Wichtige Orte im Teno-Gebirge sind das Bergdorf Masca mit traditioneller Architektur und Wanderzugang, das Hochplateau Teno Alto mit Weiden, Steinhäusern und Einblicken in die historische Landwirtschaft sowie Punta de Teno, die westlichste Spitze der Insel, mit Leuchtturm, Lavafelsen, Naturpools und Blicken zu La Gomera, La Palma und den Los-Gigantes-Klippen. Entlang der kurvigen Panoramastraße TF 436 zwischen Santiago del Teide, Masca und Buenavista del Norte liegen zahlreiche Haltebuchten und Miradores, die Panoramablicke auf das Gebirge und die Küste ermöglichen. Monte del Agua und Los Silos zeigen die üppige, grüne Seite des Teno-Gebirges mit Lorbeer- und Heidewäldern.
Wandern, Naturerlebnis und Infrastruktur
Das Teno-Gebirge bietet ein dichtes Netz von mehr als 100 km markierter Wanderwege für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Die kurvigen, aber asphaltierten Straßen werden auch von Linienbussen befahren. Aufgrund der Höhenlage und variablen Wetterbedingungen sind festes Schuhwerk, Jacke, Wasser sowie Sonnen- und Windschutz empfehlenswert.