Las Cañadas bezeichnet den großen Vulkankessel im Zentrum Teneriffas, in dem der Teide-Nationalpark mit seinen Lava- und Felslandschaften liegt. Die Caldera hat einen Durchmesser von etwa 16 bis 17 km und entstand durch mehrere vulkanische Einstürze. Sie wird von bis zu 600 m hohen Kraterwänden umgeben, während der Kesselboden auf über 2000 m Höhe liegt. Aus der Caldera erheben sich der Teide mit 3718 m und der Pico Viejo. Weite Lavafelder, Bims- und Ascheebenen sowie markante Felsformationen wie die Roques de García prägen das Landschaftsbild.
Weitblicke, Höhenlage und Naturraum
Las Cañadas bildet das Herz des Teide-Nationalparks und gilt als eine der eindrucksvollsten Vulkanlandschaften Europas. Die Höhenlage führt häufig dazu, dass die Caldera über der Wolkendecke liegt, was klare Sicht und besondere Lichtverhältnisse ermöglicht. Charakteristisch sind der Kontrast zwischen schwarzer Lava, hellen Bimsflächen und dem Gipfel des Teide sowie farbige Lavafelder und weite Panoramablicke bis zum Atlantik. Ergänzt wird die Landschaft durch eine Hochgebirgsflora mit endemischen Pflanzen wie Teide-Ginster und Tajinaste.
Wanderwege, Aussichtspunkte und Infrastruktur
Der Nationalpark verfügt über ein dichtes Netz markierter Wanderwege, zahlreiche Aussichtspunkte sowie Straßen, die den Kessel von mehreren Seiten erschließen. Zwei Besucherzentren (El Portillo im Norden und Cañada Blanca beim Parador) informieren über Geologie, Flora und Geschichte des Parks.